LoveStory

„Warum schreibst du eigentlich immer nur Krimis. Die auf Mord und Todschlag enden?. Scheib doch mal was Romatisches.“

Diese Zeilen bekam ich vor ein paar Tagen. Und die Antwort darauf ist nicht sehr einfach zu geben. Es gibt viele Gründe weshalb ich mehr Krimis schreibe als Lovestorys oder Fantasiegeschichten. Für Fantasie oder Science Fiction fehlt mir einfach das Kreative, die Vorstellung an was vollkommen abgedrehten. Ich hab es nicht so mit Monstern, Droiden und anderen Figuren. Meine Personen müßen schon menschliche Züge haben. Bei Lovestorys sind die Charakter der Personen sehr komplex. So eine Story muß zwei Personen so gut beschreiben das sie glaubhaft werden. Und dann muß man verstehen wie man flirtet und sich verhält wenn man auf Partnersuche ist. Und da mangelt es bei mir gewaltig. Denn ich bin seit vielen Jahren zufrieden und glücklich in meiner Ehe.

Und aus diesen und vielen anderen Gründen sind es halt Krimis die mich zum schreiben bringen. Und wenn ich mal ganz ehrlich bin, als Hobbyschriftsteller kann man ganz ungestraft die Leute reihenweise um die Ecke bringen. 🙂

Wer jetzt sagt, „Versuchten muß man es doch. Sonst wird man nie erfahren ob es klappt.“ den kann ich beruhigen. Vor ein paar Jahren hab ich eine Lovestory geschrieben, jedenfalls das 1 und 2 Kapitel. Doch dann kam es zum „Schreibblockade“. Ich hatte keine Vorstellung mehr wie die Story weitergehen sollte.

Vielleicht mach ich irgendwann mal weiter an dem Projekt.

Wer möchte kann sich den Text hier durchlesen. Ich stell ihn euch auch als kostenlosen Download im PDF Format zur Verfügung.

Meinung, Tipps, Kritik als Kommentare oder per Mail nehme ich gerne entgegen.

Verloren. kostenloser Download zum offline lesen als PDF

 

Kapitel 1. Der Tag danach

Der Sonnenstrahl kitzelte seine Nase. Mit seiner Hand versuchte er diese Kitzel los zu werden, was nur von kurzer Dauer war. Das einzigste was passierte das er langsam wach wurde.
Müde öffnete er die Augen. Nur ganz leicht denn das morgendliche Sonnenlicht blendete ihn.
Er schloss die Augen ganz fest. Sonne im Gesicht ? Wo war er? Schlagartig war er wach. Drehte den Kopf vorsichtig zur Seite. Ein blonder Lockenkopf lugte unter der Decke hervor.
Seine Gedanke rasten, nur Schemenhaft konnte er sich noch an den Gestrigen Abend und die Nacht erinnern. Eines jedoch wurde ihm sofort klar, es war viel zu viel Alkohol im Spiel gewesen. Und sein Kopf würde es ihm den ganzen Tag immer wieder ins Gedächtnis rufen.

Das leise Schnarchen neben ihm trieb ihm aus dem Bett. Als er aufstand drehte sie sich um, dabei rutsche die Decke über ihre Schulter.
„Hübsch“ dachte er als er den kleinen Schmetterling auf der Schulter sah.
Mit zugekniffenen Augen suchte er sein Sachen zusammen. So wie es in der Wohnung aussah hatten sie sich nicht viel zeit genommen ins Bett zukommen.

Socken und Unterhosen fand er vor dem Bett, in der Tür zum Nebenraum fand er neben seiner Hose auch einen Rock.
Muss wohl dem Mädchen gehören , dachte er sich.
Der Nebenraum entpuppte sich als Wohnzimmer. Da fand er auch Hemd, Schuhe und Jackett.
Langsam zog er sich an, lies seinen blick durch den Raum gleiten. Weiße Möbel und hellgrüne gestrichene Wände , vor dem Fenster stand ein großer gläserne Schreibtisch. Der Laptop schien an zu sein. Neugierig ging er zu dem Gerät und tippe auf die Leertaste. Oh, was für ein schönen Mädchen , schoss es ihm durch den Kopf als der Bildschirm zum leben erwachte.
Er neigte den Kopf leicht und schloss weiter sein Hemd.
Das Gesicht fesselte ihn. Er nahm sein Jackett und zog es sich über.
In der Tasche vibrierte es.
Er zog das Handy aus der Tasche , und schaute auf das Display. 5 Anrufe in Abwesenheit.
Wie spät ist es denn ?
Er schaute auf die Uhr 10.30h. Oh Shit. Seit einer Stunde hätte er in einer Besprechung sitzen müssen.
Zwar drängte die zeit aber er musste unbedingt ein Bild von dem Mädchen auf dem Laptop haben.
´moderne Handy können ja vieles´ dachte und so machte er schnell ein Bild von dem Foto.
Er lies seinen Blick durch den Raum gleiten , wo war der Ausgang?
Mit schnellen Schritten durchquerte er den Raum. Er versuchte die erste Tür, Mist das war das Bad. Die nächste Tür führte nur zu einem Abstellraum „keine Becker Nummer“ schoss ihm durch den Kopf. Er musste über diesen Gedanken selber lachen. Die dritte Tür führte ihn in einen Hausflur. Trist und kalt, der PVC Bodenbelag hatte seine besten Tage auch schon lange hinter sich. Ein paar der Neoröhren waren kaputt. Der Flur war genau das grase Gegenteil von dem wo er wohnte, aber auch aus der Wohnung woher er gerade kam. Sein Telefon meldete sich wieder und riss ihn aus den Gedanken.
„ Hallo“
„Hey , wo bist du. Ich versuch dich seit 2 Stunden zu erreichen. Wir haben dann schon mal angefangen, Gott sei dank hast du die Unterlagen ja auf deinem Schreibtisch liegen lassen. He hörst du mir eigentlich zu. Wo zum Henker bist du ? Michael ???“
Chris sein Kollege und bester freund schrie in sein Handy.
„Chris schrei bitte nicht so laut“
„ Der Herr ist ja gut, hier warten alle stundenlang auf ihn , und er beschwert sich weil man mal lauter spricht. Wo bist du ?“
„Chris ich hab keine Ahnung wo ich bin“
„Geht es dir gut?“
„ja . alles in Ordnung. Ich hab nur einen furchtbar dicken Kopp und keine Ahnung wo ich bin“
„Okay , hör zu. Ich sag den jetzt du bist krank. Hast du noch deine Papiere und Geld? Dein Telefon haste ja, der Blackberry liegt auf Deinem Schreibtisch. Den bring ich dir später vorbei “
Michael suchte seine Hosentaschen ab, fand seine Geldbörse, seine Schüssel, Zigaretten und Feuerzeug.
„ ja ich hab alles und mir geht es auch gut, wo bin ich ?“
„Wo du bist kann ich dir nicht sagen, muss aber gut gewesen sein , sonst wärst du hier“ lachte Chris ins Telefon.
„Du fährst nach hause, ich komm nach Büroschluss bei dir vorbei. Und halt die Füße still, nicht das dass noch rauskommt, dann haben wir beide ein Problem.“
„Ja mach ich, danke. Ich bleib zu hause. Bis später“
Michael steckte sein Telefon wieder ein. Über Chris wunderte er sich immer wieder. Wie der es schaffte in kurzer Zeit Lösungen zu finden war einfach unglaublich. In der größten Hektik behielt er einen klaren Kopf. Michael beneidetet Ihn deswegen.
Hinter der Tür aus der er gerade herausgekommen war, hörte er Geräusche. Das Mädchen des letzten Nacht schien mit Geschirr zu klappern. Unbehagen machte sich ihn ihm breit. War ja auch nicht schön sich wie ein Dieb davon zu schleichen. Dabei wüsste er noch nicht einmal Ihren Namen und irgendwie konnte er sich nicht einmal an Ihr Aussehen erinnern.
Er schaute sich um , aber es war kein Namensschild an der Tür zu sehen.
Und auch die Klingel war keine Hilfe.

Langsam ging er den Flur entlang in der Hoffnung er würde nicht zu laute Geräusche machen.
Am Ende angekommen fand er den Aufzug. Aufzug oder lieber laufen. Seinem Kopf würde die Bewegung sicher gut tun. Kurzentschlossen trat er durch eine Tür in das Treppenhaus. An der Wand gegenüber stand mit Großen Zahlen eine 15.

Als Michael Etage für Etage hinunter lief , versuchte er sich an den gestrigen Abend zu erinnern.
Nach den Mittagspause hatte er seine Email im Büro abgerufen. Neben den üblichen Firmenrundschreiben und verschiedene Newsletter , war auch eine von Claudia dabei. Kurz und knapp wie es sich für eine Leitende Angestellte eines großen Bankhause gehört. Teilte sie ihm mit das ihre Beziehung zu ende sein. Sie wäre es nun endgültig leid seine Eskapaden ertragen zu müssen. Wenn er meinte durch andere Betten zuspringen, bräuchte er sie dazu nicht.

Als er unten auf die Straße trat wusste er immer noch nicht wo er war. Die Gegend war ihm vollkommen unbekannt. Es war auch nicht die Art von Stadtteil wo er sich normalerweise aufhielt. Er hasste diese Betonwohnsilos. Langsam lief er die Straße runter in die Richtung wo er meinte einen Taxistand oder zur Not eine Haltestelle zu finden.

Claudia. Er wusste nicht genau ob er sie liebte oder nicht. 4 Jahre waren sie zusammen gewesen. In den 4 Jahren hatte er mehrere Affären und doch ist er immer zu Ihr zurück. Warum er sich mit anderen Frauen traf wüsste er nicht. Claudia war attraktiv, gebildet und hatte einen Körper an dem sich manches Model ein Beispiel hätte nehmen müssen. Selbst im Bett konnte sich ein Mann nicht besseres wünschen. Sie waren nie zusammengezogen, jeder hatte seine eigene Wohnung, deshalb überraschte es ihm immer wieder wie sie es schaffte von seinen Affären zu erfahren.

Er griff in seine Jacketttasche zog Zigaretten und Feuerzeug heraus, als ein Taxi an ihm vorbei fuhr. Schnell steckte er zwei Finger in den Mund und gab einen gellen Pfiff ab und wedelte wild mit dem Armen in der Hoffnung der Fahrer würde es bemerken und anhalten. Die Bremslichter des Wagen erleuchteten und Michael rannte dem Wagen hinterher. Völlig außer Atem erreichte er das Taxi öffnete die hintere Tür und setzte sich in den Wagen hinein. Der Fahrer schaute ihm mit einem breiten Grinsen durch den Rückspiegel an und gab wieder Gas.

„Na Mester , da haste dich aber richtig verlaufen wa? Die Schnecke muß aber gut gewesen sein.“
Typischer Berliner Taxifahrer, dachte sich Michael. Ne große Klappe aber mit viel Herz.
„Zur Weide 18“ antwortet er müde. Er hatte gar keine Lust auf einen Small Talk. Doch das schien den Fahrer überhaupt nicht zu interessieren. Der redet fröhlich vor sich hin und schaute immer wieder zu ihn während er den Wagen recht flott durch den Berliner Verkehr quer durch die Stadt lenkte.

Nach Feierabend war er mit dem Bus nach Hause gefahren. In der Stadt verzichtet er auf das Auto. Den täglichen Stau der Großstadt wollte er sich nicht antun. Und wenn er mal ein Auto brauchte stand zu Hause sein Sportwagen und in der Firma konnte sich er sich einen Dienstwagen nehmen. Dazu empfand er es als ungemein praktisch mit dem Bus zufahren, lernte er doch die meisten seiner Bekanntschaften in dem Bus oder in dem Cafe unweit der Haltestelle kennen.

„Du bist doch immer auf der Jagt nach blondgelocktem Stöckelwild“ nannte Chris sein Vorgehen immer scherzhaft. Michael musste immer über diesen Spruch lachen. So ganz unrecht hatte sein Freund ja nicht auch wenn Michael das niemals zugeben würde.
„Ich hab die Richtige eben noch nicht gefunden.“ Gab er immer als Antwort.

Seine Gedanken streiften ab, er hatte die Bilder der verschiedenen Frauen vor seinem geistigen Auge. Die Katja, schwarzhaarig junge 25, ein heißer Feger. Bei ihr fragte er sich immer wie viele Piercing kann man an einen so schönen Körper unterbringen. Die brünette Sabine war mit dem Mund eine echt Berliner Göre nur sonst enttäuschte sie Ihm auf der ganzen Linie. Hatte er zu hohe Ansprüche? Claudia kam ihn wieder in den Sinn. Sie hatte doch alles was er wollte und doch wüsste er bist gestern nicht ob er sie wirklich lieben konnte.
Er musste Claudia aus seinem Kopf bringen, sonst würde er den Vorabend nicht mehr rekonstruieren können. „Reis dich zusammen“ sagte Michael halblaut vor sich hin. Der Fahrer verstummte und schaute Ihn mit einem fragenden Gesichtsausdruck an.
„ Ich hab zu mir selber gesprochen“
„Muss ja ne wilde Party gewesen sein jestern Mester“ lachte der Fahrer und wand sich wieder dem Verkehr zu.

Michael überlegte weiter, gut vom Büro nach Hause, kurz einkaufen gewesen. Zu Hause angekommen sofort Emails und Facebook abgerufen. Die Mail von Claudia war nur an seine Büroadresse gegangen, merkwürdig. Er wollte ein Gespräch mit ihr und rief sie im Büro an. Es meldete sich aber nur Ihre Sekretärin. „Frau Hoffmeister ist in einer Besprechung, Sie können mir aber gerne Ihr Anliegen vortragen. Ich leide das dann weiter.“ Er hatte alles versucht nur an dieser Bürohexe kam er nicht vorbei. Und so lies er ausrichten das er einen Tisch bei dem Griechen in Wannsee bestellt hatte. Sie kannte ja die Adresse. Er war duschen gegangen, stand lange vor dem Kleiderschrank und entschied sich dann für eine schwarze Jeans ein weißes Hemd und ein sportliches Jackett. Dazu seine neuen schwarzen Lackschuhe.

Danach war er in die Küche gegangen und hatte sich einen Kaffee gemacht.
Er setze sich im Wohnzimmer vor das Laptop und logte sich in einen Singelchatroom ein, um zu schauen wer alles so online war. Um diese Zeit war in dem Chat Verhältnismäßig wenig los. Die Hausfrauen waren verschwunden da ihre Männer um diese Zeit von der Arbeit kamen. Die Berufstätigen waren noch in den Betrieben oder Büro´s und kamen erst später. Damit war sein Klientel nicht online. Mit den Arbeitslosen Frauen oder gar Harz V Tussis wollte er sich nicht abgeben. ´Die wollen nur mein Geld´ war seine Meinung dazu. Und Gespräche mit Männer wollte er erst recht nicht. Da ging es nur um ´Wer hat den größten , wer kann am längsten´ . Und das war nun gar nicht sein Ding

Claudia´s Bürohexe hatte er 20 Uhr gesagt, jetzt war es kurz nach 18 Uhr. Also hatte er noch einen knappe Stunde Zeit bevor er los musste. Eine Stunde warten, er hatte jetzt schon Langeweile.
Er verlies den Chatroom und besuchte seinen Facebook Account. Die 300+ Neueste Meldungen interessierten Ihn nicht. Gespannt schaute er nach wer ihm private Nachrichten Geschickt hatte.
Es war nur eine dabei

„Hallo Michi, achte mal besser darauf wer so alles auf deiner Pinnwand schreibt. Claudia ist wohl über etwas gestoßen. Was ihr gar nicht gefallen hat. Grüße Drea“

Drea ist die beste Freundin von Claudia. Eigentlich hieß sie Andrea, war wohl eine ganze Weile in Ihn verknallt. Im Gegensatz zu Claudia war sie klein und rothaarig mit einer zierlichen Figur. Sie entsprach gar nicht dem sportlichen vollbusigen Typ den er bevorzugte. Daher hat er sie immer links liegen gelassen.
Sofort suchte er seine Pinnwand ab.
Er fang die Beiträge seiner Bekanntschaften sofort.
Der Text von Eva09 muss Claudia sofort ins Auge gesprungen sein. “Hi Michi, das war ja wohl ne geile Nacht. Die müssen wir unbedingt wiederholen. Meld dich bei mir. Knutsch und Bussi Eva“
Jetzt musste er sich eine gute Ausrede für Claudia einfallen lassen.
Irgendwas in der Art, Party mit den Leuten von seinem Fitnessclub. Natürlich ganz harmlos.
Er wusste wie gut er mit Worten die Frauen umgarnen konnte, das würde dieses Mal nicht anders sein.
Er nahm sich noch eine Zigarette zündete sie an und trank den letzten Rest von seinem Kaffee. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr ging er noch mal in das Bad, legte ein wenig von seinem Lieblingsparfüm auf, und rieb ein wenig Wachs in seine Haar.
Den Weg zur S-Bahn ging er zu Fuß. Nach einem recht anstrengenden Bürotag wollte er die Sonne genießen. Aber der eigentliche Grund waren die Frauen. Er war sich durchaus seiner männlichen Statur bewusst. Fast 1,90m groß mit breiten Schultern, sportliche durchtrainierte Figur und dazu seinen blauen Augen. Die schwarzen kurzen Harre und die gebräunte Haut gaben Ihm einen südländischen Touch.
Die Fahrt mit der S-Bahn war nervend. Mütter mit quengelnden Kindern, Rentner die auf ihren Sitzplatz bestanden, nach Schweiß stinkende Männer. Nichts mir dem er einen Flirt aufnehmen konnte.
In Wannsee angekommen brauchte er noch 15 min zu dem Griechen. Er suche sich einen Tisch auf der Terrasse direkt am Wasser aus. So stand einem romantischen Abendessen nichts im Weg. Und außerdem Konnte er durch die geöffneten Türen wunderbar die Bar beobachten und auch den Eingang. Eine halbe Stunde hatte er noch Zeit sich eine Geschichte sich auszudenken, Claudia war immer auf die Minute pünktlich.
Der Kellner brachte Ihm eine Karaffe Rotwein und zwei Gläser den er bestellt hatte. Claudia mochte Rotwein, er war mehr der Bier und Cocktailtrinker.
Zwei Frauen setzten sich an die Bar. Beide , was er so erkennen konnte , sehr sportlich und gut gebaut. Die Brünette hatte ein rundliches Gesicht mit einer modischen Brille. Er fand die Brille stand ihr ausgesprochen gut. Die ausgewaschenen und zerrissenen Jeans betonten ihre langen Beine und das Knappe grüne Top brachte ihre Bürste gut zur Geltung. Ihre Freundin konnte er nur von hinten sehen. Sie trug ein Rotes Oberteil welches auf dem Rücken einen runden Ausschnitt hatte über dessen oberen Rand ihre hellblonden langen Haare fielen. Dazu einen kurzen Minirock.
Die Brünette schaute zu Ihm herüber und lächelte Ihn an.
Er schaute auf die Uhr in 10 Minuten sollte Claudia erscheinen. Er lächelte zu der Brünetten hinüber hob sein Glas und prostete ihr zu.
Ein kleiner Flirt würden Ihm die 10 Minuten verkürzen und somit suchte er den Augenkontakt zu der Brünetten.

Er sah wie sich sieh zu ihrer Freundin hinüber beugte und Ihr was ins Ohr flüsterte. Diese drehte sich dann um schaute Ihn musternd an und lächelte dann freundlich zu Ihm herüber.
Bevor er den Flirt richtig anfangen konnte meldete sich sein Telefon. Claudia hatte ihm eine SMS gesendet.
„Ich werde nicht erscheinen. Ich hab alles gesagt was ich sagen wollte. An meiner Entscheidung gibt es nichts mehr zu ändern. Ich möchte von dir weder eine SMS noch eine Email noch will ich das du mich anrufst. Mach es gut, Claudia“
Michael las verdutzt die Nachricht direkt zweimal. Er war sich so sicher das Claudia kommen würde das er sich keine Gedanken über einen alternativ Abendprogramm gemacht hatte.
Der Kellner kam um zu fragen ob er noch etwas wünschte.
Michael verneinte, dabei schaute er wieder zu den beiden Frauen und lächelte die Brünette wieder an. Als sie zurück lächelte winkte er kurz um ihr anzudeuten das sie rüber kommen sollten. Die Brünette redete kurz mit Ihrer Freundin und zeigte auf diese. Michael deutete Ihr an das Sie ihre Freundin mitbringen könne. Die beiden Frauen nahmen ihre Gläser erhoben sich und kamen zu Ihm an den Tisch.
Michael stand auf und begrüßte die Frauen galant
„Hallo ich bin der Michael, was machen zwei so schönen Frauen ohne Begleitung an diesem romantischen Ort?“
Die Frauen kicherten und setzten sich zu Ihm an den Tisch.
„Ich heiße Melanie,“ sagte die Brünette“ und das ist meine Freundin Nicole“
Michael reichte beiden die Hand “Hallo Melanie , Hallo Nicole, darf ich euch was zu trinken bestellen ?
„Gerne, ich nehme einen Rose“ sagte Melani
„ich würde eine Berliner Weise nehmen“ sagte Nicole.
Ihre Stimmt versetzte Michael in Ekstase. Sie sprach mit einem französischen Akzent und ihre Stimme war leicht rauchig.
Nicole sah atemberaubend aus, ihre langen blonden Haare waren eine wahrhaftige Mähne die ihr rundes Jungendliches Gesicht umschmeichelten. Die grünen Augen schienen von unendlichen Tiefen zu sein. Er schaute nur noch Nicole an. Melanie schien für Ihn überhaupt nicht mehr zu existieren. Nicole schaute Ihm in die Augen, er versuchte Ihre Gedanken zu erraten. Melanie merkte in diesem Augenblick nicht was sich zwischen Ihrer Freundin und den schönen Fremden Mann abspielte, Sie redete munter drauf los.
„Ich hab doch ein wenig Hunger, Nicci wie sieht es bei dir aus?“
„Ja ich würde auch noch eine Kleinigkeit essen“
Michael riss sich fast mit Gewalt von den Augen los,´die muß ich haben waren seine Gedanken, vergiss Claudia. Diese Frau hier musste er haben´.
„Ja lasst uns was essen, wer weiss wie der Abend noch endet und man sollte ja eine gute Grundlage haben“
scherze er.
Melanie winkte schon nach dem Kellner.
Michael überlegte wie er ein unverfängliches Gespräch anfangen konnte und wie die Chancen standen das er Melanie los wurde. Der Kellner kam an den Tisch und hatte die Speisekarten dabei. Michael bestellte die Getränke für die Frauen und ein Bier für sich.
„Was ist das?“ fragte Nicole.
Melanie antwortet in perfekten französisch, jedenfalls glaubte Michael das es perfekt war. Außer englisch konnte er keine weiteren Fremdsprachen.
„ Kommst du als Belgien ?“ fragte er obwohl er die Antwort schon wusste.
„No, aus Metz in France“
„Was macht eine so schöne junge Frau aus Frankreich in Berlin?“
„ Ich studieren Modedesign, Nicole Fotographie und sie macht hier ein Praktikum bei Michael Michalsky. Kennst du den ?“
„Den Modepapst, persönlich nicht. Aber gehört hab ich von Ihm schon.“ Antwortet Michael weltmännisch.
„ Er ist der Modegott. So kreativ so gut,“ Melanie fing an zu schwärmen und den Modedesigner in den höchsten Tönen zu loben. Michael sagte nicht und sah Nicole an. Ein Traum von einer Frau. Französin sollen ja ne Wucht im Bett sein, schoss es Ihn durch den Kopf. Er musste sie einfach haben. Egal was passierte diese Frau hatte es Ihm angetan.
„Was fotografierts du den so ?“ fragte er neugierig.
„Menschen und Mode, und sonst auch vieles“
„Machst du auch erotische Bilder?“
„Non, das ist nicht das was ich möchte, es gibt zu viele Charlatans“
„Scharlatane „ übersetzte Melanie schnell, als sie Michael fragendes Gesicht sah.
„Aber es gibt doch auch Erotischen Bilder die keine Pornografie sind“ entgegnete Michael.
Und schon waren die drei in ein angeregtes Gespräch vertieft. Welches sie nur kurz unterbrachen als der Kellner die Getränke brachte und sie die Bestellung für das Essen aufgaben. Melanie ging zwischen durch sich die Nase pudern wie sie sagte , und zu Michaels Erstauen ging Nicole nicht mit. Als sich nachschenken wollte griff er schnell zu der Flasche um Ihre Hand zu berühren. Zu seinem erstaunen zog sie ihre auch nicht weg sondern sah Ihn charmant lächelt in die Augen. Er öffnete den Mund leicht und setzte seinen besten Blick ein. Ein Blick von dem er meinte, damit bekäme er jede Frau rum. Eine Mischung aus Dackelblick und sexappeal. „Hat dir deine Freundin schon das aufregende Berliner Nachtleben gezeigt?“ . „Non“. „Dann würde ich mich freuen, wenn ich dir es zeigen darf“
Melanie kam zurück und hinter Ihr der Kellner mit dem Essen.
Schweigend aßen sie während die Sonne langsam unterging. Eine kühle Prise zog vom Wannsee langsam auf die Terrasse. Michael lies keine Gelegenheit aus Nicole in die Augen zusehen um sie anzulächeln. Nicole lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und verschränke die Arme vor der Brust. Erst jetzt sah Michael das ihr kalt war. Er stand auf , zog sein Jackett aus und legte es Ihr um die Schulter. Als wäre es unbeabsichtigt streife der dabei mit der Hand ihre Wange. Sie hob den Kopf und lächelte ihn verführerisch an.
Melanie war diese nicht verborgen geblieben, leicht säuerlich fing sie sich an mit Nicole auf französisch zu unterhalten. Michael hatte keine blasse Ahnung um was es ging und setzte sich schweigend auf seinen Stuhl.
„Ich denke, ich werde jetzt gehen. Mir wird langsam kalt und ich habe zu Hause noch ein wenig was zutun. Nicole ich ruf dich morgen früh an.“ Man merkte Melanie an das sie von dem Abend enttäuscht war und nur schnell weg wollte.
Die beiden Frauen umarmten sich und gaben sich wechselt einen Kuss auf die Wange.
Melanie hob ihre Handtasche öffnete sie und suche nach ihrer Geldbörse. Michael winkte ab, „Ihr seit eingeladen.“
„Oh danke, wäre aber nicht nötig gewesen.“ Log Melanie.
„Ich wünsche euch noch einen schönen Abend, bis morgen Süße. Und macht nichts was ich nicht auch tun würde.“
Mit diesen Worten stand sie auf und verlies das Restaurant in Richtung S-Bahnhof.
„Lass uns reingehen, hier draußen wird es kühl.“ Sagte Michael und deutet dem Kellner an der in der Nähe stand, das sie den Tisch wechseln werden.
Charmant half er Nicole beim aufstehen und führe sie in den Innenbereich des Restaurants zu einer der wenigen Nischen die schwer einsehbar sind. Nicht nur aus diesem Grund hatte Michael diese Nische ausgesucht, man konnte nur nebeneinander sitzen. Was Ihm ganz und gar gelegen kam um mit Ihr noch mehr auf Tuchfühlung gehen zu können.
Als sie am Tisch saßen bestellte er für sich ein Bier und für Nicole noch eine Berliner Weiße. Nicole hatte sein Jackett abgelegt und so hatte Michael einen direkten Blick auf ihr atmenberaubendes Dekollete. Es muss doch sein Glückstag heute sein, dachte er sich. Claudia hatte er zu dem Zeitpunkt schon vergessen, sie war abgehackt.
Als der Kellner die Getränke gebracht und sich wieder zurück gezogen hatte , drehte sich Michael so das er Nicole besser ins Gesicht schauen und gleichzeitig ihren Körper betrachten konnte.
Er fragte sie über ihre Studium aus und so entwickelte sich ein netter kleiner Small Talk in dem er Ihr immer näher kam. Nach einer weiteren Berliner Weiße für sie, legte er seine Hand auf ihren Oberschenkel, und streichelte sie sacht. Da sie scheinbar nicht dagegen hatte, ging er zum Frontalangriff über. Legte seinen freien Arm um sie und küsste sie auf den Mund ohne die Hand von ihrem Oberschenkel zu nehmen. Sie lies sich Küssen und schlang den Arm um seine Hals. ´yes, du bist am Ziel. Du hast sie´, dachte sich Michael.
„Ich möchte gerne mit dir tanzen, du wolltest mir doch das Night Life von Berlin zeigen“
„Gerne, ich bezahl schnell die Rechnung und dann zeig ich dir den besten Club in ganz Berlin“
Er gab ihr noch einen Kuss stand auf und ging die Rechnung bezahlen und ein Taxi rufen zulassen.
Zum Glück hatte er seine Kreditkarten dabei, die Fahrt nach Friedrichshain würde nicht billig werden. Er ging zurück zum Tisch nahm Nicole wieder in den Arm und Küsste sie. Nach einer weile kam der Kellner und teilte ihnen frech grinsend mit das Ihr Taxi da wäre.
Sie standen auf , Michael legte sein Jackett um Nicole´s Schulter und eng umschlungen gingen sie zum Taxi. In welches sie sich hinten reinsetzen. Michael sah erleichtert das der Wagen ein Kartenlesegerät hatte. So mussten Sie keinen lästigen Zwischenstop an einem Geldautomaten einlegen.
„Wo solls den hin jen?“ , fragte der Fahrer
„Nach Friedrichshain. Kennen Sie das Maria am Ostbahnhof“ antwortete Michael.
„Na klaro, datt kenn ik“
„Un Meester wir haben Zeit, also nicht so schnell fahren.“ sagte Michael mit einem breiten grinsen im Gesicht und wendete sich sofort zu Nicole zu
Der Fahrer fuhr los und Michael setzte das fort was er im Restaurant begonnen hatte. Nur jetzt rutschte seine Hand an ihrem Oberschenke hoch. Nicole erwiderte seine Küsse leidenschaftlich , fast als wäre Sie am verhungern. Als sie seine Hand an Ihren Oberschenkel spürte öffnete Sie ihre Beine ein wenig. Die Zeit der Fahrt verging wie im Flug, als sie vor dem Club ankamen, ließen beide voreinander los. Michael sah auf das Taxameter und war im ersten Augenblick entsetzt. Schweigend gab er dem Fahrer seine Maesto Karte und einen 5 Euroschein als Trinkgeld. Während der Fahrer die Karte duch das Lesgerät zog und den Betrag eingab, konnte Michael zusehen wie Nicole geschickt ihre zerzausten Haare mit geschickten Fingern zurecht rückte. Nachdem er die Pin eingegeben hatte bekam er seinen Belegt und die Karte zurück. Unter den doppeldeutigen Worten des Taxifahrers „ Na dann wünsch ik euch noch viel Spaß“ stiegen sie aus und eilten dem Club Eingang entgegen. Als sie die Türe öffneten kam Ihn ein Ohrenbetäubender Lärm von harter Techno Musik entgegen. Nicole schien es sofort zugefallen, also zahlte Michael den Eintritt und ging Nicole mit schnellen Schritten hinterher die schon auf dem Weg Richtung Tanzfläche war.
Sie bewegte ihren Körper geschmeidig zum harten Takt der Beats und Michael hatte, trotz das er sportlich war, Mühe Ihr zufolgen. Nach 20 Minuten zeigte er Ihr an das er was trinken gehen möchte. Nicole wollte weiter tanzen und so ging er alleine an die Bar und bestellte sich einen Gin Tonic. 4 Gläser später kam sie von der Tanzfläche legte Ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn, schob dabei ihr Knie zwischen seine Beine und drückte leicht reibend ihr Becken an seinen Penis.

„Hey Meester, ik bekomme achtundfufzig, achtzig vor dich“
Micheal erschrak. Er schaute sich um und sah das er inzwischen vor seinem Haus angekommen war. Stumm gab er dem Fahrer seine Maesto Karte und den letzten 5 Euroschein den er in der Brieftasche hatte. Nachdem er seine Karte und den Abrechungsbelegt hatte, stieg er aus und lief langsam Richtung Haustür. So sehr er auch überlegte, er hatte keine Ahnung wie er von dem Club in Nicoles Wohnung gekommen war. Und ob sie miteinander geschlafen hatten wusste er auch nicht mehr.
Aber er wusste zumindest Ihren Namen und das sie bei dem Modefuzzi am arbeiten war. Vielleicht konnte er auf diesem Weg wieder zu ihr finden. War ja auch zu blöd von Ihm sich die Adresse nicht zu merken. Er ging in Haus, nahm entgegen seiner Gewohnheit den Aufzug und fuhr bis in die 4 Etage zu seiner Wohnung. Die Türe fiel hinter ihm ins Schloss. Er legte sein Handy auf den Wohnzimmertisch, schleuderte das Jackett auf den Hocker und lies sich auf das Sofa fallen.
„Ich hab sie bekommen und ich Trottel war zu besoffen um es zu merken“ dachte er sich.

Ein klingen drang ganz leise an sein Ohr und wurde immer lauter und hörte nicht auf. Michael öffnete die Augen. „was ist den los ?“ sagte er mehr zu sich selber. Er war wohl eingeschlafen und an der Tür schien gerade jemand Stürm zu Klingel.
„Ja, ja ich komm schon“ rief er laut. Doch die Klingel hörte nicht auf.
Michael stand auf und ging zur Tür , öffnete sie und starte in deinen leeren Hausflur, ohne weiter nachzufragen drückte der den Türöffner für die Haustür. Das Klingel verstummte sofort. Soll er jetzt hier warten oder die Türe schließen um dann noch wieder loslaufen zu müssen weil ja doch jemand zu ihm kommen will ?
Er wollte gerade die Wohnungstür schließen als er Chris Stimme hörte.
„Na du alter Weiberheld, hast du es wieder einmal übertrieben? Ich bring Dir dein Zeug.“
„ Eh , komm rein und schrei hier nicht so rum. Geht den Nachbarn ja nichts an, der ist eh schon neugierig ohne ende“.
„ Tja Pech gehabt mein lieber. Damit muß du jetzt leben. Ich hoffe du hast einen Kaffee für mich.“
„Noch nicht. Aber ich kann dir einen machen. So und nun komm rein.“
Als Chris endlich in der Wohnung war, konnte Michael die Türe schließen. Er wusste genau das an der Tür gegenüber sein Nachbar lauschte, der Typ wollte alles wissen. Der war früher bestimmt beim BND oder gar bei der Stasi. Würde mich nicht wundern wenn der Alte das ganze Haus mit Abhörwanzen bestückt hätte.
Michael ging die offene Küche um zwei Kaffee zu machen, und schaute zu Chris. Der gerade dabei war einen Haufen an Zeugs auf den Wohnzimmertisch zu packen.
„Ey, nicht darauf. Du weißt ich mag das nicht wenn das Zeug da rum liegt.“
“Ja glaubst du, das ich dir das Zeug noch ein dein Büro schleppe? Das Kannste selber machen, oder lass es wie immer Claudia machen.“
„Claudia kommt nicht mehr.“
Dieser Kommentar überraschte Chris gar nicht. Er hatte schon eine ganze Weile damit gerechnet das Sie irgendwann hinter das Treiben von seinem Freund kommen wird. Es war nur eine Frage der Zeit. Wobei es diesmal wirklich lange gedauert hat. Entweder war Michael raffinierter vorgegangen seine Affären zu verschleiern. Oder, und das glaubte er eher, hatte Claudia durch Ihre Berufliche Situation einfach nicht die Zeit gehabt es zu erkennen. Sie hatte sich in den Jahren wo er sie kannte durch Fleiß, Ergeiz und Ausdauer eine recht ansehnliche Karierre aufgebaut und war auch bestrebt dieses beizubehalten. Was Chris an Claudia immer gefallen hat, sie war nie unfair vorgegangen. Ihr Erfolg waren Ihre Leistungen, und Sie schätze den Erfolg anderer immer hoch ein. Claudia war für Ihn ein Dino in der Berufswelt, so etwas gab es selten oder überhaupt nicht mehr.
„So kommen wir erst mal zum Geschäflichen, ab November beginnt die Auslieferung an Knoche & Co. in Stuttgart. Dazu werden 4 Mann abgestellt. Zwei Mechaniker zwei Elektroniker.“
Michael nickte nur stumm.
„DAS hat eine Drehmaschine und ein Zentrum bestellt, Lieferung im Januar. Vorher müssen aber noch einige Änderungen gemacht werden. Für die Drehmaschine kommt von Kupka der Stangenlader 6 Wochen früher an als die Maschine.“
Chris rasselte die Besprechung innerhalb von 5 Minuten runter die , so kannte sie Michael mindestens 3 Stunden gedauert hatte. Viel dazu sagen konnte Michael nicht, nicht das er es nicht wollte. Chris hatte gute Arbeit für seinen Vorgesetzen abgeliefert. Ob er meinen Job will fragte sich Michael kurz, verwarf den Gedanken aber recht schnell wieder. Chris war nicht der Typ der auf Posten scharf war, der machte seine Arbeit so gut und so schnell es ging. Er war hat der Praktiker von den Beiden. Während Michael es liebte im Büro die Fäden in den Händen zuhalten und alle tanzen lies.
„So nun Erzähl mal was gestern passiert ist. Wer ist sie wie sieht sie aus? Woher kommt sie? Wie es war brauchste mir nicht erzählen, das kann ich mir selber denken“
Chris seine Frage riss Michael aus den Gedanke um Sie und die Firma.
Er nahm die beiden Kaffeebecher und ging ins Wohnzimmer setze sich auf das Sofa und fing an Chris die Geschichte zu erzählen. Das was Ihm auf der Fahrt im Taxi eingefallen war. Sein Freund hörte Ihn aufmerksam zu trank seinen Kaffee und blickte immer wieder auf die Uhr.
„ Und du hast dir nicht die Straße und die Hausnummer gemerkt ? Wie doof ist das denn, so wirst du sie nur schwer wieder finden. Wenn du sie den wieder finden willst“ merkte Chris zwischendurch an.
„Na ja ich denke es war in Marzahn. Das waren Ostzonale Wohnsilo´s. Doch ich würde Sie gerne wiedersehen, Sie hatte eine Ausstrahlung die einfach unglaublich war“
den eigentlichen wahren Grund weshalb Michael Nicole wiedersehen wollte sagte er aber nicht. Er hatte auch mit Absicht das Bild auf dem Laptop nicht erwähnt.
„Dann hast du eine neue Freizeitbeschäftigung, solange durch Marzahn zu rennen bis du Sie triffst.“ scherzte Chris und lachte dabei herzhaft.
Michael verzog das Gesicht und schaute zum Fenster raus.
„Aber du hättest noch eine andere Möglichkeit.“ Michael schaute Ihn verdutzt und aufmerksam an.
„Was für eine andere Möglichkeit?“, fragte er gespannt.
„Hast du vorhin nicht erzählt das sie bei dem Modefuzzi am arbeiten ist ? Versuch doch mal da anzurufen um Ihren Namen zu erfahren.“
Michael war verblüfft. Wieso war er nicht selber auf die Idee gekommen?
Chris schaut wieder auf die Uhr.
„ Was ist los? Ständig schaust du auf die Uhr.“
„ Viel Zeit hab ich auch nicht,“ antwortet Chris“ich muß die Kleine vom Oma abholen noch schnell was einkaufen und dann werden wir Abendbrot machen. Die Kleine muß ja früh ins Bett.“
„Dann will ich dich mal nicht länger aufhalten. Nicht das Du noch Stress zu Hause bekommst. Wir sehen uns dann am Montag in der Firma. Und danke für Deine Rückendeckung“.
„Schon Okay, wünsch dir ein schönes Wochenende, bis Montag. Bleib sitzen ich find den Weg alleine“, mit diesen Worten stand Chris auf, gab Michael die Hand und verlies die Wohnung.
Michael nahm einen letzten Schluck von seinem Kaffee, zündete sich eine Zigarette an und setzte sich an den Laptop.
Auf seinem Bildschirm erschien die Startseite von google, wo er sofort den Namen des Berliner Modepapst eingab.
Auf der Homepage suchte er nach der Telefonnummer der Firma Michalsky. Er nahm das Telefon aus der Ladestadion und rief in der Zentrale an.
Aber nach wem sollte er fragen? Darüber hatte er sich keine Gedanken gemacht.
Das merkte auch die freundliche Dame am Telefon gegenüber. Es war Ihr ja nicht fremd das Männer anriefen um die Telefonnummern und Adressen von einzelnen Models zubekommen.
Sie hatte sich im Laufe der Jahre schon vieles anhören müssen und auch Strategien entwickelt wie Sie die Leitung schnell wieder freibekam. Bei ganz hart neckischen gab Sie einfach erfundene Namen und Telefonnummern raus.
Das aber jemand anrief der eine Praktikantin suchte die vor allem hinter der Kamera stand , das war Ihr neu und noch nicht vorgekommen.
Sie kannte Nicole und wusste somit direkt wem der Herr am anderen Ende der Leitung suchte. Neu für sie war allerdings, das er sich nicht als Fotograph oder Modedesigner ausgab. Wie die anderen Typen die sie abwimmeln musste. Nach langem hin und her, gab sie Ihm den Straßennamen wo Nicole wohnte. Und den Hinweis, das Nicole übers Wochenende beruflich nach Mailand verreist wäre.
Michael jubbelte innerlich, das schwierigste Stück hatte er geschaft. Die Hausnummer heraus zubekommen war ein Kinderspiel. Er wusste ja die Etage noch und welche Tür es war. Selbst ohne Namen würde er das finden.
Das die Frau am anderen Ende der Leitung still vor sich hinlachte und sich dachte ´Junge , da wirst du dich noch wundern´, das sah er nicht.
Er legte auf lehnte sich zufrieden zurück und zündete sich noch eine Zigarette an.
Da Freitag war würde er später noch zum Sport gehen und dann könnte man ja mal mit der Suche in Marzahn beginnen.
20 Minuten später verlies der das Haus durch die Tiefgarageneinfahrt mit seinem Sportwagen in Richtung Fitnessstudio.
Als er da ankam, waren schon einiger seiner Sportsfreunde dabei auf das Mädchen am Empfang einzureden. Denen machte es immer Spaß die Kleine so was von durcheinander zumachen, das Außenstehende oft eingriffen.
Als sie Michael sahen, ließen sie von dem Mädchen ab und begrüßten Ihn. Lautstark redend und über die Kleine am lästern, gingen sie dann in die Umkleide.
Das Mädchen hatte jetzt 2 Stunden Zeit dann würden sie wiederkommen und weiter 10 Minuten später war der allfreitägliche Spuk vorbei. Sie hasste den Freitag.
Wie jeden Freitag waren die Kumpels der Meinung sie würden alle zusammen, nachdem Training, durch die Clubs ziehen.
Dieser Freitag war anderes.
Sie staunten alle sehr als sich Michael verabschiedete da er was anderes vorhabe.
Gerade er, der als der Frauenheld und Partylöwe verstanden werden wollte, ging nicht mit heute.
Michael, ging zum Parkplatz, verstaute seine Sporttasche im Kofferraum, setzte sich in den Wagen und schaltet die Zündung ein. Nach einer kleine Weile war das Navigationsgerät bereit. Er tippte ´Berlin, Allee des Kosmonauten` ein. Nachdem das Gerät die Route berechnet hatte, startete er den Motor und für durch das Abendliche Berlin in Richtung Stadtteil Marzahn.
Nach 30 Minuten meldete das Navigationsgerät, das er noch einmal rechts abbiegen müsse und dann wäre er am Ziel. Ersetze den Blinken ordnete sich nach rechts ein und bog an der nächsten Ampel ab. „Sie haben Ihr Ziel erreicht“ töne es aus dem Lautsprechern. Ja Teil 1 ist geschaft, jetzt nur noch Teil 2 und 3 dann bin ich an der ersten Etappe angekommen. Langsam für er die Straßen entlang. `Verdammt` dachte er. Die Ossiblocks sehen doch alle gleich aus.
Er mochte den Osten von Berlin nicht.
Die neuen Bundesländer fand er zum kotzen, die würden nur Geld kosten und die Ossis waren bis auf einen alle bei der Stasi und stinkendfaul.
Woher seine Ablehnung kam konnte er nicht sagen, er wusste nur das sein Freund Chris aus dem Osten kam und den mochte er. Für Michael war Chris ein Wessi so wie er selbst, zielstrebig, fleißig ehrlich und überhaupt ein besserer Mensch. Und warum wohnt ein Mädchen aus Frankreich im Osten, da gehört sie nicht hin. Das ist nicht die richtige Gegend für so eine schöne und intelligente Frau.
Michael versuchte die Stelle zu finden wo er in das Taxi gestiegen war. Er wusste nur das eine Haltestelle in der Nähe war. Wenn er diese fand, war alles kein Problem.
5 Minuten später fand er sie , und hatte auch noch Glück das er in der Nähe einen Parkplatz fand. Eigentlich waren es ja zwei, aber die schmalen Dinger waren in seinen Augen mal für die Plastikbomber a la Trabbi gemacht worden und für seinen Sportwagen viel zu schmal. Außerdem hatte er Angst das man seinen schönen Wagen verkratzen könnte und stellte sich einfach quer über beide Plätze. Sollen doch die anderen sehen wo sie ihre 2Taktstinker abstellten.
Bevor er ausstieg öffnete er noch das Handschuhfach sowie die Mittelarmlehen und lies sie einfach offen. Wenn diese Wilden schon an sein Auto wollten, konnten sie direkt sehen, das es nichts wertvolles in dem Wagen gab.
Er stieg aus , sperrte den Wagen ab und schaute sich um.
Von den Wohnblocks gab es an dieser Stelle 4 Stück. Also musste er im schlimmsten Fall 4 mal irgendwie rein und dann auf die 15 Etage kommen.
Er wand sich den ersten Haus zu was für Ihm am nächsten war zu. Den Möbelwagen auf der anderen Straßenseite hatte er gar nicht beachte.
Als er vor der Haustür des ersten Hause stand, lass er an dem schierendlosen Klingelbrett die Namen in der Hoffung das er einen recht französischen Namen entdecken konnte. Nur so recht Ahnung von französischen Namen hatte er nicht und irgendwie sah auch keiner danach aus.
Wahllos drückte er auf einen Knopf von den Oberen Etagen. Nach einer Weile hörte er eine Stimme aus dem Lautsprecher krätzchen.
„Hallo“
„ Ja ich bin´s, mach mal auf“ rief er in das Mikro.
Zu seinem erstaunen ging kurz danach auch der Türöffner los.
„Das war ja einfach“ sagte er sich als er die Türe ausstieß.
Gegenüber der Fahrstühle sassen ein paar Jugendlich rum und machten so eine Art Party, mit billigen Bier vom Netto.
„Eh mester, hier wohnen keene Nutten, du has dich verlaufen“ nöllte Ihn ein Mädchen frech an. Er beachtete sie nicht und drückte den Fahrstuhlknopf.
Die anderen lachten und machten sich über Ihn lustig.
„Haste mal nen Euro Mester?“
In dem Moment ging die Fahrstuhl Tür auf , schnell trat er ein und drückte auf die Taste für den 15. Stock. Die Türe schloss sich und der Aufzug setze sich in Bewegung.
„ Ey alder,der will in de fufzenhnte, wer wohnt den da? Zu wem will der Lackaffe?“ hörte er die Goere noch bevor der Aufzug zu weit weg war. `zu Nicole` dachte Michael.
Die Fahrstuhltüre öffnete sich und Michael war sofort klar das er im falschen Haus war. Die Wände waren frisch gestrichen. Alle Neoleuchten brannten es hingen Bilder an den Wänden und nah der Fenster standen Grünpflanzen. Sah schon fast wie eine Lounge aus, dachte er als er die Stühle und den Tisch sah.
Auf die Teeny´s vor dem Aufzug hatte er keine Lust und so lief er zum zweitenmal an diesem Tag die 15 Stockwerke hinunter in der Hoffung das er das nicht noch zweimal ohne Erfolg machen müsste.
In das zweite Haus gelang er auch ohne Probleme, hier gab es nur keine Jungendliche die einen auf Party machten. Dafür musste er sich bin zu 13 Etage den Fahrstuhl mit einem alten Mann und seinen dauerkläffenden Köter teilen. Bis auf die Grünpflanzen sah es in der 15. Etage genau so aus wie im Haus was er zuvor versucht hatte. Trotzdem lief er bis zu der Tür aus der er am Vormittag vermeintlich herausgekommen war.
`Wieder kein Glück` murmelte Michael , als er das Schild af der Türe lass . `Hier wohnt Sabine Herzog und Thomas Schmitt`. Er verlies das Haus wie er gekommen war.
Auf der Straße zündete er sich erst einmal eine Zigaretten an, schaute nach seinem Auto und suchte dann einen Weg über die Straße. Er lief diagonal über die Straße und erreichte die Türe als eine Frau mittleren Alters die Türe aufschloss. Er trat hinter ihr ein. Sie Mustere Ihn misstrauisch von Kopf bis Fuß.
Der Fahrstuhl kann und sie stiegen ein. Die Frau drückte auf den Knopf mit der 15 drauf.
„Wolln se auch in die 15“ fragte Sie, als er keine Knopf drückte und die Tür sich bereits geschlossen hatte.
„Ja“
„Zu wem wolln sen da?“ fraget sie weiter.
Sie fing an Michael zu nerven, typische Stasitante. Dachte er.
„ Zu Nicole“ war seine kurze Antwort.
Sie überlegte nur kurz, „Da gibt es keine Nicole, und hier gibt es och keene Russennutten. Ik glob Sie verschwinden jans schnelle“
Der Aufzug hielt an und die Tür öffnete sich. Die Frau stieg aus und blieb direkt hinter der Tür stehen drehte sich um und sagte laut zu Ihm.
„Se fahren jans schnell runter, ik wird ja sehen ob se aud dem Haus kommen, wenn nich ruf ik die Bullen, hamse mik verstanden?“
„Alles klar, bin schon weg. Hab mich eh im Haus getäuscht“
Michael drückte auf den Knopf mit dem E und war froh das die Türe zuging und der Aufzug abwärts fuhr.
Was glauben die Leute eigentlich? „Seh ich so aus als hätte ich Nutten nötig ? Eher müssten die Weiber mich bezahlen“ Michael war sauer. So hatte er sich das nicht vorgestellt.
Er ging langsam die Straße entlang zum letzten der 4 Häuser. Den Möbelwagen nahm er immer noch nicht wahr und erst recht nicht die junge blonde Frau die auf dem Beifahrersitz saß.
Nicole erkannte Ihn sofort. Seine Haltung und der Gang. Sie würde ihn unter hundert Leuten sofort erkennen.
Er lief an ihr nur in wenigen Zentimetern vorbei und sie bewegte sich nicht.
„Vous voleur. Je ne pourrai jamais te revoir. Du Dieb. Ich will dich niemals wieder sehen“ sagte sie leise vor sich hin.
Sie war aufgewacht weil sie eine Tür zuschlagen hörte. Drehte sich um, um ihn wach zu küssen. Doch er war nicht mehr da. Alles von Ihm war weg, sie fand keinen Zettel, keine noch so klitze kleine Nachricht. Nur der Bildschirm Ihres Laptop war aktiv. Sie hatten sich geliebt in dieser Nacht. Sie fand es sehr schön, viel intensiver als bei den anderen Männern, sie hatte sich verliebt. Und nun kam sie sich wie Putain, ja wie eine Hure vor. Benutzt und abgelegt.
Sie hasste Ihn, hasste Ihn von ganzen Herzen.

Die Haustüre stand offen und so war es für Michael ein Kinderspiel in die 15. Etage zukommen. Sofort erkannte er das er dieses Mal richtig war.
Als er an Nicoles Türe ankam, stand sie offen und er hörte Männerstimmen. Vorsichtig drückte er die Türe auf, und sah die hellgrünen Wände. Nur Möbel sah er nicht.
„Nicole“ rief er.
Ein Mann trat aus dem Schlafzimmer heraus.
„Meester da biste zu spät jekomen, die ist vor 10 Minuten ausgezogen“ sagte der Mann.
Michael stammelte nur noch, „ Wissen sie wohin sie gezogen ist?“
„Junger Mann, ik bin hier zwar Hausmeester awa Jott bin ik nich. Keene Ahnung wohin die jezogen is“
Wort und Grußlos verlies Michael das Haus. Da sah er den Möbelwagen davon fahren.
„Da , da da fahren sie“ rief er um dann lauter dem Lkw hinterher zuschreien „Nicole halt an warte auf mich“.
Doch Nicole und Ihre beiden Helfer hörten und sahen Ihn nicht.
Michael rannte über die Straße , sprang in dein Auto. Mit quitschenden Reifen schoss er aus der Parklücke und jagte die Straße in die andere Richtung entlang. Er musste sie einholen, den schnelleren Wagen hatte er.
Nur was er nicht hatte waren grüne Ampeln.
„Weg ist sie, so eine Scheiße. Diese Verdammte Büroschlampe. Die hat doch gewusst das Nicole umzieht und mir erzählt die das die Nicole beruflich verreist wäre übers Wochenende. Die gottverdammte Vorzimmerschlampe“
Michael tobt in seinen Auto. Er hatte verloren. Gestern Claudia und heute Nicole.

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