Nach der Tour in die Vogesen und dem Elsass sind wir auf dem Weg zu unseren Freunden einmal durch den Kaiserstuhl gefahren. Ich hatte immer gedacht, der Kaiserstuhl wäre nur ein Berg. Doch es ist ein kleines Gebirge in Baden zwischen Vogesen und Schwarzwald.

_MG_1244-Bearbeitet
Der Kaiserstuhl im Kaiserstuhl. Keine Werbung für eine Möbelhauskette.

Bei ersten Besuch war das Wetter nicht so schön. Tiefe Wolken, kalter Wind doch der Kaiserstuhl zeigte sich von einer seiner schönen Seiten.

_MG_1247-Bearbeitet
Blick in die Ferne über Dörfer und endlose Weinberge

Mit einer fantastischen Aussicht ging der Tag dem Ende entgegen. Am nächsten Wochen echtes Kaiserwetter. Fast wolkenloser Himmel und Sonnenschein. Wir mußten noch einmal an die Stelle fahren wo wir am Tag vorher schon ein paar Bilder gemacht hatten.

_MG_1253-Bearbeitet
Kaiserstuhl im Licht der Abendsonne

Eigentlich ist die Region um den Kaiserstuhl die wärmste im ganzen Land. Wir hatten leider kein Glück mit dem Wetter. Und doch konnten wir die Schönheit dieses Landstriches erkennen.

_MG_1267-Bearbeitet
Kaiserstuhl im Schein der Morgensonne.

Hier lässt sich gut wandern, gut essen und den Tag bei einem guten Glas Wein ausklingen. Eine wunderbare Ecke um den Stress des Alltages an einem Wochenende oder für ein längeres Wochenende zu entfliehen um Kraft für den Alltag zu tanken.

_MG_1272-Bearbeitet
Noch fehlt der Natur ein wenig Grün, doch schon jetzt ist es wunderschön hier.

Überhaupt ist der Einfluss von Frankreich zu spüren. Die Menschen hier essen gerne und genießen das Leben ein wenig anders als zum Beispiel in NRW.

_MG_1274-Bearbeitet
Terassenfelder des Weinanbaus.

Schloss Pillnitz gehörte früher einmal zum Dorf Pillnitz was nur ein paar Flußkilometer stromaufwärts kurz vor Dresden lag. Heute ist es ein Stadtteil von Dresden und ein Anziehungsmagnet für zahlreiche Touristen aus aller Welt. In Kindertagen war es für uns wenig erfreulich wenn ein Schulwandertag mal wieder nach Pillnitz ging, schliesslich konnten wir selber mit dem Fahrrad in 30 Minuten hinfahren. Heute sieht man das ganze mit anderen Augen. Kann Stundenlang durch den Schlosspark schlendern, sich dabei fremde Pflanzen ansehen, die zahlreichen Eichhörnchen beobachten und sich am Ende bei einem guten Essen in der Schlossschänke über einen gelungenen Tag erfreuen.

_MG_0665
Schloss Pillnitz an einem verregneten Tag im April 2017

Am ersten Tag meines Besuches gab sich Schloss Pillnitz bedeckt. Schwere Wolken hingen in den Weinbergen hinter Pillnitz.

_MG_0671-Bearbeitet
5 Minuten Belichtungszeit reichten bei nachlassendem Licht nicht mehr aus.

Und dann ging mir auch noch das Licht aus. Pillnitz wollte sich an diesem Tag nicht von seiner besten Seite zeigen. Oder das Schloss kannte meine eigene Gefühlslage, den es war kein geplanter Besuch in meiner Heimat.

_MG_0821-Bearbeitet
Pillnitz in der Abendsonne im April

Zwei Tage später. Tolles Wetter, schönes warmes weiches Licht strömte durch das Elbtal. Pillnitz zeigte sich farbenfroh und fröhlich.

_MG_0850-Bearbeitet
Ansicht von der Autofähre

Und so beschloss ich nach ein paar Aufnahmen von der Kleinschachwitzer Elbseite. Mit der Autofähre überzusetzen um noch ein paar Aufnahmen vom Innenhof zu machen.

_MG_0855-Bearbeitet
Eingang in den Schlosspark

Da es schon recht spät am Tag war, waren keine Parkplatzgebühren mehr zu entrichten. Um diese Zeit sind die meisten Touristen schon wieder in der Stadt und nur noch ein paar Fotografen und Einheimische verteilen sich auf dem Gelände.

_MG_0857-Bearbeitet
Hinterseite des Wasserpalais im Gegenlicht

Beste Voraussetzung für Fotos ohne Graufilter und ohne störende Personen.

_MG_0866-Bearbeitet
Bergpalais im Schein der Abendsonne

Das Licht war fantastisch warm. Im April muß man sich aber beeilen, weil es auch schnell weg ist.

_MG_0868-Bearbeitet
Auf die Sonnenuhr ist meist mehr Verlass / Neues Palais

Zeit ist knapp.. dieser alte Spruch wird da schnell zur Gewissheit.

_MG_0872-Bearbeitet
Rückseite das neuen Palais

Knapp 40 Minuten gab die Sonne mir Zeit, dann zogen langsam der Abendnebel auf.

 

Und mit den letzten Sonnenstrahlen zeigte sich die Elbe noch einmal in frühlingshafter Schönheit.

Mehr Informationen zum Schloss und Schlosspark Pillnitz findest du unter den Eintrag bei Wikipedia „Schloss Pillnitz„.

 

April 2016. 8 Uhr morgens ist das Treffen, mit dem Veranstalter am Hauptbahnhof in Kiew. Wir sind seit kurz nach 6 Uhr unterwegs. Bepackt mit Wechselwäsche, Waschzeug für 2 Tage und der Fotoausrüstung. Die Anreise von Hotel zum Treffpunkt war doch schneller als erwartet, so gibt es noch reichlich Zeit für ein Frühstück im Bahnhof. Für Kiewer Verhältnisse unverschämt teuer aber sehr schmackhaft. 15 Minuten vor 8 Uhr sind wir am TreffpIMG_0688unkt und langsam gesellt sich die Reisegruppe ein. Deutsche, Schweizer, Österreicher, Finnen, Briten und noch ein paar andere Nationen sind in der 20 Köpfigen Reisegruppe. Nachdem die Formalitäten erledigt sind, in Kiew wird Bargeld bevorzugt, werden die 20 Leute auf zwei Minibusse aufgeteilt. Wenig Platz für Gepäck aber es ist okay.  Kurz vor 9 Uhr geht es dann los. 3 Stunden lang, mit einer 30 Minütigen Pause, in Richtung Sperrzone. Zeit um sich das Land aus dem Bus anschauen zu können, jedenfalls das was man von einem Bus aus sieht. Fazit dabei, Kiew ist reich danach wird es arm. Irgendwann wird der Verkehr merklich weniger. Und dann ist er da, der erste Checkpoint, der Eingang in die Sperrzone. Alle müssen die Busse verlassen, Ausweise werden überprüft. Es ist fast so wie an der ehemaligen Innerdeutschen Grenze. Zeit für eine Zigarette. Fotos macht keiner.

Dann geht es in den Busen weiter. Es dauert nicht lang bis zum ersten Stop. Uns wird ein altes Kulturhaus aus sowjetischen Zeiten gezeigt. VerlasIMG_0685sen, verfallen, ausgeplündert. Und doch erkennt man den Glanz und den Stolz aus diesen alten Tagen. Einen Zeitraum wo man streiten kann ob es den Menschen damals nicht besser ging.  Sie hatten Arbeit, hatten ein Einkommen, hatten Wärme, Nahrung und eine Zukunft. Heute haben sie eine vermeintliche Freiheit und oft nichts mehr. Sie sind im Mahlwerk des großen Kapitals und der Machtspiele von wenigen Reichen und Ultrareichen. Doch bevor ich mich hier an dieser Stelle noch mehr über das für und wieder in unserer vermeintlichen „besten“ Lebensart auslassen werde, zeig ich euch lieber ein paar Bilder. Wie auch schon beim ersten Teil ohne Kommentare, ohne persönliche Wertung.

IMG_0688

Der Besuch eines abstrakten Ortes Teil 1

Der Besuch eines abstrakten Ortes Teil 3

Kiew eine Stadt der Gegensätze.

Ein Jahr ist es jetzt her das ich zusammen mit ein paar Fotografen Kiew besucht habe. Die Stadt war eigentlich nur ein Zwischenstop auf dem Weg nach Tschernobyl. Doch es war eine Stadt die mich persönlich reicher gemacht hat. Reicher an Erfahrungen und reicher an der Erkenntnis das es einem doch verdammt gut geht.

Kiew ist groß, Kiew ist sauber und zerfallen zugleich. Kiew ist alt und modern. Kiew ist arm und reich. Kiew ist für mich die Stadt der absolut Gegensätze, so wie ich es vorher noch nie auf der Welt gesehen habe. Als Beispiel nehme ich immer die Straße wo wir wohnten. Gegenüber alte Mietskasernen, zerfallen schlecht gepflegt, hinter den Hotel eine Einfamilienhaussiedlung die es so nicht einmal im reichen Deutschland gibt.

Man muß in Kiew aufpassen, das man nicht überheblich wird. Die Fahrt mit Bus, Trollybus, Metro ect.pp sind so billig das sich das umrechnen in Euro kaum lohnt. Zigaretten, Bier, Softdrinks  sind für unsere Verhältnisse geradezu spottbillig. Doch die Menschen in Kiew, also die normalen Verdiener, für die ist es weniger billig. Für sie ist es teuer. Und wenn der Tourist in Kiew, weil es für ihn so unglaublich billig ist, mit dem Geld umher schmeißt, wird irgendein Mensch der wenig Geld hat und wenig Skrupel, sehr schnell auf diesen Touristen aufmerksam. Es gibt ähnliche Situationen nicht nur in der Ukraine, damit man mich nicht falsch versteht, ich will die Menschen nicht schlecht machen, sondern das gibt es überall auf der Welt.

Ansonsten sind die Menschen freundlich aber distanziert.

Der Besuch in Kiew hat mich persönlich wieder bodenständiger gemacht. Nicht das ich abgehoben war, nein es gab nur einen Blickrichtungswechsel bei mir. Mehr auf das Leben an sich, statt der ständigen Jagt nach Luxus und Geld.

Bildstrecke mit ca 269 Bilder. ungeschönt unbearbeitet.

Was dem Kölner sein Dom, daß ist dem Dresdner seine Frauenkirche.  Sie ist der stille Star unter einem Ensemble von beeindruckenden Bauten in der Stadt. Und lange mußten die Dresdner auf diesen Star warten. _MG_0704

Mächtig und doch elegant steht sie da. Lässt ihre steinerne Kuppel in der Nacht wie am Tag leuchten.

_MG_0702

Sie prägt das Stadtbild, egal von wo man auf die Stadt blickt.

_MG_0753

Und wie jeder Star, zieht sie die Blicke auf sich.

_MG_0759

Es gäbe noch viel zu sagen, zu Ihr. Doch können keine Worte beschreiben was der Dresdner, sowie Besucher der Stadt bei Ihrem Anblick empfinden. Danke George Bähr für diesen wunderschönen Star. Der doch so bescheiden ist.

Eigentlich wollte ich nach der ersten Tour ein Bildband über die U-Bahnenstationen in NRW erstellen. Doch irgendwann kann die Erkenntnis, wer will das eigentlich am Ende kaufen. Gibt es doch schon Fotobücher aller Art und es werden jeden Monat mehr.

Wenn man ganz ehrlich ist. Jeder Fortgeschrittener Hobbyfotograf kommt irgendwann auf die Idee ein Bildband zuerstellen. Und über deren Sinn oder Unsinn kann man vorzüglich streiten.

Und doch ist dann eine Bilderstrecke davon entstanden.

_MG_9169
Gelsenkirchen

Mit einer U-Bahnstation fing es an. Bei uns war es Gelsenkirchen. Eiegentlich ist die Ganze Geschichte mit den U-Bahnstationen aud der Not heraus geboren. Naja die Not war eher schlechtes Wetter.

_MG_9172
Treppenaufgang
_MG_9178
Abends ist es da sehr ruhig. Nur wenige Fahrgäste sind unterwegs.

Nach Gelsenkirchen ging es die nächste Woche nach Essen

_MG_9519
Lichtwand im Bahnhof Essen
_MG_9483
Die Lichtwand wechselt die Farben. Man braucht Gedult um sie Menschenleer zu erwischen.
_MG_9451
Hauptbahnhof Essen. Das blaue Licht ist damit Junkis ihre Venen nicht finden.

Die erste Tour in Essen haben wir in nördliche Richtung gestartet.

_MG_9420

_MG_9421

Überwiegend sind die Stationen mit zwei Bahnsteigen mit Zwischenwand ausgebaut.

_MG_9363
Richtung Norden Essen Karlsplatz
_MG_9379
Richtung Zentrum Essen Karlsplatz

Die Stationen sind alt, was man am Baustill gut erkennen kann. Jedoch sehr gut renoviert.

_MG_9414
Essen Kaiser-Wilhelm-Platz
_MG_9402
Weiterfahrt der Bahn
_MG_9413
Erinnert ein wenig an Raumschiff Enterprise

So schön wie die Stationen so trist sah es an der Oberfläche aus. Jedenfalls bei Dunkelheit

_MG_9386
Essen Altenessen in südlicher Richtung
_MG_9383
Essen Altenessen in nördlicher Richtung
_MG_9429
Für mich die schönste Station, wenn auch inzwischen verdreckt an den Wänden

Von dieser Tour waren wir mehr als begeistert. Und so wurde beschlossen in der nächsten Woche in südliche Richtung die U-Bahnstationen zu besuchen.

_MG_9577

Allerdings sind wir mit der falschen Bahn zu weitgefahren. Und so mußten wir zurück. 15 min Zeitverlust waren verschmerzbar.

_MG_9588

Weniger Schön und oft sehr runtergekommen.

_MG_9602

Dabei gibt es ein paar schöne Wandbilder.

_MG_9633
Essen Messe Gruga

Wenn ich als Messegast hier aussteigen müßte. Ich käme ins Grübeln.

_MG_9585
Wenn die Straßenbahn zur U-Bahn wird.

In NRW gibt es nach meinem Wissenstand keine reine U-Bahn. Da die Straßenbahn zur U-Bahn wird spricht man dann von Stadtbahn.

_MG_0219

 

 

Danke für 100 Likes die Ihr alle hier auf diesen Blog hinterlassen habt.

7ed00c0424b5e274bb42f1bec47f173b_jpg-freudige-nachrichten-daumen-hoch-und-runter-clipart_204-240

Klar, es könnten mehr sein. Aber 100 Likes in so kurzer Zeit ist schon gut. Es zeigt doch das ich mit meinen kleinen Beiträgen nicht ganz so falsch liegen kann 🙂

Ich werde weiterhin Beträge aus dem Bereich Fotografie, Fototricks und Fototips für euch schreiben.

Neu hinzu kommen wird, einige haben es schon gesehen, kleine Geschichten. Kurzgeschichten und Kurzkrimis. Also Einblicke in meine dunkle Seite.

Wenn Euch die Beiträge gefallen, dann spart nicht micht den Likes. Denn sind wir mal ehrlich. Likes sind das was uns alle antreibt. Das Barometer, was uns zeigt, das die Menschen die Beiträge lesen. Ohne Likes könnten wir auch Tagebuch schreiben und dieses vor unseren Mitmenschen verstecken. Ohne Likes könnten wir die ganzen Bilder nur für uns aufheben.

Doch Fotomacher und Schreiberlinge wollen ihre Werke zeigen, wollen das andere sie sehen und lesen. Möchten Kritik und Lob, Hinweise und Fingerzeige bekommen um besser zu werden.

Wer jetzt nur denkt, “ Jajajaja die wollen nur Kohle.“ der irrt gewaltig. Wenn möchten die Foto.- und Buchstabenkünstler nur einen kleine Obolus um die Kosten für Shootings oder Recherche ect.pp ein wenig einzudämmen.

In dem Sinne noch einmal Danke für 100 Likes .. Euer Lars

_MG_9767
Hier erkennt man gut, wie sich das Schaufelrad und der Oberbau drehen

Tagebaubagger. Gigantische Maschinen die faszinieren. Bei Tag und noch mehr bei Nacht. Mit ihren Scheinwerfern sehen sie einfach gigantisch aus. Doch gut fotografieren lassen sie sich leider nicht. Denn wie so üblich gibt es viele Dinge die man nicht planen kann.

_MG_9775
Bei diesem Bild war ich ca 30 sec zu spät. Als ich den Auslöser drückte, setzte dich der Bagger in Bewegung.

Es sind Arbeitsmaschinen. Die in 3 Schichten 24h 7 Tage die Woche arbeiten. Ständig bewegen sie sich. Weniger auf den Fahrwerken, jedoch um so mehr im oberen Bereich. Bei Tagesaufnahmen stört es kaum. Da man die Belichtungszeit recht kurz halten kann. Doch bei schlechten Licht oder Dunkelheit wird das ganze zu einem echten Problem. Da ist viel Geduld und noch mehr Glück von Nöten.

_MG_9770
Er stand für eine kurze Pause, nicht auf dem Bild ist das Verlademodul.

Ab und zu bleiben die Bagger allerdings kurz stehen. Das kann durchaus 5 min dauern. Dann hat man natürlich genug Zeit für ein scharfes Bild. Und dann kommt es darauf an was für eine Linse man an der Kamera hat. Mit einem Weitwinkel ist zu weit. Beim Tele fehlt ein Stück von dem Bagger.

IMG_8966
Absetzer im Tagebau Inden. Mit einem Tele über das frei Feld.

Auch bei den Absetzter hat man das gleiche Problem, wenn auch ein wenig geringer. Diese bewegen sich langsamer. Dafür sehen sie nicht so spektakulär wie die Bagger aus.

Überhaupt ist es ein schwieriges Unterfangen diese gigantischen Maschinen gut abzulichten. Wen es vom Wetter trocken ist und wenig Wind vorherrscht. Dann ist sehr viel Staub in der Luft. Was den ganzen Tagebau in einen Nebel aus Sand einhüllt.  Bei Regen macht es auch keinen wirklichen Sinn. Gut sind klare Wintertage, nach einem Regenschauer (ja im Rheinland unterscheidet man Winter und Sommer nur durch die Wärme des Regens).

papierpic04
Altes Analogfoto als ein Bagger von einem Tagebau zu einem anderen versetzt wurde.

Ist das Licht gut, hat man wenig Staub in der Luft. Hat man Zeit um Bilder zu machen. Kommt noch ein kleines weites Problem auf einen zu. Bis jetzt kann ich nie genau sagen wo die Bagger an welchem Tag stehen. Sie drehen ja nicht nur den Oberbau und das Schaufelrad. Nein dummerweise fahren sie auch noch hin und her. Schon oft hab ich erlebt das der Bagger morgens sehr nah war. Nachmittags als ich Feierabend hatte, war er jedoch weit weg. Zu weit.

papierpic03
Analogfoto , Als ein Bagger wegen Reparaturen auf einem Feld tagelang stand.

Tagebaubagger und Absetzer gut zu fotografieren ist also fast so schwierig wie Aufnahmen vom Meer zu machen. Da müssen, Licht, Gezeiten und wenn möglich der Wellengang auch zusammen passen.

Richtig selten erwischt man bei den Baggern den Moment, wo er sehr nah ist. Es ist eine wirklich klare Nacht. Es ist kein Staub in der Luft. Und er steht wirklich still. Das sind die Fotos die fast einen Seltenheitscharakter haben.

IMG_8953
Alles passte in dieser Nacht zusammen. Und auch der Werksschutz hatte nichts dagegen.

Wenn du es trotzdem versuchen willst. Dann wünsche ich dir viel Erfolg.

Noch ein paar wichtige Worte am Ende. Sicherheit ist das oberste Gebot. Es gibt keinen Zaun oder ähnliches um das Gelände. Und im Dunkeln ist es schnell passiert das man die Abbruchkante übersieht. Die größeren Bagger haben eine Arbeitshöhe von 90 Meter. Sprich 45m nach oben und 45m nach unten. Meist arbeiten sie nach oben. Doch ich möchte nicht 45m runterfallen. Weil der Boden unter mir plötzlich nachgibt. Es gibt bei jeden Tagebau 1 oder 2 Aussichtsplattformen. Benutzt diese zu eurer Sicherheit. Und seit nicht so schlau die Erdwälle am Rand zum klettern zu verwenden.

Ihr befindet Euch bei der ganzen Sache auf einem Werksgelände. Und seit ein paar Umweltaktivisten den Betrieb empfindlich gestört haben. Ist mit dem Werkschutz nicht gut Kirschen essen. Die Jungs machen auch nur Ihren Job und wollen das ihr gesund heimfahren könnt.

_MG_9660
Canon 70D  + 24 -105 USM 1:4 L IS ISO100 24mm f6,3 13sec

Eigentlich waren Stefan und ich auf der U-Bahn Tour. Wir wollten bei schlechten Wetter wieder U-Bahnstationen in Essen fotografieren. Leider hatten wir auf dieser Tour ein wenig Pech. Die schönen Stationen hatten wir vorher schon abgelichtet. Was wir am Dienstag gesehen haben, war dann schon sehr ernüchternd. Doch was macht man in dem Moment. Man benutzt das Parkhaus als Standort für schöne Nachtaufnahmen der Essener City.

_MG_9658
Canon 70D  +  24-105 USM 1:4 L IS ISO100 24mm f10 8sec

Schön war der Standort auch, weil man das Treiben am Taxistand wunderbar betrachten konnte. Absolut lustig war allerdings das Schild was im Parkhauseingang hing. „Fotografieren im Parkhaus und auf dem Freideck verboten“.  Im Parkhaus lohnt es sich nicht Fotos zu machen. Außer man steht auf Urbex was noch nicht ganz verlassen worden ist. Eigentlich sollten die Nutzer des Parkhaus nicht mit Geld bezahlen, sondern mit Ziegelsteine oder Putz.  Das Freideck lässt sich übrigens nicht aufsuchen. Zugang zu Fuss oder über die Rampen sind zugeschweisst oder vergittert.

_MG_9653
Canon 70D + 24-105 USM 1:4 L IS ISO100 24mm f10 15sec

Trotz des Verbotes haben wir dann doch Bilder gemacht. Außer Hausverbot kann einem ja nichts passieren und noch einmal werden wir nicht das Parkhaus aufsuchen.  Nette Geschichte am Rande. Wenn du keine Treppen steigen kannst, dann hast du Pech gehabt. Ab 22 Uhr sind die Aufzüge abgestellt. 🙂