Kreativität oder Style

Immer und immer wieder hört man als junger, jung im Sinne von neuer, Fotograf. Du musst deinen eigenen Stil finden. Musst dich von der Masse der Fotografen absetzen. Mußt einen Wiedererkennungswert haben.

Man tut sich damit am Anfang sehr schwer. Den was ist der eigene Stil? Was ist die eigenen Bildsprache. Gibt es doch Millionen von Fotografen und Fotogräfinnen auf dieser schönen Welt. Und damit wird sich der eigene Stil irgendwo wiederholen.

Doch ist es der richtige Weg. Seinen Stil treu zu bleiben. Und immer und immer wieder die gleiche Bildsprache sprechen?

Je länger ich mich mit dem Thema beschäftigt habe. Um so mehr vertrete ich im Moment den Standpunkt. Dass der eigene Stil die Kreativität bremst.

Ist man doch versucht, immer die gleiche Bildsprache zu sprechen. Egal wie das Motiv auch ausschaut. Verlässt man den Pfad des ganz persönlichen Stils und beginnt kreativ zu arbeiten. Beginnt die persönliche Entwicklung. Ohne den Bereich der Fotografie zu wechseln.

Diese Entwicklung kann man jedoch nicht in Form von Workshops erhalten oder gar bekommen. Workshops sind gut um ein Einblick in verschiedene Techniken oder Verfahren zu bekommen. Workshops vermitteln Grundlagen. Workshops bringen aber keine persönliche Kreativität.

Kreativität bekommt man nur, wenn man am Ball bleibt. Wenn man Bilder macht. Seine Bilder. In seiner Sichtweise. Und nicht die Kopie von „angesagten“ Fotografen.

IMG_2389
Aktportrait