Indoor

Nach den ganzen Outdoor Landschaftsbilder. War es wieder einmal an der Zeit. Sich mit dem eigentlichen Hauptthema zu beschäftigen. Neues Model und neues Studio. Machten die Sache dabei nicht einfacher. Irgendwer sagte mal. Man wächst mit seinen Aufgaben. Ein Spruch den ich mehr hasse. Als den ollen Satz. Man muss Prioritäten setzen.

Diese beiden Sätze. Und noch viele andere mehr. Dienen nur dazu. Die Mitarbeiter, Kollegen etc. pp. unter erhöhten Leistungsdruck zu setzten. Meist um von der eigenen Unzulänglichkeit abzulenken. Gleich, Jetzt, Sofort. Schneller. Ihr müsst. Bis heute Abend muss.

Alles Unsinn. Alles unnötig.

Vor ein paar Tagen hab ich einen Spruch ein wenig umgewandelt.

Was du heute kannst besorgen. Das verschieb ruhig mal auf morgen. Den wir wissen es bereits. Gegessen wird nie kochend heiß.

Man macht uns verrückt. Bringt uns selbst aus dem Tritt. Stress und Hektik. Wohin man schaut. Zum Ausgleich rennen die Menschen zum Sport für die Work-Life-Balance.

Alleine die Wortkombination ist der Kracher. Work-Life-Balance. Gingen die Menschen früher arbeiten um zu Leben. Ist es heute eher umgekehrt zu sein. Man Lebt um zu arbeiten. Verkehrte Welt. Wie heißt es so schön? „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Die modernen Manager würden es heute versuchen. Nein. Eher würden sie die Vorgabe bringen. Rom an einem Tag zu erbauen. Wenn es nicht klappt. Muss hat das Personal ausgetauscht werden. Und am Ende stellt sich die Frage. Was machen wir dann den Rest der Woche? Und wem nützt es?

Zurzeit erlebt ich das in meinem eigenen Job. Bedingt durch Kurzarbeit und Zwangsgleitzeit. Ist nur ein Teil der Mannschaft da. Das Arbeitsvolumen in der Anzahl geringer. Doch um Einvielfaches Zeitintensiver. Das Management hat nicht besseres zu tun. Wie ein Milchmädchen zu rechnen. Und tagtäglich Mails zu versenden. In dem man aufgefordert wird. Mehr zu tun. Noch mehr zu tun. Quantität über Qualität.

Fragt sich nur wofür? Damit der Geschäftsführer vorm Vorstand glänzen kann? Damit der Geschäftsführer seinen Mitarbeitern keine Rückendeckung geben muss?

Ich kann mich gut an meine alten Meister erinnern. Damals kurz nach der Lehre. Er wurde vom Abteilungsleiter gefragt:

„Wie lange braucht der Arbeiter für die Tätigkeit?“

Seine Antwort:

„Gut 2 Wochen. Schneller geht es nicht.“

Antwort des Abteilungsleiters:

„Dann machen es zwei Arbeiter. Dann können wir die Tätigkeit nach einer Woche beenden.“

Mein Meister schaute ihn an. Und ohne nur mit einer Wimper zu zucken, antwortete er.

„Gut dann machen es 4 Arbeitern. Dann brauchen wir gar nicht erst anzufangen.“

Wortlos verschwand der Abteilungsleiter.

So etwas gibt es heute gar nicht mehr. Vorgesetzte die sich vor ihre Mitarbeiter stellen. Die den Arsch in der Hose haben. Den da oben einfach mal Kontra zu geben. Damals gab es auch noch Manager. Die über die Antworten nachgedacht haben. Und nicht diese Schlippis. Die sofort beleidigt sind. Und Mitarbeiter entlassen, die nicht nach ihrer Pfeife tanzen.

Die Welt braucht kein Work-Life-Balance Unfug. Die Welt braucht Manager, Bosse, Firmeninhaber. Die Ahnung von der Technik haben. Die wissen, wo die Problem in Entwicklung, Herstellung, Logistik und Vertrieb sind. Die Welt braucht Konzernführungen, den die Mitarbeiter wieder etwas wert sind. Mehr Wert als die Aktieninhaber und Gewinnausschüttung.  Die Welt braucht Typen. Kantig, ungehobelt. Macher. Und nicht diese weich gelutschten Volkswirte, Betriebswirte, Analysten und Anleger.

Aktien machen nicht satt. Und nur einmal warm.

Jetzt hab ich so viele Sprüche in diesen Text geschrieben. Da fällt es mir leicht einen Abschlussspruch noch zu besten zu geben.

„Wer nichts wird. Wird halt Volkswirtschaftswirt. Wer gar nicht wird, wird Betriebswirt“

Und was hat der ganze Text jetzt mit dem Bild zu tun. Nichts. Außer das ich euch das Bild zeigen will. Und meine Gedanken euch vermitteln.

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