Zemove Stativkopf (Werbung/Produktbeschreibung)

Vor ein paar Wochen gab es ein Werbevideo bei Facebook. Gezeigt wurde ein Stativkopf der eine einfache Handhabung versprach. Schnell die Höhe zum Motiv ändern. In eine tiefe Position mit der Kamera kommen, wenn das Stativ zu hoch ist. Oder man seine Kamera nicht direkt in den Dreck legen will. Das ganze sah recht interessant und praktisch aus. Mein Freund Stefan war direkt davon angetan und kaufte das Teil.

Die erste Ansicht von dem Zemove sah recht gut aus. Schwarz eloxiertes Metal. Es dauerte ein paar Wochen als ich selbst den ZeMove kaufte. Als Shoperöffungsangebot. Für 47.90€ statt 94.90€, zahlbar über Paypal. Die ersten Wochen tat sich gar nichts. Nicht einmal ein Hinweis über den Bestellvorgang oder Zahlungseingang kam bei mir an. Ich überprüfte Paypal und siehe da. Das Geld war noch vorhanden. Merkwürdig.

Also noch eine Bestellung hinterher. Wieder keine Bestätigung, doch 4 Tage später lag ein Päckchen aus China auf dem Küchentisch. Der ZeMove war da.

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ZeMove an Canon 70D mit Batteriegriff

Kurz die Kamera drauf geschraubt und die erste Enttäuschung. Das Gewinde ist zu lang. Egal ob ich das Gewinde von der Kamera oder vom Batteriegriff verwendete. Jedesmal lag die Kamera nicht fest an dem Zemove an. Zwar ist ein Innensechskant an der Schraube, doch die ließ sich nicht nachziehen. Vermutlich ist die Schraube eingeklebt.Was auch durchaus Sinn macht. Für den ersten Test hab ich einfach zwei Unterlegscheiben zwischen Zemove und Kamera gelegt. Damit war die Kombination fest. Der ganze Kopf war aber zu leichtgängig eingestellt. Kein Problem, liefert der Hersteller einen passenden Inbusschlüssel direkt mit.

Also  die 4 Schrauben nachgezogen und die Kamera wurde in der Position gehalten. Was sich dann jedoch auf die Beweglichkeit auswirkte. Das ganze Klappen ging dann sehr schwer.

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Kamera nach vorne geneigt. Schwerpunkt muß beachtet werden.

Was man bei der Verwendung des Zemove jedoch beachten muß ist. Wo befestigt man die Kamera in dem Oberteil. Durch das Langloch kann man ein ganzes Stück vor oder zurück. Das ist wichtig, damit die Kombination nicht durch die Kopflast der Kamera kippt. Da muß man ein wenig probieren. Richtig stabil wird das ganze nur mit der Verwendung eines Statives.

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Zemove

Natürlich muß man dann ein wenig rumschrauben. Wechselplatte von der Kamera ab. Diese unter den Zemove, darauf die Kamera. Und dann das ganze auf das Stativ. Schnell ist das nicht gemacht. Doch man sollte sich eh Zeit bei der Fotografie lassen.

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im Hintergrund der zweite Zemove

Den größten Nachteil sehe ich jedoch in der Beweglichkeit des Zemove. Ohne den beigelegten Inbusschlüssel kann einem der Spaß an den Teil schnell vergehen. Denn bauartbedingt, werden sich die Schrauben an den Gelenken lösen. Ab dem Moment wird die Kamera nicht mehr gehalten und kippt aus der Position weg. Und so muß der Inbusschlüssel ein ständiger Begleiter des Zemove sein. Blöd ist nur, der Hersteller hat sich wenig Gedanken gemacht wo dieser Inbusschlüssel aufbewahrt werden soll. Eine einfach kostengünstige Lösung wäre es. In einen der seitlichen Blöcke eine Nut mit einer Bohrung am Ende ein zu fräsen. Wo man den Inbusschlüssel hinein stecken kann.

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Ohne festen Halt auf dem Untergrund ginge das nicht.

Etwas aufwändiger wäre es. Wenn man die Schrauben an den Gelenken durch Rändelschrauben ersetzt.. Also Schrauben die man mit den Fingern ohne Werkzeug anziehen kann. Es gäbe noch die eine oder andere Möglichkeit, das ganze sehr viel praktischer zu bauen. Was sich dann aber auch auf den Preis auswirken würde.

Der Zemove ist ein interessantes Zubehör mit kleinen Kinderkrankheiten zu einem Preis, der wenn er noch reduziert ist, in Ordnung ist. Mit ein wenig mehr Produktionskosten, könnte der Hersteller ein gutes Produkt herstellen.

Von der Firma Edelkrone aus den USA gibt es mit dem Flex TILT Head 2 für aktuell 149,90€ ein ähnliches Produkt. Welches eine Gelenkstufe mehr hat. Ob und wie dieses in der Handhabung besser oder schlechter ist. Kann ich nicht beurteilen, da ich diesen Kopf nicht habe. Es soll nur her der Vollständigkeit erwähnt werden.

Vor ein paar Tagen lag dann überraschender Weise ein neues Päckchen aus China auf dem Küchentisch. Seitdem liegen zwei Zemove auf dem Schreibtisch. Bei dem zweiten ist die Kameraschraube etwas kürzer. Da braucht es keine Unterlegscheiben oder Nacharbeit mehr. Bezahlt hab ich allerdings nur einen 🙂

 

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2 Kommentare

  1. Ich suche immer noch ähnliches für Fotos in einer Beobachtungshütte, also ohne Stativ. Ob das Teil alledings eine Nikon mit dem 150/600 von Tamron trägt, dürfte ich nach dem Bericht bezweifeln. Einzig der Preis und die geringen Maße (Transport auf dem Fahrrad) machen mich neugierig.

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