Morgen

Guten Morgen lieber Morgen.  Heute bin ich etwas früher aus dem Bett gefallen. Um einfach ganz entspannt in den Tag zu starten. Wobei starten bei mir ja relativ ist. Relativ langsam oft. Relativ hecktisch meist.

Relativ langsam komm ich aus den Bett. Wenn dieses erfolgreich erledigt ist. Wird es relativ hecktisch. Erst die 3 K abarbeiten. Dann den wohlgenährten Körper mit warmen Wasser und reichlich Pflegeprodukten auf Betriebstemperatur bringen.

Und ab hier unterscheidet spalten sich die täglichen Wege. Entweder geht es ins  Büro oder an den Schreibtisch.

Der Vorteil vom Homeoffice ist dabei nicht von der Hand zu weisen. Klamottentechnisch kann man da ein wenig schlumpig sein. Im Unterhemd, nein ich trage diese hässlichen weissen Feinripp nicht, kurzen Freitzeitshorts und FlipFlops. Kann ich ja schlecht ins Büro fahren. Könnte ich schon. Nur die Büroettikete hat etwas dagegen. Bei dieser wird  wenigstens ein Shirt vorgeschrieben.

Homeoffice hat da den Vorteil. Mich sieht keiner. Abgesehn von den Fellnasen. Die mich allerdings nicht verraten. Wobei ich diese tagtäglich mit kleinen Lecherein besteche.

Ob es ein Vorteil ist oder nicht. Ich kann es nicht sagen. Habe ich jedoch festgestellt. Das mein Heimbüroleben. Mich immer mehr dazu gebracht hat. Sehr luftig bekleidet zusein.

Frühmorgens in Hemdchen und kurzen Hosen bei unter 20 Grad im Freien zu sitzen. Kaffeeschlürfen, Kippchen rauchen und den Vögeln zu zusehen. Das wäre vor 3 Monaten undenkbar gewesen. Und Heute. Strümpfe und Schuhe an den Füßen. Sind schon fast eine Strafe. Lange Hosen eine Qual. Kühler Wind auf nackter Haut eine Wohltat.

Und ich frag mich langsam. Ob ich mit zunehmenden Lebensalter zum Nudisten werden. Gut , ich vollkommen nackt. Ist kein besonders schöner Anblick.  Nur schau ich mich ja nicht selbst an. Außer es ist ein Spiegel vorhanden. Und was die Leute von mir denken. Ist mir in fortgeschrittenen Alter auch mehr und mehr egal.

  • Freiheit für die Haut.
  • Freiheit für den Kopf.
  • Freiheit in den Gedanken.
  • Freiheit in den Worten.

Eine schöne Tatsache und ein noch schönerer Gedanke. Wären die Menschen friedvoller, wenn sie nur noch halbnackt durch die Welt gehen müßten, könnten, dürften?


Freiheit für die Gedanken. Mit einen kleinen Kaffee dazu. Ich freu mich über jede kleine Kaffeespende. Ein Euro für freie Gedanken. Den Kaffee ist der Treibstoff des Künstlers.




 


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