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Eines der Wohnhäuser, nict groß aber irgendwie gemütlich.

Am zweiten Tag unserer Reise besuchten wir ein verlassenen Kinderferienlager. Nachdem wir den Minibus verlassen hatten und den kurzen Weg durch den Wald gelaufen sind. Erkenne ich wo wir sind, ab dem Moment geht es mir gar nicht mehr gut.

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4 – 6 kleine Menschen hatten bestimmt gut Platz drin.

Ich weiß sehr wohl, das die Art und Weise der Kinderferienlager in der UdSSR (Russland/Ukraine noch vereint) ganz anders war. Das es viel mehr Drill auf Sozialismus und Armee vorhanden war. Das es strenger war, mehr Struktur hatte.

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Limonade, Schokolade und alles was Kinder gerne hätte. Der Lagerladen.

Doch genau wie wir im etwas freieren Osten Deutschland, genauso hatten die Kinder in der Sowjetunion Abenteuer und wilde Freiheit in ihrem Ferienlager.

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Eine Kinderstadt im Wald am See.

Und so laufe ich wie betäubt durch das Gelände, erkenne die Struktur, den Aufbau. Sehe wo Spiel und Spaß stattfanden und wo es fast militärisch war.

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Kinderlos, sinnlos

Ich kann das lachen der Kinder zwischen den Bäumen fast hören, seh sie vor meinem inneren Auge.

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Heute kommen nur ein paar Erwachsene

Nur schwer kann ich es fassen, das es nie mehr Kinder an dieser Stelle geben wird. Die wild durch den Wald rennen. Den Betreuern aus der strafen Hand gleiten um einfach Kinder zu sein.

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Wenn sie nur erzählen könnten.

Das Kinderlachen ist für immer verschwunden. Nur der Wind streift durch die Bäume.

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Spielzeug für jung und alt, heute nur ein stummer Zeuge.

Ich weiß nicht ob die anderen Reiseteilnehmer so empfinden können wie ich und offen ist es mir auch sehr egal. Jeder Blick durch die Kamera wird dabei zu persönlichen Qual.

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Am Anfang hatte jeder Heimweh, da waren liebe Worte von Mama und Papa tröstlich.

Zu gerne möchte ich mich einfach auf den Boden setzen und meinen Gedanken nachlaufen, den eigenen Erinnerungen folgen. Doch ich darf es nicht, so stand es in den Hinweisen und Richtlinien.

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Radioaktivität ist eine Sache die man nicht sieht, nicht hört nicht schmeckt. Und trotz dem Laub der letzten 30 Jahren kann man nicht erkennen ob und wo Strahlung vorhanden ist.

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Suchscheinwerfer für die kleinen nächtlichen Ausreißer.

Je mehr ich mich umsehe, umso mehr zieht sich der Knoten in meinem Hals zusammen. Ich will nur noch weg. Will nicht das jemand meine Tränen sieht, will nicht das jemand erkennt wie es mir geht. Bis zu dem Zeitpunkt war es Abenteuer, jetzt fängt es an, das die Gedanken sich ändern.

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Verbindungslos. Es ruft eh keiner mehr an.

Kinderlachen geopfert für ein militärisches Experiment, mit einer Technik die man nicht wirklich unter Kontrolle hat. Jedenfalls damals noch weniger als heute. Einer Technik die nur zum Vernichten gedacht war. Einer Technik die für die zivile Nutzung nie bis zum Ende durchdacht war und nie zu Ende entwickelt wird. Nicht in Russland, nicht in Europa und auch nicht in Amerika. Tausende Kinder können nicht in den Wäldern toben, streiten, lachen und glücklich sein. Danke ihr Militärs weltweit.

Der Besuch eines abstrakten Ortes Teil 1

Der Besuch eines abstrakten Ortes Teil 2

An meine Kindheit im Osten der Republik hab ich noch viele Erinnerungen. JA es war nicht alles schlecht im Osten.

Freundschaft wurde groß geschrieben und wird es auch heute noch. Nur leider wird dieses im Laufe der Generationen auch irgendwann einmal vorbei sein. Doch das ist ein ganz anderes Thema, ob ich dieses hier irgendwann einmal wieder aufgreifen werde, steht noch in den Sternen.

Wie dem auch sei. In der Schulzeit gab es im real existieren Sozialismus für alle Kinder die Möglichkeit einen Teil der Ferien in Ferienlagern zu verbringen. Meist war dieses von den einzelnen VEB Kombinaten betrieben.

Der Sinn dieser Ferienlager, war natürlich, einen guten kommunistischen Bürger zu erziehen, damit muß man früh genug anfangen und es darf sich nicht nur auf die Schule begrenzen. Aber irgendwie hat das jedenfalls in meinen Ferienlagern nie geklappt. Jedenfalls nicht in den Wochen, wo ich als Kind ein Teil des Ferienlagers war. Im Sommer waren wir 2 Wochen, später 3 , im Winter 1 Woche in einem dieser Ferienlager. Es war eine sehr gute Zeit. Man könnte es auch als Superjellezig, der Kölner mag mir die falsche Schreibweise verzeihen, aber so war es.

Frühsport. ja mal die ersten 2 Tage. Danach wollten die Studenten die uns betreuten doch lieber selber ausschlafen. Der morgendliche Fahnenappell war auch nur in den ersten Jahren ein fester Bestandteil der ersten 2 Tage.

Dafür nahmen Wanderungen, baden im Sommer, Schlitten fahren im Winter, später dann Party machen die Hauptaktivität ein. Es waren unbeschwerte und freie Wochen in jedem Sommerferien und Winterferien. An Dinge an die man sich gerne erinnert.

Irgendwann war man zu alt, irgendwann war ich in einem anderen Land. Das Leben hatte sich geändert. Doch irgendwann holte die Erinnerung einen wieder ein, an diese schöne Kinder und Jugendzeit.

Und so machte ich mich fast 30 Jahre später auf die Suche nach dem Ort. Um es vorweg zunehmen. Leicht war es nicht. Achtet man als Kind wenig, besonders wenn man in einer Gruppe unterwegs ist, wo der Bus hinfährt. Ich wußte nur noch der Ort hatte etwas mit einem Insekt im Namen.

Zwei Jahre lang, immer wenn wir auf Besuch in meiner alten Heimat waren, suchte ich diesen Ort. Doch es war nie der richtige dabei. Und leider gab es keine Personen mehr, ich hatte die Namen der damaligen Freunde vergessen, die mir einen Tip geben konnte.

Letztes Jahr im Dezember war es dann wieder soweit, ich hatte eine neue Spur. Eine neue Idee. Und so fuhr ich los. Mit wenig Hoffnung das ich den richtigen Ort bei Google Maps gefunden hatte.

Das Navi sagte irgendwann „Rechts abbiegen dann haben sie das Ziel erreicht“. Doch es sah anders aus, nicht so wie ich es noch als Erinnerung im Kopf hatte. Doch ich fuhr die Straße weiter. Und plötzlich war es da, das Gefühl des Angekommenseins. Zwei kleine Kurven und ich war sicher.  Nach 1 km stand ich genau da wo ich die ganzen Jahre hin wollte. An den Ort der Vergangenheit.

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Ferienlager von Micromat

Nur wenig hat sich verändert in den vergangenen Jahren. Die Bäume sind größer, das Dach neuer. Die billige brit. Telefonzelle gab es auch nicht. Doch die Zeit schien still zu stehen. Und auch in mir gab es einen Zeitreise zurück. Ich sehe uns. Wie wir die Treppe hochrannten um unsere Zimmer zu beziehen. Mit 6 – 10 Jungs in einem Zimmer. In Etagenbetten. WC und Dusche auf dem Gang.  Ich glaub, ich verrate nicht neues, wenn ich hier sage, das es nach ein paar Tagen nicht gut in dem Zimmer roch. Egal wir waren Kinder und frei.

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Jedes Jahr bebte das Gebäude unter uns.

Ein Jahr war das Zimmer direkt über dem Eingang, ein anderes rechts neben der Eingangstür, ein anderes im Anbau oben. Der Speisesaal im Anbau unten. Das Essen war nicht wie bei Mama, aber wir sind alle satt geworden.

Oft sind wir im Sommer 2 – 3mal in die CSSR  (Tschechoslowakei) gewandert. Und später an Nachmittag natürlich wieder zurück. Und weil wir Kinder nie kontrolliert wurden, Trugen wir in unseren Rucksäcken das gute Böhmische Bier von unseren Betreuern. Das dabei die eine oder andere Flasche zu Bruch ging. Ja das war der Lohn für unsere Schlepperei. Heute undenkbar. Damals einfach nur eine lustige Randgeschichte.

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Natürliche Flaschenbierkühlanlange

Komischer Weise gingen die Flaschen immer nach einer Runde kühlen im Bach gegenüber von unserem Ferienlager zu Bruch wenn sie leer waren. 🙂 Nein wir haben sie nicht zerschlagen. Aber irgendeine Ausrede muß man ja haben wenn es weniger Flaschen waren :).

Bis heute kann ich nicht sagen. Ob unsere Betreuer den Schwindel wußten oder wirklich annahmen das es Verluste beim Transport gab. Es war auf alle Fälle eine WINWIN Geschichte.

An dieser Stelle möchte ich aufhören. Sonst würde dieser Blog eine Reise in die Vergangenheit.

Falls Ihr auch so schöne Erinnerungen an eure Kindheit hab, schreibt sie ruhig in die Kommentare.