ein mehr an Analog

Nicht das man jetzt denkt. Ich springe auf den Trendzug der anlogen Fotografie auf. Nein das hab ich auf gar keinen Fall vor. Auch wenn ich meine alte Minolta Spiegelkamera noch hege und pflege. Ich bleibe der digitalen Fotografie treu. Auch wenn es im Moment weniger an Shootings geworden ist.

Was allerdings nicht mehr digital sein wird. Sind die zahlreichen Plattformen der Komunikation in unserem verrückten Zeitalter. Jedenfalls nicht mehr alles. Es ist schon länger an der Zeit. Der einen oder anderen Plattform den Rücken zu kehren.

Besonders wenn man merkt, wie wenig man auf diesen Plattformen noch aktiv ist. Wie wenig man sie wirklich braucht. Wie wenig reale Freundschaften aus den ganzen digitalen Freunden geworden sind.

Der von mir hochgeschätze Beruffotograf im fernen Hamburg, war in diesem Schritt etwas schneller. Einfach mal einen Schlußstrich ziehen. Raus aus dem digitalen rein in das analoge reale Leben.

Und so hab ich dann den ganzen Abend damit zubracht Beiträge und Bilder auf den Facebook Account zu löschen. Um nach drei Stunden dann auf den  Löschen Knopf zu klicken. Einfach so, nach der Eingabe des Passwortes.

Und weil ich in dem Moment einen echten Lauf hatte. Durfte sich die Facebook App auf den Handy auch gleich im Datenfriedhof mit ihrer Löschung abfinden.

Was jetzt am Ende bleibt von diesen ganzen Plattformen, welche einen immer mehr mit Werbung überschütten. Werd ich in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren sehen.

Appropo sehen. Mache meiner Leser und Betrachter. Sehen im Moment wahrscheinlich statt Bilder kommische Bildchen. Warum das so ist entzieht sich meinen Kenntnisstand. Was jahrelang super gut klappte macht jetzt massiv Probleme.

Erst das Problem mit den Umlauten und jetzt Bilderdatenmüll. Da vergeht einem die Lust auf den Blog. Jedenfalls in seiner jetzigen Form. Was nicht bedeutet, das hier die Lichter ausgehen.

Aus Fotograf oder Hobbyknipser möchte man seine Bilder ja auch zeigen. Ein wenig das eigene Ego mit den einen oder andern Like streicheln lassen. Was bei Facebook anfing setzt sich auch auf anderen Plattformen immer weiter durch. Die Freiheit der Nippel.

Also die Plattformen sind Nippelbilder frei mit heuchlerischer Doppelmoral.

Da bleibt mir als Aktfotograf wenig Spielraum für die gewaltige Eigenwerbung. Wobei ich kein einziges Shooting oder gar Job, von dem träumt ja so manchen Hobbyknipser, in der schönen bunten Facebookwelt ergattern konnte.

Ob jetzt meine Aktivitäten auch bei Instagram zu ende gehen. Darüber hab ich final noch nicht entschieden. Gegen die Masse an billigen und schlechten Selfibildern mit Duckface und Donnerbalken als Augenbraunersatz komm ich nicht an. Bilder für Instgram zu machen ist für mich sinnfrei.

Und was mach ich jetzt mit der freien Zeit, die durch die Löschung von dem Facebook Account frei wird?

Hoffentlich neue schöne Bilder erarbeiten. Und wieder ein Mehr an Schreibarbeit leisten. Damit die Schreibstube hier wieder aktiviert werden kann.