Verwundert……

Seit ein paar Jahren lese ich regelmäßig den einen oder anderen Blog. Mal mit mehr mal mit wenig Kopfschütteln. Besonders, wenn es um den Blog auch um politische Einstellung geht. Da schüttel ich oft den Kopf und winke innerlich ab.

Doch was ich jetzt in den letzten Tagen lesen durfte. Grenzt an Überheblichkeit und, man möge mir die Worte verzeihen, an Dummheit. Eine Dummheit die der Person nicht einmal übelgenommen werden kann. Das ist im Grunde das eigentliche Dilemma. Es ist die Dummheit, welche den Mensch langsam anerzogen wurde.

Der Mensch, wir nennen ihn mal der Sportler, der diese Worte geschrieben hat, lieferte schon oft Texte, die man wenig ernst nehmen sollte. Satire soll es sein. Nur mit der Wortwahl seinerseits. Ist die Satire nicht richtig ausformuliert. Oder er meint es leider wirklich Ernst.

Wen letztes wirklich der Fall sein sollte. Da liegt die Vermutung na. Das übertriebener Sport doch ernste Nebenwirkungen hat, als es den Anschein hat. Den was der Sportler so in einen seiner letzten Texte dahin geschrieben hat. Ist völlige Ahnungslosigkeit oder dumpfe Gutgläubigkeit zu den Medien?

Und die Medienhörigkeit des Sportlers verwundert mich so gewaltig. War er doch lange Zeit bei einem viertklassigen Sender angestellt. Unser Sportler sollte also schon wissen. Das die Medien in den hiesigen Land alles andere als objektiv und politisch neutral sind.

Doch was macht unser Sportler? Er haut Thesen in die digitale Welt, deren Ursprung in der bundesdeutschen Medienlandschaft seit Jahren verbreitet werden. Ohne Sinn und Verstand. Gut 60 Jahre Axel Springer, Burda, Bertelsman und WAZ Gruppe hinterlassen in den Köpfen Spuren. Und beileibe nicht die besten. 60 Jahre propagierte Demokratie allerdings auch.

Unser Sportler bezeichnet die Bürger im Osten des Landes als undemokratische dumme Rechte. Wobei er betont, nicht den Einzelnen zu meinen. Doch nimmt er sie in Sippenhaft. Grenzt aber den Leser seiner Zeilen aus, der aus dem Osten kommt und links wählt. Um Ihn nicht zu vergraulen. Den Follower sind halt ein wertvolles Gut. Gedanklich wird er den Satz anders formulieren „Im Osten wohnen nur recht AFD Nazis„. Ich möchte behaupten, dass unser Sportler sich überhaupt nie mit den Leuten im Osten unterhalten hat. Warum sie nicht auf der neolinken Welle der Gesellschaft West mitschwimmen.

Schweifen wir mal kurz von unserem Sportler ab.

Viel, sehr viele Menschen aus dem Osten sind nach der Wende notgedrungen in die alten Bundesländer gezogen. Manche nur als Pendler. Viele aber dauerhaft. Was sie in den Städten der so hochgelobten Weststädte gesehen und lebt haben. Dürfte ihre Meinung gebildet haben.

Die Ossis, wie sie von der Westdeutschen Presse boshaft bezeichnet wurden, sahen die Stadtteile in den kaum noch ein Einheimischer lebt. Sie sahen die Straßenzüge wo das Gesetzt der Familienclans über den Gesetzen des Staates stehen. Sie sahen Drogendealer in dunkleren Hautfarben. Sahen die politisch gewollte Machtlosigkeit der Ordnungskräfte. Wurden vielleicht selbst Opfer der Migranten Gangs. Und das was die Ostdeutschen sehen gefiel ihnen nicht. Auch das die Westdeutschen in 60 Jahren Medienpolitik verlernen mussten. Stolz auf ihr Land zu sein.

Was dann passierte war mehr als verständlich. Die Ostdeutschen wollten kein Duisburg-Marxloh, kein Berlin-Neukölln, kein Düsseldorf-Oberbilk in ihren Städten. Wie Rostock, Schwerin, Gera, Cottbus und viele andere. Wollten kein Staat im Staat in einer Stadt. Sie wollten das was sie nun zu zweiten Mal nach 1945 aufbauen mussten. Nicht an Gangs aus fernen Ländern verlieren.

Integration Ost bedeutet, der hinzugezogene passt sich an die Einheimischen an. Während Integration West bedeute, der Einheimische hat die Gebräuche der Fremden anzunehmen und zu lobpreisen.

Der Ostdeutsche hat beileibe nichts gegen die russischen, polnischen, türkischen oder italienischen Kollegen. Die mit ihm am Fließband stehen. Mit den man sich Abend auf ein Bier trifft. Er hat nichts gegen den Dönnerman oder die Pizzabäcker aus Rumänien. Er hat nichts gegen die Nachbarn aus Tschechien. Er hat nur etwas gegen Dealer aus Afrika, kriminelle Banden aus dem osteuropäischen oder arabischen Raum.

Denn während der Ostdeutsche auf den Amt um zusätzliche Leistungen betteln muss, bekommt die Großfamilie aus Südosteuropa bis zum Anschlag in den Arsch geschoben.

Der Ostdeutsche beschwert sich lautstark, der Westdeutsche hält die Fresse. Den er darf ja nicht als fremdenfeindlich gelten. Er hat ja den Krieg verloren. Und steht in der Schuld seit 60 Jahren. Ja der liebe gute politisch korrekte Westdeutsche. Die Fahne kommt nur zum Länderspiel an Fenster. Die Kirche verleugnet er. Den Medien glaub er.

Jenen Medien, welche nicht erst seit den gefälschten Hitlertagebüchern einen zweifelhaften Ruf zur Wahrheit hatte. Jenen Medien die über Menschen Lügen verbreiteten. Nur, weil diese Menschen nicht bereit waren über ihr Privatleben ausführlich zu sprechen. Jenen Medien die gerichtlich verpflichtet wurden, einen Gegendarstellung auch abzudrucken. Jenen Medien die bei einem Verdachtsfall einen Vernichtungsfeldzug von Zaun brechen. Jenen Medien den der Werbekunde wichtiger ist, als die Wahrheit.

Wahrheit tut weh.

Doch kurz zurück zu unserem Sportler. Haut er doch sein gigantisches Halbwissen in die Tastatur.

Wussten Sie übrigens, dass die Treuhand ein durchaus erfolgreiches Konzept war, aber aus verschiedenen Gründen unter einem unberechtigt schlechten Image leidet? Aber es ist ja zu anstrengend, sich mit detallierten Fakten zu beschäftigen.

Ohm woher hat er diesen Schwachsinn?

Seit Jahren ist durchaus bekannt, das die Treuhand der größte Geldvernichter der jüngsten bundesdeutschen Geschichte war. Da wurden Betriebe an den westlichen Mitbewerber verramscht. Damit man den östlichen Konkurrent sich von Leibe halten konnte und gleichzeitig noch billigen Zugriff auf die Technologien bekam. Steuergelder wurden für die Erhaltung von Arbeitsplätzen in die Käufer gepumpt. Damit der längst defizitäre Betrieb im Westen gerettet werden konnte. Werften wurden an den Investor aus den Westen verkauft, damit diese noch die bereits bestehenden Aufträge abrechnen konnten. Um dann die Werften zu schließen.

Grundstücke in den Innenstädten wurden verschenkt, die Häuser darauf ließ der neue Eigentümer verfallen. Die Sahnestücke wurden verramscht der Rest abgewickelt. Nur selten hatte die Treuhand einen Glückstreffer. Zu selten muss man leider sagen.

Eigentlich kann unser Sportler ja überhaupt nichts an seinem Halbwissen. Ist er doch nur ein Opfer der hiesigen Medien und Verlagslandschaft. Fachliteratur und Bücher die den Osten, die Treuhand und die DDR im Allgemeinen. Von einer ganz anderen Seite betrachtet haben. Und damit zu ganz anderen Ergebnissen gekommen sind. Werden nicht gedruckt und veröffentlicht. Steckt doch hinter jeden Verlag ein Konzern, der wenig Interesse an der Wahrheit hat.

Lügen werden durch das permanente Wiederholen der Lüge zur vermeintlichen Wahrheit. Die vermeintliche Wahrheit wird zu Fakten. Und Fakten spiegeln die Wahrheit.

Zum Abschluss dieses Textes bleib nur noch zu sagen.

Ein zu viel an Sport scheint das objektive Denkverhalten nachhaltig zu stören. Man sagt das Sportler ein Ziel brauchen. Ein Ziel was sie erreichen wollen. Und auch den Kampf gegen sich selbst. Sportler und Soldaten sind da fast gleich. Für Höchstleistung, Mut und Ausdauer benötigen sie ein Feindbild. Und diese Feindbild hat unser Sportler gefunden.

Vielleicht braucht er das Feindbild auch. Um über das Versagen seiner politischen Partei hinwegzukommen.

Und mit diesen Worten möchte ich den Text beenden. Das Motto der heutigen Zeit ist.

„Bist du nicht links, bist du ein Nazi.“