sechsacht

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Nur noch sechs oder acht Arbeitsstunden. Dann ist ein kleiner Kurzurlaub erreicht. Eine Woche ohne Handy, Laptop und Homeoffice. Eine Woche in der wir ja ich rede von der besten aller Ehefrauen und mir. Versuchen wollen ein wenig Ruhe zu bekommen. Möglichst keine Termine. Einfach mal herunterkommen.

Ich hatte mich bei dem letzten Beitrag wohl ein wenig missverständlich ausgedrückt. Der Trip nach Mecklenburg – Vorpommern. War nur ein Miniminiurlaub. Nicht das was man als wirklichen Urlaub ansehen kann. Dazu mussten zu viele Kilometer in zu kurzer Zeit gefahren werden. Was mit dem fortgeschrittenen Alters meinerseits auch nicht mehr so locker und lustig zu bewältigen ist.

Fast achthundert Kilometer fahr ich auch nicht mehr durchgehend Vollgas. Da ist jede Geschwindigkeitsregulierung eine willkommene Erholung. Und davon gibt es dann doch recht viele. So viele das es schon langsam zu Belastung wird. Und der ältere Fahrzeugführer die eine oder andere Pause mehr einlegt. Wobei ich ehrlich zugeben muss. Tiefflug auf der Autobahn hat seinen Reiz irgendwie verloren. Kurvenjagt auf den Landstraßen macht weniger Spaß. Mann fährt ruhiger. Mehr mit dem Blick auf die Landstraße statt auf die Tankuhr.

Um an Ende festzustellen. Das heutige Straßenplaner doch noch einmal die Schulbank drücken sollten. Denn Parkplätze an Landstraßen können diese Herren nicht mehr planen. Rechts Leitplanke. Links Leitplanke. Und der Kraftfahrer benötigt Windeln.

Nicht, weil er einen speziellen Fetisch hat. Sondern ist dies mehr der Tatsache geschuldet. Das er das drückende Bläschen nur schwer an Rande einer Landstraße entleeren kann. Leser die sich in den Ballungsräumen ihren Lebensmittelpunkt gesetzt haben. Werden dieses Problem weniger kennen. Stehen in diesen Landstrichen Fastfood-Ketten im stetigen Wechsel zu Tankstellen.

Die moderne Umgehungsstraße im ländlichen Raum. Vernichtet nicht nur Existenzen, durch ausbleibenden Durchgangsverkehr. Sie zwingt den Kraftfahrer auch zum Training der körpereigenen Verdauung und Entsorgungsorgane.

Dabei könnte schon ein kleiner Parkplatz mit Imbiss. So viel Gutes bewirken. Ist er doch Sammelpunkt für soziale analoge Kontakte. Damit Kommunikationspunkt. Wellness Oase für den hungrigen Reisenden. Familientherapeut, wenn die lieben Kleinen auf der Rückbank. Durst haben oder nur ein Eis mögen.

So ein kleiner Parkplatz ist Sicherheitspunkt. Wo Smartphone und Internetjunkies gefahrlos ihrer Sucht nach gehen können.

So ein kleiner Parkplatz ist auch Finanzminister oder Stadtkämmerer. Biete er die Möglichkeit. Das Temposünder, Gurtmuffel und Handydauernutzer ihren finanziellen Beitrag an die Gesellschaft leisten dürfen.

Also ihr lieben Verkehrswegeplaner aller Parteien. Ein kleiner Parkplatz am Rande der Landstraße eröffnet viel Möglichkeiten. Und bringt euch bestimmt Wählerstimmen. Klar kostet so ein kleiner Parkplatz etwas. Doch er bringt so viel mehr Nutzen. Kann er doch gut liegengebliebene Elektroautos Gefahrenlos aufnehmen. Bis ihr Akku wieder voll ist. Oder der Besitzer dieses Elektrogefährten. Einen Verwerter gefunden hat. Der den Sondermüll fachgerecht entsorgen kann.

Noch sechs oder acht Arbeitsstunden in der Tretmühle. Dann ist unser Kurzurlaub. Mit viel Erholung und frischen Ideen. Wobei ich mich jetzt schon frage. Was dann an Texten herauskommt.


An dieser Stelle freue ich mich gerne über eine kleine Eiskaffeespende. Den Eiskaffee ist der Energiespender aller Künstler in der Sommerhitze. Besonders für die, die keinen Alkohol trinken. Per Paypal einen Euro für einen Eiskaffee.




 


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