Schöne neue Welt

Schöne neue Welt.

Wann ist das nur alles aus den Fugen geraten? fragt er sich auf den Weg durch die Nacht. Der Regen trommelt ohne Unterlass auf sein kurzes Haar. Die Tropfen sammeln sich, verbanden sich, um über seine Stirn herunter zu laufen. An den Augenbrauen halten sie kurz inne um scheinbar zu überlegen ob sie abtropfen sollen. Oder doch sich einen Weg um oder noch besser über die Augen, den Hals entlang in seine Jacke suchen sollten.
Ihm ist kalt, so kalt wie schon lange nicht mehr. Der Wind peitscht jetzt noch mehr Regen in sein Gesicht. Er kneift die Augen zu. Dunkel liegt die Straße vor ihm, nur wenig kaltes Licht fällt von den modernen LED Straßenlampen. Es macht die Kontraste hart und ein wenig unnatürlich.
Vor ein paar Jahren hatte die Stadtverwaltung beschlossen die alten Gasentladungslampen gegen moderne sparsame LED Lampen zu tauschen. Der Umwelt zuliebe. Kurz danach stiegen die Verkaufszahlen für dunkle Rollos und Gardinen sprunghaft in der Stadt an. Das neue Licht war toll für den der in der Nacht unterwegs war. Es war hell und zeigte gute Kontraste. Doch es hatte einen großen Anteil von blauen Licht. Und dieses blaue Licht lies die Menschen immer weniger schlafen. Mag sein das es für Taxifahrer ideal war, doch für den Menschen hinter den Fenstern war es das nicht. Weniger Schlaf verursachte mehr Streit, mehr Streit wurde zu mehr Gewalt.
Das änderte sich erst als die Lampen kaputt gingen, nein nicht die LEDs selber, die hatten einen sehr hoch Lebenserwartung. Nein es waren die billigen Vorschaltgerät aus Fernost die der Belastung nicht standhalten konnten. Die Kaufleute in dem Rathaus, hatten ausgerechnet, das sich die Kosten für die Umrüstung der Straßenlampen durch den geringeren Stromverbrauch nach 5 Jahren ausgeglichen haben. Jetzt waren erst 4 Jahre um und keiner der klugen Controller hatte sich Gedanken über die Wartung und Reparatur gemacht. Kein Geld in der Stadtkasse keine Reparatur. So konnte die Stadt noch mehr sparen. Damit sich der 1. Bürgermeister in 5 Jahren auf die Schulter klopfen konnte wenn er verkündete. Was die Stadt seit der Umstellung der Straßenlampen gespart hätte.Und das man so weniger Kredite aufnehmen müsse.

Er stampfte weiter die Straße entlang, ein Auto kam ihn entgegen, lautlos rollte es die Straße entlang.

Elektroautos waren schon etwas schönes, die Luft in der Stadt war besser, der Lärm geringer nur die Unfallzahlen waren erschreckend hoch geworden. Die Menschen hatten in 100 Jahren Automobil immer Geräusche im Ohr wenn so eine Pferdelose Kutsche heran rollte. Und selten mußte man sich umschauen ob ein Automobil nahte. Man hörte sie ganz gut. Irgendwann lernte der Mensch aber das er sich mal umschauen müsse, das die Automobile leiser und sehr viel schneller wurden. Schneller als der Mensch sich umstellen konnte mit seinem Gehör.
Jetzt waren es die elektrischen Autos die zu Gefahr wurden. Lautlos und schnell. Nicht mehr von Fahrer gelenkt sondern mehr und mehr von Handy und ihren Apps. Und wenn doch von Fahrern gesteuert, dann waren die doch die Apps auf den Handy abgelenkt.
Und noch ein Problem gab es. Waren früher die Parkplätze in der Stadt schon Mangelware, wurden diese noch deutlich reduziert. Damit die Ladestationen aufgestellt werden konnten. Jetzt suchte der Automobilfahrer in der Stadt nicht nur einen Parkplatz, sondern einen Parkplatz mit der richtigen Ladestation von seinem Stromanbieter. Manch einer hatte das Auto schon verkauft, zu Gunsten eines Ebikes, weil die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen höher war als den richtigen Parkplatz zu finden. Und immer öfter stolperte man in der Nacht über Kabel die aus Kellerfenster oder Türen hinaus über den Gehweg zu den Autos lagen. Die Menschheit mußte ja am nächsten Morgen wieder mobil sein.
Wenn die Jugend in alten Zeiten, betrunken Scheibenwischer oder Antennen abbrachen um ihre Mitmenschen zu ärgern. So zogen sie heute einfach die Kabel aus den Ladestationen raus.
In manchen Straßen gab es eine neue Art von Minijobs. Die Minijober zogen die ganze Nacht durch die 2 – 3 Straßen um zu prüfen, ob die Autos noch richtig am Kabel hingen.

Dafür waren aber jetzt viele Parkanlagen überdacht, und man konnte auch bei schlechten Wetter fast trocken mit dem Hund spazieren gehen. Den schliesslich mußten die ganzen Solaranlagen für die Ladestation ja hin gebaut werden. Auf den Dächern gab es keinen Platz mehr. Fußgängerzonen waren überdacht worden. In den Wohnungen der Häuser hatten die Menschen dann ganz andere Probleme. Die Reflektion der Soloarmodule drang gespiegelt in die Wohnungen ein. Und heizte diese gerade in den Sommermonaten auf. Klimaanlagen wuchsen an den Häusern wie vor Urzeiten die Satellitenantennen.

Er schaute sich um, weit und breit kein Mensch zu sehen. Hinter einer der großen Ladestation, welche bis zu 10 Autos gleichzeitig laden konnte. Hockte er sich in den Schatten. Hier war die Chance das man ihn entdeckte gering. Das Licht von den Display der Ladestation was nur schwach und wurde ihn nicht verraten. Und er wußte das keine Kamera, sei es von privat oder staatlicher Stelle. diese kleine Nische im Blick hatte.

Er öffnete die Manteltasche und holte eine kleine metallene Schachtel hervor. Öffnete diese vorsichtig, entnahm eine Zigarette und ein kleines Feuerzeug. Er steckte sich die Zigarette in den Mund, deckte mit der anderen Hand das Feuerzeug ab, um es vor dem Wind zu schützen und vor allem das Licht der Flamme zu verbergen. Es mußte schnell gehen, damit ihn keiner sah.
Zwar war es nicht verboten zu rauchen, jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit. Doch in den letzten Jahren waren die Raucher immer mehr zu einer Randgesellschaft geworden. Die man bekehren mußte. Die man maßregeln und wenn das nicht hilf anzeigen mußte. Erst war es ein Rauchverbot in alles öffentlichen Gebäuden, dann in Flugzeugen. Damit konnten sich die Raucher noch abfinden. Ja sie fanden es sogar gut. Doch das Unheil nahm seinen Lauf. Es weitete sich immer mehr aus. In keinen Zug gab es mehr Raucherabteile. In den kleinen Kneipen herrschte plötzlich Rauchverbot, in den Büros der Firmen. Und am nie sogar in den Produktionsbetrieben. Wo es immer nach Öl, Fett und Kühlstoffen roch. Meist sogar stank.
Nichtraucherschutzgesetz nannte man das ganze. Die wenigen Raucher standen in Ecken der Büro und Fabrikhallen, bei Wind und Wetter. Manche fanden einen Wind und Regen geschützten Platz. Der Gesundheit zuliebe wurden die Steuern für Tabakwaren so hoch gesetzt. Das es bald einen gut organisierten Schwarzmarkt für Tabakartikel gab. Vermieter drohten mit Kündigung wenn in ihren Wohnungen geraucht wurde. Selbst als Eigentümer einer Eigentumswohnung war man nicht vor der Eigentümerversammlung als Raucher sicher. Es hagelte Klagen, wegen Wertminderung durch Tabakrauch. Als Raucher konnte man nur glücklich sein, wenn man ein Haus am Stadtrand hatte. Wo die nächsten Nachbarn 200 Meter und mehr weit weg waren.Aber nur dann, wenn die Gebäudeversicherung nicht unerwartet vor der Tür stand, um zu prüfen ob man im Haus rauchen würde. Und ob die Rauchmelder der jüngsten Generation verbaut waren. Diese Rauchmelder waren wegen der Raucher extra empfindlich gebaut wurden. Das, das blosse auspusten eines Teelichtes, einen Großeinsatz der Feuerwehr auslöste. Alles zum Schutz der Nichtraucher wohlgemerkt

Zu gut konnte er sich noch an die letzte Anzeige wegen Rauchen erinnern.
Damals sahs er unten am Fluß weit ab von der Stadt. Er schrieb auf dem Notebook einen Artikel für seine Zeitung. Nach einer Weile des Schreibens rauchte er sich eine Zigarette. Just in dem Moment tauchten zwei Frauen mittleren Alters auf. Sie schimpfen auf ihn als sie ihn rauchen sahen. Er würde die Luft verpesten, mit seinem Rauch die Passivraucher gefährden. Die wollten aber gesund leben. Er hatte er noch ihren extremen Geruch von verschwitzter Sportkleidung gemischt mit billigen Parfum in der Nasse. Als er abends heim kam, fand er eine Mail von seiner Krankenkasse vor. Die ihn nötigten zu einem Antiraucherseminar zu erscheinen, da sie schonst seine Beiträge drastisch erhöhen müssten. Und überhaupt würde der Nachweis für den regelmässigen Besuch eines Sportstudios noch nicht vorliegen. Und er wäre seit 2 Jahren doch verpflichtet eine Fitnessuhr zu tragen.
Er hatte nicht vor eine solche Uhr jemals zu tragen, auch wenn so fast jeder in der Stadt damit rumlief. Die Uhr seiner Freundin hatte er sich genau angesehen. Als studierter Elektroniker, der heute für eine Zeitung als Fachberater Artikel schrieb, hatte er schon das Fachwissen wonach er suchen mußte. Und er fand was er suchte in der Uhr. Einen Speicher und ein Übertragungsmodul, was erst einmal nicht verwunderlich war. Schliesslich versprach der Hersteller der Uhr, das man seine persönlichen Daten auf den heimischen PC auswerten könne. So konnte man sehen wie wann und wie gut man nachts schlief, wieviel Schritte man am Tag machte. Blutdruck und Pulskontrolle waren auch abrufbar. Zusammen mit einem Freund suchten er weiter in der Uhr und der Software und sie fanden das was in keiner Anleitung stand. Ein verstecktes Protokoll vom Verband der Krankenkassen. Die Uhr sendete die Daten direkt an die Krankenkasse. Er schaute in den Unterlagen seiner Freundin nach, verglich die Daten von der Uhr mit den Beiträgen der Krankenkasse. Und es stellte sich heraus das die Krankenkasse die Beiträge mit den Daten der Uhr anpaßte.
Er schrieb einen Artikel für seine Zeitung, legte Beweise vor, analysierte noch andere Daten von Bekannten und Freunden. Doch sein Chef weigerte sich den Artikel zu veröffentlichen. Das sein nur eine Horrorstrory um die Leute zu verunsichern und hätte keine Beweiskraft. Kein Magazin, keine Zeitung die er ansprach wollte seinen Artikel veröffentlichen.
Er stellte den Artikel am Ende auf seiner Homepage online. Es dauerte keine zwei Tage als er vor der Wahl stand, Artikel löschen oder Job und Wohnung verlieren. Da merkte er zum erstmal die Macht der Versicherungskonzerne. Den im Grunde waren es nur die Versicherungen die zwar viele Beiträge verlangten aber sich geschickt um die Zahlung von Schäden herum drückten. Die Krankenkassen hatten die fast perfekte Überwachung ihrer Mitglieder erreicht. Lebst du gesund dann zahlst du weniger. Und wenn du immer gesund bist dann brauchen wir nichts bezahlen, sogar wenn du mal krank bist. Dann hast du zu viel getrunken oder zu wenig. Was je nach Krankheitsbild dann natürlich variabel eingesetzt wurde. Nach den Nichtraucherschutz gesetzt, kam das Nichttrinkerschutzgesetz. was im Prinzip das gleiche war. Nur es wurde anders begründet. Die Menschen wurden von den Versicherungen und dem Staat überwacht und merkten es gar nicht.
Bargeld wurde mehr und mehr abgeschafft, damit die Kleinganoven das Handwerk gelegt werden konnte. Das geschah allerdings fast unmerklich. Bargeldauszahlungen an den Geldautomaten kostete plötzlich eine Gebühr. Kartenzahlungen wurden dafür preiswert. Wollte man sein eigenes Geld von der Bank abholen. Mußte man Gebühren bezahlen, Auf sein eigenes Geld wohlgemerkt. Doch kein Arbeitgeber war bereit das Geld in bar auszuzahlen. Nein er durfte es aus Gründen der Sicherheit nicht mehr. Und so wußten findige Manager bald sehr genau, wer was wo bekam. Was man wo kaufte und wie oft. Ecash machte es möglich. Die Preisschilder in den Supermärkten wurden digital. Und kauften 10 Personen hintereinander in kurzer Zeit den gleichen Artikel, wurde es bei den 11 Kunden teurer.
Sein Artikel über diese Preisanpassung in Supermärkten wurde von seinem Chefredakteur natürlich abgelehnt. Genau wie der Artikel über die schwankenden Preise bei verschiedenen Einkommensgruppen.

Er drückte die letzte Reste seiner Zigarette vorsichtig aus. Den Filter würde er in einen der nächsten Gullys entsorgen. Es dürfte nicht erkennbar sein, wo er heimlich seiner Leidenschaft nachkommen kann, ohne das man ihn direkt entdeckte. Langsam machte er sich weiter auf den Weg durch den Regen. Nach 10 Minuten erreichte er durch Verfall gekennzeichnet Einfahrt zu einem alten Betrieb. Nur mit ein wenig Phantasie konnte man über den Tor noch erkennen um was für einen Betrieb es sich einmal gehandelt hatte. Schlachtbetrieb Westfleisch.
Irgendwann zwischen den Nichtraucherschutzgesetz und den Antialkoholgesetz wurde den Menschen beigebracht das Fleischgenuss ungesund wäre. Tierische Eiweiße zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen könnten. Erst waren es wenige Tierschützer die kein Fleisch mehr assen. Dann kamen die Umweltschützer und Lehrer dazu. Aus Vegetarisch wurde Vegan. Fleisch und Wurstwaren wurden immer weniger. Dafür standen in den Regalen der Supermärkte immer mehr Nahrungsergänzungsmittel. Zu weitaus höheren Preisen als wenn man täglich nur noch Schnitzel 3 mal an Tag gegessen hätte. Doch das Volk war inzwischen manipuliert und merkte es nicht mehr . Als seine Freundin bei ihm einzog, war der Kühlschrank noch voll mit Wurst, Käse, Milch, Obst und Gemüse. Schaute man jetzt in das Kühlgerät, fand man nur noch Sojaprodukte aller Art. Und satt einen Stück zarten Steak in der Woche, gab es jetzt täglich bunte Pillen.
Jedesmal wenn er das Thema Fleisch ansprach artete das ganze in einen Streit aus. Fleisch wäre ungesund und die armen Tiere und Gemüse ist viel besser für die Natur.
Besonders das letzte Argument von ihr brachte ihn auf die Sprichwörtliche Palme. Sein Einwand , das es ja nur mit Genmanipulieren Soja möglich wäre, die ganze Welt zu ernähren. das wollte sie nicht hören. Überhaupt habe sich die Landwirtschaft negativ durch den ganzen Vegganmist geändert. Nur noch Soja, und Raps würden im großen Still angebaut. Der Rest wäre gar nicht mehr vorhanden. Doch es wird ja noch Mais angebaut, antwortet sie darauf. JA für die Biogasanlagen um Strom zu erzeugen. Auch das wollte sie nicht hören.

Er schaute sich vorsichtige um. Kein Mensch und kein Tier waren bei dem Wetter auf der Straße. Doch er wartete noch 10 Minuten im schatten an der Einfahrt, bevor er sich durch das alte verrostet Tor quetschte. Hier war es noch dunkler als auf der Straße. Er nahm einen kleine Taschenlampe aus der Manteltasche schaltete diese ein und suchte in der Dunkelheit einen kleinen Pfad durch den Schutt und Müll der hier überall lag. Nachdem er ein gutes Stück über das Gelände gelaufen war um sicher zu sein, man könne ihn auf der Straße nicht hören. Fing er an einen Song aus einer uralten Werbung zu pfeifen. „Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich“. es dauerte nur wenige Sekunden als vor ihm ein Licht aufflammte.
„Wer da?“ fragte eine rauchige Stimme.
„Ich bin es, Kevin“, antwortete er
„Allein?“
„Na klar. Oder glaubst du ich bring ein Müsli mit?“
„Okay, geh aber den linken Weg, an der alten Räucherei entlang. Der andere ist schon zu deutlich sichtbar geworden. Der muss erst wieder zuwachsen.“
„Okay.“

Er haste den Weg an der Räucherei vorbei. Viele der alten Betonplatten des Weges waren gebrochen und schon oft waren Personen im dunkeln in die alten Keller gefallen. Meist ging es mit Knochenbrüchen aus. Doch es war jedesmal für die Gruppe ein Risiko den Verletzten unauffällig von dem Gelände ins nächste Krankenhaus zubringen. Aber ebenso war es dadurch geglückt den einen oder anderen Neugierigen oder Versicherungsspitzel davon abzuhalten. Sich umzusehen was es auf dem Gelände so gab. Vorsichtig ging er den Weg entlang, vorbei an einer Ruine aus der die Eisenstangen aus dem Beton ragten. Kletterte über einen Schutthaufen um anschliessend vorbei an einem Vorhang aus alten rostigen Ketten an die Kellertreppe zu gelangen. Und wieder fragte er sich, wozu man einen Vorhang aus Ketten früher gebaucht hatte. Es fiel ihm keine Antwort ein. Er lief durch die Gänge in den Keller. Bis er ein blasses gelbliche Licht erkennen konnte.
Er schob einen alten Plastikvorhang zur Seite und war an seinem Ziel angekommen.
In dem großen Kellerraum waren 10 Leute versammelt. Man redete, trank ein Bier oder Wein. Rauchschwaden zogen an der Decke entlang. nachdem er alle begrüßt hatte, nahm er sich eine Bierflasche öffnete sie. Der erste Schluck seit Wochen war ein Genuss. Und er freute dich über die Party der besonderen Art, welche gleich beginnen würde. Den einmal im Monat treffen sich die Unbeugsamen wie sie sich selber nannten zu einer alten Zeitparty. Jeder der 12 Mitglieder trug seinen Teil dazu bei. Wer Geld und Kontakte hatte, besorge Würstchen, Schnitzel, Steaks, Bier, Wein, Zigaretten oder Zigarren. Die Jungs die keine Geld hatten oder wo es schwer war noch etwas für das monatliche Treffen abzuzweigen. Kümmerten sich um ihr Versteck oder bereiteten das Essen vor, oder brachte die Rest weg. Jeder machte seine Aufgabe mit Hingabe und vollem Einsatz. Den ihr geheimer Klub war das was sie als Freiheit und Menschlichkeit empfanden. Das zu essen oder trinken was sie wollten.

Kevin ging zu Peter. Peter war früher einmal Schlosser in einem der Kohlekraftwerke. Seit den die Werke geschlossen wurden. War Peter erst arbeitslos und dann wurde er zum Sozialfall. Peter wollte arbeiten.doch man gab ihm keinen Job. Keiner wollte einen alten Schlosser mit viel Geschick und Grips haben. Peter war der, der es geschafft hatte ihr Verstecke so geschickt umzubauen. Das die durch Rauch, Fleisch und Alkoholgeruch geschwängerte Luft, sich mit der Abluft eines Fitnessstudios vermischte. Und dies Abluft bestand aus Schweissgeruch und viel billigen Parfum. So billigen Parfum und in riesigen Mengen das man am ende keinen Geruch ihres heimlichen Tuns erkennen konnte.

„ich hab das Boot getankt. Proviant ist auch an Board. Wir können los wann immer du willst.“ sagte er zu Peter.
Peter schaute Ihn an. Legte seinen Arm um Kevins Schulter.
„Nach der Party?“ fragte er.
„Ja nach der Party.“

Am nächsten Morgen tuckerte es altes Dieselbetriebenes Boot den Fluss hinunter. Irgendwann würden sie das Meer erreichen. Die Küste entlang schippern bis nach Afrika.

Und endlich wieder Mensch sein zu dürfen.

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