unperfektperfekt

Das mit Schönheit und dem Auge ist ja hinlänglich bekannt. Und auch gut so. Und dann gibt es die Ansicht des perfekten. Doch was ist das perfekte Foto?

Mit Sicherheit nicht das, was uns vielfach vorgehalten wird. 2/3 Regel oder war es die 4/3 Regel, Goldener Schnitt oder silberne Spirale? Alles schöne Sachen und oft auch hilfreich.

Schärfe, unendliche Schärfe wird für das perfekte Bild zwingend vorausgesetzt. Die letzte Hautpore muss zu erkennen sein. In einer Gleichmäßigkeit, welche kaum der Natur entspricht. Jeder Fase eine Feder soll, nein muss digital scharf zu zählen sein.

Tausend Regeln und unendliche Schärfe zeichnen das perfekte Bild aus. Nein.

Ich für meinen Teil hab mich von den austauschbaren perfektem Bild verabschiedet. Und mich dem unperfekten Bild zugewendet. Weil es genau dann perfekt ist, wenn es unperfekt ist. Es ist damit nicht austauschbar. Klingt komisch ist aber so.

Es gibt tausende Bilden wo das Model mit goldener oder silberne Farbe von Kopf bis Fuß angemalt ist. Fein säuberlich mit der Airbrush lackiert. Sieht immer toll aus. Doch es ist so oft zu sehen.

Ich hatte da was anderes im Kopf. Keine Airbrush, keinen Schwamm, nur die Hände wurden verwendet. Nicht gleichmäßig, sondern wild und unperfekt trocknete die Farbe auf des Models Haut.

Hier ein freier Fleck, da eine Farbspur. Herrlich unperfekt mein perfektes Bild. Handmade auf neudeutsch. Und was das schönste ist. Nicht wiederholbar 😉 und somit wird es perfekt unperfekt.

Einen kleinen Nachteil gibt es schon. Man muss ein dickes Fell haben. Um die Verfechter des perfekten Bildes zu ertragen. Den schließlich ist dann das Bild perfekt unperfekt.


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