Wartezeit

Da sitze ich nun und warte. Warte auf das Ergebnis des abgeschlossenen Projektes.

Doch irgendwie finden die Paketzusteller am heutigen Tag nicht die Klingel, die am Briefkasten montiert ist.

Zwei von den Jungs haben die Karten in den Kasten geworfen. Weil ja keiner da war. Ich war da. Aber sowas von da. Seit einem Jahr bin ich ja da. Immer da. Bis auf wenige Ausnahmen abgesehen.

So gerne möchte ich euch doch ein kleinen Einblick in den Bildband geben. So gerne möchte ich mein Ego streicheln. Es zu einem Werk gebracht zu haben, über das man spricht.

In welcher Art ist dabei doch egal. Negative Erwähnung ist das neue positiv. Oder das alte Schema? Wobei mir es natürlich sehr gefallen würde, wenn es ein paar Menschen gefällt.

Noch besser würde es mir gefallen wenn es für ein paar Menschen eine Inspiration ist. Wenn es Menschen dazu bringt es besser zu machen, besser als ich es konnte.

Vor vielen Jahren hab ich ein paar Schülern ein Hobby aus Modellbau und Rennsport beigebracht. Es hat kein halbes Jahr gedauert, da haben mich die Jungs in Grund und Boden gefahren. Der alte Mann hatte keine Chance mehr. Nur im technischen und modellbauerischen konnte ich sie schlagen. Doch selbst das wurde immer geringer. Technisch holten sie auf, und ich war nur noch für den Modellbau zuständig.

Doch es erfüllte mich mit unglaublichem Stolz, wenn die Jungs auf den Rennstrecken Siege und Platzierung einfuhren. Das sie mich dabei nicht vergessen haben. War für mich ein Wunder.

Doch es hilft nichts. Ich kann euch nichts zeigen. Das Paket dümpelt noch irgendwo auf der Welt rum.  Bis es hier ankommt kann ich nur warten, warten und weiter warten. Und euch ein kleines Bildchen zeigen, bei welchem ich auch warten musste. Warten, wann der Blitz im richtigen Moment zu Erde stürzt.


An dieser Stelle freue ich mich gerne über eine kleine Kaffeespende. Den Kaffee ist der Energiespender aller Künstler in jeder Jahreszeit. Besonders für die, die keinen Alkohol trinken. Per Paypal einen Euro für einen Kaffee.