Neue Wege

Wie ich in dem Artikel „Das Blatt hat sich gewendet“ bereits angesprochen habe. Wird sich in meiner Arbeitseinstellung und somit auch in den Tarifen einiges ändern.

Glücklich bin ich darüber nicht. Aber es geht scheinbar nicht mehr anders , in einer Welt wo es nur noch um Geld geht. Es ist nicht meine Welt aber ich lebe auf dieser und muß mich damit abfinden.

Bis vor ein paar Tagen hab ich immer gesagt. „Ich nehme kein Geld für meine Leistung als Fotograf, es ist und bleibt ein Hobby.“ Das es ein Hobby bleiben soll, daran hat sich nicht geändert. Meinen Lebensunterhalt möchte ich mit einem regulären Job weiterhin verdienen. Außer es ändern sich die Vermögenswerte drastisch nach oben, durch einen Lotteriegewinn. Da sind die Chancen allerdings sehr gering. 1:144.000.000 um es genau zu sagen.

Fotografie ist Kunst, die Kunst Objekt und Licht in Einklang zu bringen. Kunst ist zeitlos, Kunst ist wertlos. Wobei wertlos eher als Wertung verstanden werden soll. Kunst ist brotlos. Doch Kunst bereichert unser aller Leben. Und manchen Menschen erkennen einen Wert in der Kunst. Und diese Menschen sind bereit einen kleine Obolus an die Kunst zu geben.

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Doch in der heutigen Zeit, wird Kunst missbraucht. Wird Kunst als Mittel zum Zweck verstanden. Als Mittel um einen medialen Erfolg auf social Medien zu bekommen. Und dieser Erfolg soll das große Geld bringen. Kunst wird zum Massenprodukt, zum Likesysmbol. Kunst wird verschleudert.

Die Wertschöpfung der Kunst geht immer mehr in den Keller, ja sie verschwindet nahezu. Kunst ist wertlos. Für den der sie produziert. Für den Nutzer ist sie der, oben bereits erwähnte Mittel zum Zweck. Ist nur noch Werbemittel für neue Jobs oder mehr Follower.

Die einen halten die Hand auf, der andere soll frei Haus kostenlos liefern. So läuft es in der Kunst immer mehr ab.  In der Fotografie auf alle Fälle. Wie das in anderen Künsten ist, kann ich leider nicht beurteilen.

Und aus diesen einfach Grund. Habe ich meine Tarife umstellen müssen. Wer mit meinen Werken neue Jobs akquirieren möchte. Wer mit meinen Werken neue Follower bekommen möchte. Der zahlt auch bei mir. Kostenlos gibt es nicht und Geiz ist schon lange nicht mehr geil.

Ich möchte immer noch nicht von der Fotografie leben, möchte immer noch nicht damit reich und berühmt werden. Doch ich möchte eine Wertigkeit für meine Arbeit haben. Mit einem „Dankeschön“ kann ich nicht meine Kosten begleichen.

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Und es gibt noch einen anderen Grund. Den zu verstehen war nicht einfach. Auch wenn man den Satz öfters selbst verwendet. Bei mir selbst hab ich ihn nie gebraucht.

Was nichts kostet, ist auch nichts.

Ja dieser eine Satz, dieser so unscheinbare Satz. Hat dafür gesorgt, das Shootings nicht zustande gekommen sind.

Oft wurde ich im Bekannten oder gar im Kollegenkreis gefragt, was ein Shooting wohl kostet. Und immer hab ich gesagt, „Nichts“. Die meisten haben dann das Thema schnell wieder fallen gelassen. „Was nichts kostet, ist auch nichts. Der will scheinbar nur üben.“

Nein ich wollte nicht üben. Ich wollte nur einen fairen Preis für alle. Doch dieser eine Satz brachte die Menschen dazu. Kein Shooting zu buchen. Und irgendwann verstand ich sie auch. Es hat eine ganze Weile gedauert.

Inzwischen kenne ich meinen Marktwert, kann meine Fotografie einschätzen. Weiß das ich Menschen zum betrachten der Bilder bewegen kann. Und zum Glück nicht nur den männlichen Teil. Nein auch Frauen schauen sich die Bilder gerne an.

Wer mit meiner Kunst für sich Eigenwerbung machen möchte. Sei es bei Facebook, Instagram, der Model-Kartei und ähnlichen Webseiten. Wer sich meine Kunst an die Wand hängen möchte. Ja der darf ab sofort seine Geldbörse öffnen.

Leben und leben lassen.