Samstag Abend es stand eine Fototour an. Zusammen mit Freunden, Bekannten und neuen Bekannten zusammen auf Tour gehen. Um Fotos zu machen. Normalerweise bin ich kein Freund von solchen Veranstaltungen, doch ab und zu sind sie wichtig um neuen Input zubekommen. Neue Leute kennen zulernen und einfach einen schönen Abend zu erleben. Bei solchen Touren sind mir dann die Gespräche wichtiger als die Bilder. Dieses Mal war es ein wenig anders, wirklich anders. Gespräche gab es auch, jedoch hab ich mehr Bilder gemacht, hab mich mehr auf Motive und Kameraeinstellung konzentriert.

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Güterbahnhof Godorf

Erwartet hatte ich einen Güterbahnhof wie in Hagen-Vorhalle. Doch es kam dann doch etwas anders. Der Güterbahnhof in Godorf ist Teil eines Chemiewerkes. Dementsprechend war es alles ein wenig kleiner und mit viel weniger Bewegung.

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Heller Punkt in dunkler Nacht

Die Straßenbahnhaltestelle daneben war auch wenige frequentiert. Es war ruhiger als auf den anderen Touren auf U-Bahnhöfen und sonstigen Verkehrswegen. Der große Vorteil in Godorf ist der Spot auf der Fußgängerbrücke. Güterbahnhof, Straßenbahn und eine Straße alles keine 100 Meter auseinander.

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Nighttraffic

Und so konnte man in Ruhe verschiedene Arten von Langzeitbelichtung machen. Anschließend sind wir alle Richtung Hafen Godorf gewandert. Ist nicht ganz legal, wenn man ehrlich ist. Man bewegt sich scheinbar auf einem Firmengelände. Zu unserer Gewissenserleichterung, wir sind gute Fotografen, haben nicht mitgebracht, nichts angefasst und nichts kaputt gemacht.

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Lautsprecheranlage

Dafür gab es jede Menge interessante Motive.

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Schüttguthafen

Auch wenn ich die ganze Zeit ein ungutes Gefühl hatte, waren wir doch auf einem privaten Gelände. Es gab so viele Motive die abgelichtet werden wollten.

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Hafenbecken Godorf

Zum Abschluß der Tour ging es dann noch in das Restaurant „Zur gelben Möve“

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Um diese Uhrzeit kam man sich in der „Gelben Möve“ allerdings vor als wäre man auf einem Kindergeburtstag 🙂 Man wird alt und merkt es nicht:)

Noch schläft sie die letzte und westlichste Kleinspurbahn in NRW.

Die Selfkantbahn verband einst Geilenkirchen mit Gangelt und somit den Selfkant. Heute gibt es nur noch ein kleines Stück welches von Hobbyeisenbahnern betrieben wird.

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Betriebshof Schierwaldenrath

Noch ist wenig vom rollenden Material zusehen.

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Ausfahrt aus den Bahnhof zum Betriebshof

Hier und da ein paar Waggons.

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nicht abgestellt, nur geparkt

Und ein wenig Zubehör

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Aus einer Zeit, wo Eisenbahnräder noch Kunstwerk war. Schön war es

Es herrscht noch Ruhe und Gelassenheit.

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Bahnhof Gillrath das Ende einer Zugfahrt. Endet irgendwie abrupt.

Noch kein Mensch auf den kleinen Bahnsteigen

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Das andere Ende. Weit ist es nicht aber wild romantisch.

Verschlafen in der noch kühlen Frühlingssonne

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Frisch gestrichen und bereit für die Gäste
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In weiter Ferne, liegen leider keinen Schienen mehr.
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Tankstelle für Stahlrösser
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Nach Ostern kommen sie hier wieder lang, um große und kleine Augen zum Leuchten zubringen.
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Die Weichen sind gestellt. Es kann Losgehen.

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Totems als Kunstobjekt

Dienstagabend .  Zusammen sind Stefan und ich wieder auf Fototour. Ziel an diesem Tag ist die Halde Haniel in Bottrop oder Oberhausen. Einheimische mögen mir es bitte verzeihen, aber in der Gegend gehen die Städte so fließend ineinander über das der Auswärtige da schnell den Überblick verliert.

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Zeche Proper-Haniel

Abfahrt war eine Stunde früher als sonst, da wir uns vorgenommen hatten. Von der Halde den Sonnenuntergang über dem Ruhrgebiet fotografieren wollten.

Am Zielort angekommen, gab es ein kleines Problem mit dem Weg. Zwar standen Schilder doch die kamen uns etwas merkwürdig vor. Stefan sprach einen Radfahrer an um nach den Weg zu fragen. Der Herr war so freundlich uns auf einen anderen Parkplatz zu schicken, da eine Brücke gesperrt ist.  Auf den anderen Parkplatz angekommen, ging es auch direkt los. Hinweisschilder oder Wegweiser leider Fehlanzeige. Also sind wir auf gut Glück die 158 Höhenmeter hoch gelaufen.

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Dunst über Oberhausen

Oben angekommen, gab es leider keine richtig gute Sicht. Ein Dunst lag über dem Pot, wie ein feiner Nebel. Wolken waren am Horizont.

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Auf dem Display sah es aus wie ein Schmutzfleck

Wir haben dann trotzdem noch ein paar schöne Bilder gemacht. Leider ist es auf der Halde selber sehr karg.

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Bergarena. man sieht wie kahl es ist.

Auf den obersten Plateau ist kein Baum, kein Strauch, kein Grün. Nur kahle Steine. Eigentlich wollte ich ein Timelap Video bis in die Dunkelheit drehen, doch auf Grund des sehr kalten Wind und der schlechten Sicht, hab ich das nach 2 Stunden angebrochen.

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ActionCam aus China im Einsatz

WIr haben dann zusammen gepackt und uns auf dem Rückweg gemacht. Und hier gab es dann wieder die Problemchen mit den fehlenden Wegweisern. Irgendwann haben wir uns dann dazu entschlossen den mörderischen Downhill Weg der Fahrradfreaks zu benutzen. In stockfinsterer Nacht ein übles Abenteurer und dazu gefährlich.

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Ruhrgebietromantik
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Sonnenuntergang zwischen den Totems

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An manchen Tagen laufen die Planungen einer Fototour völlig aus dem Ruder. Was aber eigentlich gar nicht schlimm ist.

Mein Freund Stefan von STreulicht hatte sein Ultraweitwinkel im Fotorucksack. Das wollte ich einmal ausprobieren. Und so entstanden auf unserer wöchentlichen Fototour ein paar ungewöhnliche Bilder.

Freunde der guten Architekturfotografie werden sich jetzt aufschreien und sagen „Es geht auch besser. Es geht viel besser“.

Es ging mir aber überhaupt nicht darum Fotos zu machen, die „normal“ sind. Sondern einfach ein wenig mit ungewöhnlichen Sichtweisen zu spielen. Ja zu experimentieren.

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Es ist nicht immer leicht die genaue Mitte zu finden. Besonders dann, wenn noch irgend etwas im Weg steht.

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Durch die verschobene Perspektive kommen interessante Bilder heraus.

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Stürzende Linien ? Was ist das? Ultraweitwinkel machen krumme Linien. viel interessanter.

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Ich möchte mich bei der Rheinbahn ganz herzlich bedanken. Für die Erlaubnis der Fotoaufnahmen.