Zuhören

Zuhören. Das einfach Zuhören. Das haben wir alle verlernt. Haben uns es abgewöhnt.

Nein, das flüchtige Hören kennen wir alle. Hören die Worte des Gegenübers, die Worte von Nachrichten.- und Wettermann. Hören die Worte der Bosse und Börsenberichterstatter. Hängen an den Lippen von Influencern und Werbeonkels. Folgen den Worten des Finanzberater. Lauschen Worten, welche oft nur wenig Wert für uns selbst haben. Und nur das eine von uns wollen.

Wir hören ab und an den Worten von Freunden, Partnern, Gönnern, Bekannten und Kritikern zu. Oft zu flüchtig, oft zu oberflächlich. Oft mit nur einem Ohr.

Wir hören vieles, hören vielem zu. Lassen uns beschallen und hören doch nichts. Hören nicht richtig hin und verstehen dadurch nichts.

Nichts hören wir, besonders das was wichtig ist überhören wir. Merken es nicht einmal, wie wenig wir zuhören.

Wir hören nicht das Fallen des Tropfens. Hören nicht den sachten Wind in der Baumkrone. Hören nicht die Tiere in Wald. Hören nicht das sanfte Plätscherns des Bach. Und hören nicht das innere unseres Gegenübers.

Taub sind wir für die leisen Töne der Gefühle, des Lebens und auch der Vergangenheit. Hören nicht die Ängste der Menschen in unserer Nähe. Hören nicht die Liebe und Zuneigung des anderen.

Nur das laute Geschrei der Möchtegern, der vermeintlichen Macher, des Reichtum und der Macht dringt in uns vor.

Wir hören nicht einmal auf uns selbst. Hören nicht, was uns guttun könnte. Hören nicht die Warnungen aus dem eigenen inneren.

Wir hören einfach nichts mehr. Und können auch nicht mehr zuhören.

 


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