Sonntag Spezial

Ausnahmsweise gibt es heute zwei Beiträge von mir. Weil Sonntag ist. Weil ich mörderische gute Laune habe. Und, weil ich es immer schön finde. Wenn ich meinen Lesern ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

Auf den zwei folgenden Bilder. Ist nicht das Model das Hauptmotiv. Sondern der durchaus wohlgenährte Fotograf. Mit dem wallendem Haupthaar.

Die Bilder sind bei einem Shooting im Sauerland entstanden. Ich der hier nun das Hauptmotiv liefere. Die Bilder sind ohne mein Zutun entstanden.

Im Nachhinein fand ich sie recht lustig. Besonders dadurch. Dass sie mich genau in dem Moment zeigen. Wo ich vom aufrechten Fotografenstand. Mich zum knienden Fotografenstand  befand.

Klar seh ich darauf absolut doof aus. Doch sollte man sich davon nicht abhalten lassen. Sondern mehr Augenmerk auf den sicheren, festen, gewichtsausgleichenden Stand lenken. Jenen Stand der von existenzieller Bedeutung bei ultrascharfen Bilder ist. Keine noch so kleine Bewegung. Darf in den Körper des Fotografen sein. Wenn er das Model ablichtet.

Deshalb ist ein Durchdrücken des Hauptstandbein. Unbedingt zu vermeiden. Damit Erdschwingungen durch die gewinkelte Beinhaltung abgefedert werden können.

Auch die Fußstellung ist von bedeutender Wichtigkeit. Nur die Ausrichtung von exakt 90° zur Kopfdrehung. Garantiert das der Fotograf nicht aus der Waage zur Bildachse gerät. Um genau den Fokuspunkt im zentralen wichtigen Bildelement halten zu können.

Nicht zu verachten ist auch die Balance des gesamten Oberkörpers. Der Hintern muss im richtigen Abstand zur Fußstellung herausgedrückt werden. Um das perfekte Gegengewicht zur Wampe herzustellen. Was ich allerdings noch nicht herausgefunden habe. Welchen elementaren Einfluss die Höhe und Neigung der Arme haben.

Was ich allerdings sagen kann. Wenig Haupthaar gibt dem Wind wenig Angriffsfläche. Um den Fotograf aus dem richtigen Blickwinkel zu drücken. Das verlangt allerdings im Vorfeld eines jeden Shootings. Eine perfekte Vorbereitung mit Rasur, Politur und Sonnenschutz.

Wie der Stand des Fotografen wichtig für ein gutes Bild ist. So darf man auch die Kleidung nicht unterschätzen.

Schwarz macht schlank und verbirgt wunderbar die Leibesfülle des Fotografen. Erzeugt auch keine störende Reflexe in verschiedenen Farbe. Wie sie durch bunte Kleidung erzeugt werden können. Nachteil ist allerdings die höhere Wärmeentwicklung bei Sonnenschein.

Dieses kann der ambitionierte Fotograf durch das Tragen von kurzen Beinkleidern recht gut ausgleichen. Um so einen Hitzestau am Körper zu vermeiden. Besonders geeignet sind dabei Cargohose. Da diese die Möglichkeiten bieten. Ein kleines Stofftaschentuch zu verstauen. Um die Schweißperlen auf des Fotografenstirn von Zeit zu Zeit zu beseitigen.

Oder um kleine Dinge gut zu transportieren und dabei am Mann zu haben. Handy, Geldbörse, Autoschlüssel und ganz wichtig Visitenkarten.

Wichtig wäre noch zu erwähnen. Das ein Tragen des Fotorucksack eine gänzlich andere Haltung des Fotografen benötigt. Dieses neue Haltung ist nicht kompatibel zu der Haltung ohne Rucksack. Und benötigt ein hartes und jahrelanges Training.


An dieser Stelle freue ich mich gerne über eine kleine Kaffeespende. Den Kaffee ist der Energiespender aller Künstler. Besonders für die, die keinen Alkohol trinken.




 


Und wer jetzt noch über meine, in jahrelanger Aufopferung reichen Selbstversuchen, versauten Figur lächelt. Macht das 🙂

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