Sonnabend

Wieder war es ein Sonnabend der mich nicht viel weiter gebracht hat. Keine neuen Bilder, keine neuen Texte. Überhaupt nicht neues. Stop. Ganz stimmt es nicht. Er brachte eine Menge verrückter Ideen. Doch sonst war er alles andere als produktiv.

Der Tag fing ganz normal an. Frühstück im Garten an dem kreative Platz, den ich immer noch nicht aufgeräumt habe, um ein Bildchen davon zu machen. Bei Büttergen und Kaffee nebenbei die interessanten Blogs lesen. Ein paar wenige Kommentare schreiben. Bilder von anderen Fotokünstlern ansehen und schon war das Frühstück vorbei. Und der normale Samstagswahnsinn sollte beginnen.

Einkaufen von Lebensmitteln für Mensch und Tier. Die holde Weiblichkeit trieb mich durch die einschlägigen Verkaufsstellen. Zickzacktour im Supermarkt. Wie ich es liebe. Der Puls war schon wieder extrem hoch. Und wie immer sprach ich leise zu mir. „Du musst ruhiger werden, es bringt doch nichts.“

Mit vollem Kofferraum ging es gen Wohnort. Den ich bekanntlich nicht als Heimat betitel. Auch wenn da ein Sängerknabe trällert „Heimat ist, wo du lebst.“  Der Sängerknabe hat da eine schräge Einstellung. Mein Wohnort ist mein zu Hause, aber nicht meine Heimat. Punkt.

Bevor es ans Ausladen und einräumen der gekauften Produkte ging. Wollte der Collie bespaßt werden. Helfen wollte er aber nicht. Gut ist auch nicht seine Aufgabe im Haushalt. Er bewacht lieber Haus und Hof. Und das recht gut.

Interessanterweise hat er gestern den Paketboten erst einmal aufs Grundstück gelassen. Um dann lautstark zu melden, das jemand da steht der hier nichts zu suchen hat. Worauf die zweite Fellnase im Schweinsgalopp in den Garten schoss, um nach dem Rechten zu sehen. Der Paketbote stand dann wie versteinert mitten auf dem Hof. Paket in der einen, Handy in der anderen Hand. Dumm war der Bote nicht. Er versucht mich anzurufen, damit ich ihn aus der misslichen Lage befreien konnte.

Nach Mittagessen und dem Versuch eines Mittagsschläfchens, der wenig erholsam war. Da mir, kaum lag ich waagerecht im Bett, seltsame Gedanken durch den Kopf flogen. Ideen für neue Bilder. Wenn das einmal in meinem Großhirn anfängt, ist an Schlaf nicht mehr zu denken. So entstand eine Einkaufsliste, welche ich demnächst in einen Spielzeuggeschäft für Erwachsene abarbeiten muss.

Verrückte Ideen halt. Was ich mit den Produkten hinterher mache? Ich hab keine Ahnung, bis jetzt jedenfalls. Ich bin aber froh, das die Ideen und die Kreativität zurück sind. Auch wenn es ein wenig schräg ist.

Da der Mittagsschlaf nun schon abgebrochen war. Konnte ich mich dem heimischen Garten zuwenden. Der eine Mischung aus verwildert und Ökolandschaft ist. Dafür kann uns niemand vorwerfen, wir würden zu wenig für die heimischen Insekten tun. Die einen stellen ein DIN A4 Insektenhotel auf, wir haben 600 qm Insektenparadies. Voll Öko.

Nachdem tonnenweise Grünschnitt kleingehäckselt und im Klaufix verstaut wurden. Gab es endlich mal Zeit, den seit 3 Wochen noch original verpackten Laubsauger in Betrieb zu nehmen.  (Amerk. Klaufix ist die östliche Beschreibung für einen KFZ Anhänger kleinerer Bauart)

Ehe man sich versah, war der Nachmittag auch schon vorbei. Die Haut auf der Schulter spannte ein wenig. Sonnenschutz verwenden nur Helikoptereltern. Und es war Zeit für das Abendmahl. Nicht die kirchliche, nein eher die weltliche Variante. Grillen stand auf den Programm.

Um es an der Stelle mal klar zu sagen. Ich bin ziemlich konservativ, wenn es um das Grillen geht. Auf ein Grill gehört Fleisch und Fleisch mit noch mehr Fleisch. Gemüse ist Beilage beim Grillen. Das gehört als Salat auf den Tisch. Aber niemals auf das Grill. Auch muss die Nachbarschaft mitbekommen, wenn ich den Grill zur Nahrungszubereitung verwende. Neumodische Geräte mit Gas oder gar Strom informieren die Nachbarn nur unzureichend über meine Grilltätigkeit. Das einzig Wahre ist Holzkohle. Ohne Aluschale zwischen Grillgut und glühender Holzkohle. Ob das ganze gesundheitsschädlich ist oder nicht. Interessiert mich wenig. Arbeit ist auch gesundheitsschädlich, interessiert auch keinen.

Schwubsdiewupps war der Tag vorbei. Und mir fielen noch von dem TV Abendprogramm die Augen zu. Nur noch schnell die Ergebnisse von Balltretten angesehen. Ein wenig gefreut. Und schon lag ich total erledigt im Bett.

Ende vom Lied. Kein Bild. Kein Text. Jede Menge Grünschnipsel im Hänger. Ein voller Bauch. 3 leere Dosen Gösser Radler bleifrei. Und für Euch ein Bild was schon länger gemacht wurde. Und nur noch auf die Veröffentlichung wartet.


An dieser Stelle freue ich mich gerne über eine kleine Radlerpende. Die Energielieferant bei schönen warmen Sommerwetter. Per Paypal einen Euro für ein Radler.