Nach der Tour in die Vogesen und dem Elsass sind wir auf dem Weg zu unseren Freunden einmal durch den Kaiserstuhl gefahren. Ich hatte immer gedacht, der Kaiserstuhl wäre nur ein Berg. Doch es ist ein kleines Gebirge in Baden zwischen Vogesen und Schwarzwald.

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Der Kaiserstuhl im Kaiserstuhl. Keine Werbung für eine Möbelhauskette.

Bei ersten Besuch war das Wetter nicht so schön. Tiefe Wolken, kalter Wind doch der Kaiserstuhl zeigte sich von einer seiner schönen Seiten.

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Blick in die Ferne über Dörfer und endlose Weinberge

Mit einer fantastischen Aussicht ging der Tag dem Ende entgegen. Am nächsten Wochen echtes Kaiserwetter. Fast wolkenloser Himmel und Sonnenschein. Wir mußten noch einmal an die Stelle fahren wo wir am Tag vorher schon ein paar Bilder gemacht hatten.

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Kaiserstuhl im Licht der Abendsonne

Eigentlich ist die Region um den Kaiserstuhl die wärmste im ganzen Land. Wir hatten leider kein Glück mit dem Wetter. Und doch konnten wir die Schönheit dieses Landstriches erkennen.

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Kaiserstuhl im Schein der Morgensonne.

Hier lässt sich gut wandern, gut essen und den Tag bei einem guten Glas Wein ausklingen. Eine wunderbare Ecke um den Stress des Alltages an einem Wochenende oder für ein längeres Wochenende zu entfliehen um Kraft für den Alltag zu tanken.

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Noch fehlt der Natur ein wenig Grün, doch schon jetzt ist es wunderschön hier.

Überhaupt ist der Einfluss von Frankreich zu spüren. Die Menschen hier essen gerne und genießen das Leben ein wenig anders als zum Beispiel in NRW.

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Terassenfelder des Weinanbaus.

Ostern ist vorbei und wir fahren Freunde besuchen in Baden. Genauer in Freiburg. Eigentlich der wärmste Landstrich in Deutschland. Doch wir haben Pech. Auf unserem Tagesausflug in die Vogesen und den Elsass erleben wir fast alles was das Wetter einen nur bieten kann.

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Alles außer Wärme, dafür Schneefall, Regen, Sonnenschein und ständigen Wind. Bei Temperaturen um die Null Grad.

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Doch das läßt wir uns nicht von der Schönheit der Landschaft ablenken. Am Lac Blanc machen wir eine Pause mit Vesper und heisen Getränken. Bis der Schnee und der Wind zurück kommt.

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Und so fahren wir nach Riquewihr. Einfach sehenswert der kleine Ort mit seiner Befestigungsanlage. Da nimmt man auch die Parkgebühren von mindestens 3 Euro für 2 Stunden in Kauf.

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Malerisch ist die kleine Altstadt

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Und schnell sind 2 Stunden vorbei. In denen wir unsere Nasen in die verschiedenen Lebensmittelgeschäfte stecken._MG_1148-Bearbeitet

Dann fahren wir noch nach Ribeauville. Die Stadt ist etwas größer aber nicht weniger reizvoll.

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Und wir erleben, Gastfreundlichkeit auf Elsässer Art. Als wir vor dem Parkscheinautomaten standen und verzweifelt Kleingeld suchten, wurde uns ein noch gültiges Ticket von einem netten Franzosen geschenkt.

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Da dieses beim Verlassen des Ortes immer noch gültig war, haben wir es an einen anderen Franzosen verschenkt. Das ist gelebtes Europa 🙂

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Und so ging ein wunderschöner Tag bei mässig schönem Wetter zu Ende. Auf der Rückfahrt nach Bötzingen haben wir uns noch den Kaiserstuhl angesehen.  Einen Dank an unsere Gastgeber, Reiseleiter und Freunde Familie Kenk. Danke ihr 4 für 2 wunderschöne Tage.

Heute möchte ich meine Kamera vorstellen, da es einige interessiert. Entgegen den Trend bin ich nach dem Wechsel von Minolta über Sony zu Canon dieser Marke treu geblieben. Und habe den Erneuten Wechsel auf die Sony nicht mitgemacht.  Zu einem ist ein Systewechsel eine recht teuere Angelegenheit und auch sehr zeitintensiv. Denn das neue System muß erst einmal verstanden werden. 2017-04-16 11.37.17_1492335519862

Die Canon 70D ist kein Highend Produkt und will es auch nicht sein. Preislich liegt sie im Mittelfeld und auch die Leistung der Kamera sind im oberen Mittelfeld anzusehen. Klar es gibt bessere Model von Sony, Nikon und auch Canon. Doch die kosten auch ein vielfaches mehr. Die 70D ist der Allrounder im Canonsystem, sie kann alles und vieles, ist aber auch kein Spitzengerät in der einen oder anderen Leistungsgruppe. Doch für den fortgeschrittenen Hobbyfotograf ist sie das Gerät mit dem besten Kosten/Nutzen Faktor.

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Sie ist nicht langsam im Focus aber auch nicht die schnellste. Das Rauschen fängt spät an, ist jedoch vorhanden. Hat keinen Vollformatsensor (Vollformat bedeutet im Grunde nur Kleinbildformat aus der analogen Fotografie) sondern einen entwas kleineren APS-C Sensor. Kreuzsensoren gibt es auch nur 19 Stück, doch die reichen gut aus. Doch dafür hat sie einige Highlihts die anderen teuere Kameras nicht haben.2017-04-16 11.35.12_1492335520240

Das Display ist der größte Pluspunkt überhaupt. Es zeigt erst einmal alle Funktionen an die man wirklich benötigt. Da das ganze noch mit einer Touchfunktion ausgestattet ist, geht die Einstellung mehr als schnell und einfach. Liveansicht ist selbstverständlich. 2017-04-16 11.35.53_1492335520161

Aber der eigentliche Clou ist die Dreh und Schwenkmöglichkeit des Display im laufenden Betrieb. Canon 70D Besitzer sind die Fotografen die meist sauber von den Fototouren zurück kommen. Durch das Display braucht man nicht nicht in den Dreck zulegen um tiefe Aufnahmen zu machen. Überkopfaufnahmen sind genauso einfach zu bewerkstellen. Hast du eine Canon 70D gehts du wenig auf die Knie, brauchst keinen Winkelsucher und der Fernauslöser, bei Langzeitbelichtungen nötig, bleibt auch im Rucksack.  Wer möchte kann die Kamera auch mit dem Handy/Tablet per WiFi verbinden. Doch die meisten Canon 70D Besitzer machen es praktisch nie, da es einfach keine Grund dafür gibt.

Wechseln auf ein höherwertiges System wird den Canon 70D Besitzer sehr schwer gemacht. Gut eine Canon 7D ist schneller. Eine Canon 6D ist mit dem Vollformatsensor ausgestattet und hat eine sehr gute Lichtleistung. Das Bildrauschen fängt sehr viel später an. Eine 5D kann alles noch besser allerdings zum 5fachen Preis. Von der 1D sprechen wir erst lieber gar nicht. Den allen höherwertigen Systemen fehlt eines. Das Klapp-Schwenk-Touchdisplay. Und noch ein Vorteil hat die 70D, sie arbeitet mit den einfacheren APS-C Objektiven genauso gut zusammen, wie mit den teuren und besserer L Serienlinsen aus dem Haus Canon. Objektive von Sigma, Tamron ect.pp. funktionieren als APS-C oder Vollformatsystem genauso gut oder schlecht.

Der 70D User wird nur dann nervös, wenn es um den Nachfolger der Canon 80D geht. Den dieses Model hat ein paar Feinheiten dazubekommen.

Noch ein kurzes Wort zu Sony. Ja Sony baut auch gute Kameras keine Frage. Doch noch konnte mir keiner sagen wie sich der Akkuverbrauch bei dem elektronischen Sucher auswirkt. Den schau ich bei Sony durch den Sucher, blicke ich nur vor ein Minidisplay was im Gegensatz zu den optischen Suchern ständig Strom verbraucht. Und noch etwas fällt mir bei der Sony Alpha 7 II auf, die Bilder sind sehr oft überschärft. Dadurch wirken sie für mich unnatürlich. Inwieweit das durch die Nachbearbeitung der Sony User kommt, kann ich nicht beurteilen.

Alles in allem, die Canon 70D und ihr Nachfolger die 80D sind die Kameras für fortschrittliche Hobbyfotografen und den einen oder anderen Profi. Gute Mittelklassekamera für einen akzepablen Preis. Die Leistungsgrenzen der Kamera zu erreichen, wird für viele Fotografen jahrelang dauern.

Schloss Pillnitz gehörte früher einmal zum Dorf Pillnitz was nur ein paar Flußkilometer stromaufwärts kurz vor Dresden lag. Heute ist es ein Stadtteil von Dresden und ein Anziehungsmagnet für zahlreiche Touristen aus aller Welt. In Kindertagen war es für uns wenig erfreulich wenn ein Schulwandertag mal wieder nach Pillnitz ging, schliesslich konnten wir selber mit dem Fahrrad in 30 Minuten hinfahren. Heute sieht man das ganze mit anderen Augen. Kann Stundenlang durch den Schlosspark schlendern, sich dabei fremde Pflanzen ansehen, die zahlreichen Eichhörnchen beobachten und sich am Ende bei einem guten Essen in der Schlossschänke über einen gelungenen Tag erfreuen.

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Schloss Pillnitz an einem verregneten Tag im April 2017

Am ersten Tag meines Besuches gab sich Schloss Pillnitz bedeckt. Schwere Wolken hingen in den Weinbergen hinter Pillnitz.

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5 Minuten Belichtungszeit reichten bei nachlassendem Licht nicht mehr aus.

Und dann ging mir auch noch das Licht aus. Pillnitz wollte sich an diesem Tag nicht von seiner besten Seite zeigen. Oder das Schloss kannte meine eigene Gefühlslage, den es war kein geplanter Besuch in meiner Heimat.

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Pillnitz in der Abendsonne im April

Zwei Tage später. Tolles Wetter, schönes warmes weiches Licht strömte durch das Elbtal. Pillnitz zeigte sich farbenfroh und fröhlich.

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Ansicht von der Autofähre

Und so beschloss ich nach ein paar Aufnahmen von der Kleinschachwitzer Elbseite. Mit der Autofähre überzusetzen um noch ein paar Aufnahmen vom Innenhof zu machen.

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Eingang in den Schlosspark

Da es schon recht spät am Tag war, waren keine Parkplatzgebühren mehr zu entrichten. Um diese Zeit sind die meisten Touristen schon wieder in der Stadt und nur noch ein paar Fotografen und Einheimische verteilen sich auf dem Gelände.

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Hinterseite des Wasserpalais im Gegenlicht

Beste Voraussetzung für Fotos ohne Graufilter und ohne störende Personen.

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Bergpalais im Schein der Abendsonne

Das Licht war fantastisch warm. Im April muß man sich aber beeilen, weil es auch schnell weg ist.

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Auf die Sonnenuhr ist meist mehr Verlass / Neues Palais

Zeit ist knapp.. dieser alte Spruch wird da schnell zur Gewissheit.

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Rückseite das neuen Palais

Knapp 40 Minuten gab die Sonne mir Zeit, dann zogen langsam der Abendnebel auf.

 

Und mit den letzten Sonnenstrahlen zeigte sich die Elbe noch einmal in frühlingshafter Schönheit.

Mehr Informationen zum Schloss und Schlosspark Pillnitz findest du unter den Eintrag bei Wikipedia „Schloss Pillnitz„.

 

April 2016. 8 Uhr morgens ist das Treffen, mit dem Veranstalter am Hauptbahnhof in Kiew. Wir sind seit kurz nach 6 Uhr unterwegs. Bepackt mit Wechselwäsche, Waschzeug für 2 Tage und der Fotoausrüstung. Die Anreise von Hotel zum Treffpunkt war doch schneller als erwartet, so gibt es noch reichlich Zeit für ein Frühstück im Bahnhof. Für Kiewer Verhältnisse unverschämt teuer aber sehr schmackhaft. 15 Minuten vor 8 Uhr sind wir am TreffpIMG_0688unkt und langsam gesellt sich die Reisegruppe ein. Deutsche, Schweizer, Österreicher, Finnen, Briten und noch ein paar andere Nationen sind in der 20 Köpfigen Reisegruppe. Nachdem die Formalitäten erledigt sind, in Kiew wird Bargeld bevorzugt, werden die 20 Leute auf zwei Minibusse aufgeteilt. Wenig Platz für Gepäck aber es ist okay.  Kurz vor 9 Uhr geht es dann los. 3 Stunden lang, mit einer 30 Minütigen Pause, in Richtung Sperrzone. Zeit um sich das Land aus dem Bus anschauen zu können, jedenfalls das was man von einem Bus aus sieht. Fazit dabei, Kiew ist reich danach wird es arm. Irgendwann wird der Verkehr merklich weniger. Und dann ist er da, der erste Checkpoint, der Eingang in die Sperrzone. Alle müssen die Busse verlassen, Ausweise werden überprüft. Es ist fast so wie an der ehemaligen Innerdeutschen Grenze. Zeit für eine Zigarette. Fotos macht keiner.

Dann geht es in den Busen weiter. Es dauert nicht lang bis zum ersten Stop. Uns wird ein altes Kulturhaus aus sowjetischen Zeiten gezeigt. VerlasIMG_0685sen, verfallen, ausgeplündert. Und doch erkennt man den Glanz und den Stolz aus diesen alten Tagen. Einen Zeitraum wo man streiten kann ob es den Menschen damals nicht besser ging.  Sie hatten Arbeit, hatten ein Einkommen, hatten Wärme, Nahrung und eine Zukunft. Heute haben sie eine vermeintliche Freiheit und oft nichts mehr. Sie sind im Mahlwerk des großen Kapitals und der Machtspiele von wenigen Reichen und Ultrareichen. Doch bevor ich mich hier an dieser Stelle noch mehr über das für und wieder in unserer vermeintlichen „besten“ Lebensart auslassen werde, zeig ich euch lieber ein paar Bilder. Wie auch schon beim ersten Teil ohne Kommentare, ohne persönliche Wertung.

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Der Besuch eines abstrakten Ortes Teil 1

Der Besuch eines abstrakten Ortes Teil 3

Als erstes hab ich bei diesem Bild einiges an Vorbereitung erledigen müssen. Die Erdbeeren waschen, putzen und kleinscheiden. Dann alles in den Mixer um ein Muse zubekommen. Als nächstes wurden die Gläser gespült und poliert. Muse einmal mit Milch angerührt. Kurz mit Zitrone abgeschmeckt. Teil 1 war fertig. Zwei weitere Gläser mit Muse gefühlt, einmal als Smoothie einmal als Muse mit Quark. Der Rest landete im Quark mit ein wenig Zitrone und Zucker.  Beim Abfüllen der Gläschen hab ich dann nur noch mit Baumwohlhandschuh gearbeitet.

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Im Studio wurde an meiner weißen Wand, der schon bekannte Tapeziertisch aufgebaut. Billige weiße Papiertischdecke drauf. Um darauf den Spiegel zu legen. Dann war wieder putzen angesagt.

Mit einem Microfasertuch wurde der Spiegel auf Hochglanz poliert. Stativ mit Dauerlicht und Stativ mit Kamera dazu. Damit waren die groben Vorarbeiten fertig. Jetzt konnten die _MG_0942Gläschen auf einer Servierbank aufgestellt werden. Nun konnte ich schauen wo und wie die Gläschen stehen müssen, damit soviel Spiegelung vorhanden ist ohne störende Kanten. Und der erste Yongnug Systemblitz wurde aufgestellt.  Im nächsten Schritt, kam der zweite Blitz dazu und es wurden noch ein paar einzelne Früchte platziert um die hässlichen Aufkleber auf der Unterseite von der Bank zu verbergen. Auch begann ich dabei das Licht einzustellen. Blende und Zeit an der Kamera waren 125 sec bei Blende _MG_09448 und ISO100.  Leistung der Blitze zwischen 1/128 und 1/64  der vollen Leistung. Doch irgendwas fehlte mir noch. Der Hintergrund sah leer und nackt aus. Meine neue Assistentin, nein ich hab keine Angestellten, es handelt sich dabei um meine Tochter, hatte die Idee mit Blütenblättern. Was mich auf den Gedanken brachte, dem Kirschbaum vorm Haus einen Zweig zu entweder. Erste Setproben sahen schon ganz gut aus. Eine eingeschnittene Frucht wurde noch auf eines der Gläschen plaziert. Aber irgendwie war ich noch nicht so zufrieden. Rechts fehlte etwas. Etwas Farbe, etwas was den Platz füllte. Und die Gläschen sahen auch noch leer aus. _MG_0951Ein Paar Löffelchen, ein abgeschnittener Strohhalm und ein zweiter Zweig wurden im Set eingebaut. Das Ziel war nah, nur noch ein wenig Feinarbeit und die Bildidee war umgesetzt. In den nächsten Stufen der Bildentwicklung hab ich dann mit den Blitzen gearbeitet. Leistung, Ausrichtung und Winkel wurden verändert. Auch der Abstand der Blitze wurde immer ein wenig geändert. Und der Strohhalm verschwand wieder.

Und dann war es fertig. So wie ich es haben wollte. 4 Variationen der Erdbeere.

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Am Schluß hab ich noch ein wenig mit Wasser experimentiert. Um noch mehr Frische zu simulieren. Was mir dann überhaupt nicht mehr gefallen hat.

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Nachdem das ganze Set wieder abgebaut war, die Bilder im Rechner übertragen wurden, dieser Beitrag geschrieben worden ist. Freuden sich Oma und Tochter über leckere Varianten der Erdbeere.

Orte der Vergangenheit, der eigenen Vergangenheit. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit viel Erinnerung an noch viel mehr positiven Erlebnissen.

Und weil es so viele schöne Erinnerungen sind, die negativen verblasen mit der Zeit, fährt man diese Orte besuchen. Verweilt einen Moment, saugt die Luft ein, spürt ein wenig Heimat, ein wenig Vertrautheit. Auch wenn einiges inzwischen anders ist, manchmal auch ein wenig fremd.

Dresden – Leuben Zamenhofstraße um genau zu sein. Unser Block unser Hof unser Revier.

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Mein Block, 8 Etage bei gutem Wetter ein Ausblick zum Träumen. Damals noch weiß heute bunt. Unser Kindergarten. Ort unserer wilden Spiele.

Vom Balkon konnte ich den Kindergarten sehen. Aus dem 8 Stock bis in meine Gruppe war es nicht weit. Aufzug, Hinterausgang und schon war man bei seinen Freunden. Alles kein Problem, wir wohnten ja doch fast alle im selben Block oder in den anderen daneben. Wir kannten uns und wir hatten Spaß. Sozialismus kannten wir nicht, nur Sandkasten, Klettergerüst und den Fussball. Letzteren benutzen wir, zum Leidwesen der Mütter, zu gerne auf den Wäschetrockenplätzen. Wir waren laut und wir waren frei.

Nach dem Kindergarten die Schule. Und der Wahnsinn ging weiter. 90% aus dem Kindergarten waren in einer Klasse. Die 1b der 66.pholytechnischen Oberschule Dresden sollte noch in vielen Mündern landen. Den wir waren immer noch wild und immer noch frei. Und wir waren Freunde.

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9 Jahre lang der Weg zur Schule und nach Hause. 6 Tage die Woche. Bei Wind und Wetter. Nachmittags der Weg zu unseren Abenteuern.

Eine Frage die ich mir bis heute stelle und bis heute keine Antwort bekommen hab. Wenn die Erwachsenen geahnt hätten was für eine Klasse sie da zusammenstellen, hätten sie es versucht zu verhindern? 🙂

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Alter Gemüseladen an der Prinaschen Landstraße

Der Gemüseladen. Wie das Angebot war, ja daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Kohl aus Mittelsachsen, Kartoffeln aus der Ukermark, Gurken aus dem Spreewald und zu Weihnachten die Bäume aus dem Erzgebirge. An was ich mich jedoch gut erinnern kann. Eines Tages stand der Anbau aus PVC in Flammen. Meter hohe Flammen, Gestank und Feuerwehr. Heiko, Olaf, Kai, Tilo, Enrico, Lars und noch viele andere Jungs kamen zu spät zum Unterricht. Man muß sich ja informieren 🙂

Ja unsere Kirche. Eigentlich waren wir nur einmal im Jahr in Ihr. Weihnachten halt. War irgendwie Pflicht und Tradition. Wir Kinder waren aber viel öfter in Ihr, nein Besser an ihr. Die Blitzableiter waren zu klettern einfach zu verlockend.

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Himmelfahrtskirche zu Dresden – Leuben. Mit Ihr haben wir die Uhr lesen gelernt.

Das Mahnmal im Vordergrund, ich hab leider vergessen, wofür es war und warum, hat aus auch als Spielplatz gedient.

Es gab und gibt natürlich noch viel viel mehr Plätze wo wir spielen, die erste Liebe endeckten, heimlich rauchten oder Selbstversuche mit Bier und Wein unternahmen.

Alles das kommt noch. Stückchen für Stückchen.

Orte der Vergangenheit Teil 1 – Das Ferienlagen

Meine Stadt, mein Leben

Was dem Kölner sein Dom, daß ist dem Dresdner seine Frauenkirche.  Sie ist der stille Star unter einem Ensemble von beeindruckenden Bauten in der Stadt. Und lange mußten die Dresdner auf diesen Star warten. _MG_0704

Mächtig und doch elegant steht sie da. Lässt ihre steinerne Kuppel in der Nacht wie am Tag leuchten.

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Sie prägt das Stadtbild, egal von wo man auf die Stadt blickt.

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Und wie jeder Star, zieht sie die Blicke auf sich.

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Es gäbe noch viel zu sagen, zu Ihr. Doch können keine Worte beschreiben was der Dresdner, sowie Besucher der Stadt bei Ihrem Anblick empfinden. Danke George Bähr für diesen wunderschönen Star. Der doch so bescheiden ist.

Rot wie die Sünde

Süss wie der Versuchung

Gesund wie die Natur

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Die Bilder sind in meinem Minihomestudio entstanden. Auf meinen Tapeziertisch hab ich einen alten Spiegel gelegt. Nachdem der stundenlang geputzt worden ist. Kam als Ausleuchtung meine Walimex Dauerlichtlampe zum Einsatz. Wobei die mehr zum fokussieren verwendet worden ist.

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Das eigentliche Hauptlicht lieferten die Yongnuo Aufsteckblitze der linke mit einer Leistung 1/32 Leistung mit Streulichblende, der rechte mit 1/128 Leistung auch mit Streulichblende um 15° nach oben gerichtet mit Refletorblende. Gesteuert mit einem Yongnuo YN560-TX.

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Diese Kombination aus Aufsteckblitz und Auslöser ist für mich im Moment das Nonplusultra. Preiswert und Leistungsstark. Dazu simpel in der Handhabung. Schluß der Werbung.

Nachdem alles, aber auch wirklich alles in dem Set mehrfach geputzt worden ist, ging es nur noch mit Baumwollhandschuh weiter. Das erspart einem hinterher mühsame Retusche am PC.

Nachdem alles gepaßt hatte, wurde mit einem Blumensprüher alles vorsichtig besprüht.

Alles keine Hexerei und mit ein wenig Geduld selber gut gemacht.

Noch schläft sie die letzte und westlichste Kleinspurbahn in NRW.

Die Selfkantbahn verband einst Geilenkirchen mit Gangelt und somit den Selfkant. Heute gibt es nur noch ein kleines Stück welches von Hobbyeisenbahnern betrieben wird.

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Betriebshof Schierwaldenrath

Noch ist wenig vom rollenden Material zusehen.

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Ausfahrt aus den Bahnhof zum Betriebshof

Hier und da ein paar Waggons.

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nicht abgestellt, nur geparkt

Und ein wenig Zubehör

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Aus einer Zeit, wo Eisenbahnräder noch Kunstwerk war. Schön war es

Es herrscht noch Ruhe und Gelassenheit.

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Bahnhof Gillrath das Ende einer Zugfahrt. Endet irgendwie abrupt.

Noch kein Mensch auf den kleinen Bahnsteigen

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Das andere Ende. Weit ist es nicht aber wild romantisch.

Verschlafen in der noch kühlen Frühlingssonne

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Frisch gestrichen und bereit für die Gäste
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In weiter Ferne, liegen leider keinen Schienen mehr.
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Tankstelle für Stahlrösser
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Nach Ostern kommen sie hier wieder lang, um große und kleine Augen zum Leuchten zubringen.
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Die Weichen sind gestellt. Es kann Losgehen.

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Heute zeig ich Euch den für mich längsten Blogbeitrag. Der eigentlich eine Fotostrecke der anderen Art ist. Ausschnitte aus den Fotografiearbeiten der ersten 3 Monate in 2017.

Das eine oder andere Thema hatte ich Euch schon gezeigt, doch in diesem Beitrag gibt es nur neue Bilder, besser gesagt, noch nicht gezeigte Bilder.

Wer ein persönliches Problem mit Nacktheit hat, der sollte nicht bis zum Ende die Bilder betrachten.

Und jetzt viel Spaß beim Betrachten meiner Fotografischen Werke von Anfang Januar bis Ende März.

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Nordsee im Winter Jan2017
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Am Stand von Westkapelle Jan2017
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Deichkrone im Nebel Westkapelle Jan2017
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Gib eine Beschriftung ein Gelsenkirchen bei Nacht. Feb.2017
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U-Bahn Gelsenkirchen aus der Not heraus  Feb2017
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Selfi der anderen Art. Nachdenklich in Gelsenkirchen Feb2017
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Karneval in Berlin Feb2017
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Historisches und Modernes Berlin Feb2017
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U-Bahn Tour in Essen Feb 2017
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Essen Hauptbahnhof U-Bahn ständige Blaue Stunde Feb2017
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Über den Gleisen Essen Feb2017
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Kunst mit Licht Essenhauptbahnhof Feb2017
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Die neue A44 / A61 Blick vom neuen AK Jackerath Mär2017
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Landgestaltung Absetzer im Tagebau Mär2017
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Licht will jeder haben, Internet auch. Nur wo es herkommt das akzeptieren viele nicht. Mär2017
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U-Bahn Essen Gruga Station auf der nächsten Tour Mär2017
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Zwischenetage U-Bahn Essen Mär2017
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Die ersten Frühblüher locken die ersten Insekten an Mär2017
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Skulptur in Grevenbroich. Könnte ein Blitz sein. Mär2017
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Tagebau bei Nacht.
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Kein Selfi. Foto wurde von Willi F gemacht. Ich bin da nur Model. Deshalb hier zu sehen Mär2017
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Über der U-Bahn in Düsseldorf. Straßenbahn am Kö-Bogen Mär2017
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Duisburg Innenhafen. Pünktlich und doch eine Stunde zu spät. Mär2017
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Bergarena die letzte Tour im März mit meinem Freund Stefan. Mär2017

 

Akt / Teilakt / Portrait

 

Solltest du Nacktheit ablehnen , würde ich dir an dieser Stelle empfehlen nicht weiter zu scrollen.

Für mich die Akt / Nackt / Teilakt Fotografie ein teil der Fotografie. Nach meinem Empfinden auch die schwerste Art der Fotografie. Und ein großer Teil meiner fotografischen Leidenschaft.

 

 

 

 

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Sweet Po , aus dem Hotelshooting  Jan2017
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Nur mit Nebel bekleidet. Feb2017
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Der Engel auf Erden Feb2017
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Verdeckter Akt mit der schönen Eva Feb2017
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Aus dem Shooting mit Eva K. Feb2017
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Susanne im Mietstudio Bonn. Tolle Frau in einem etwas merkwürdigen Sharing Feb2017
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Susanne. Die Outfits waren Wunsch von Veranstalter. Leider waren diese überhaupt nicht ansprechend. Teilweise gar hässlich. Das Model konnte nichts dafür. Feb2017
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Ein sehr gutes Shooting aus meiner Sicht. Hab zwar das Thema mehr als verfehlt (Freizügiger Akt) dafür gab es aber schöne Aktprotrait Bilder mit der X-tremlady Mär2017
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Mit Sicherheit nicht die schönste Pose, aber dafür der ein perfekter Gesichtsausdruck. Mär2017

Die ganz private Fototour durch den heimischen Garten.

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Wird immer dann gemacht, wenn Kamera und Objektive gereinigt worden sind.

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Wenn man einfach ein Bild in den hellblauen Himmel macht, sieht man den Schutz auf dem ..

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Sensor sofort. Mit ein wenig Pressluft aus der Dose, ist der Schmutz schnell beseitigt.

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Und wenn man einmal draußen ist. Kann man auch gleich die Farbenpracht der Bäume und Blumen in Bildern einfangen.

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Totems als Kunstobjekt

Dienstagabend .  Zusammen sind Stefan und ich wieder auf Fototour. Ziel an diesem Tag ist die Halde Haniel in Bottrop oder Oberhausen. Einheimische mögen mir es bitte verzeihen, aber in der Gegend gehen die Städte so fließend ineinander über das der Auswärtige da schnell den Überblick verliert.

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Zeche Proper-Haniel

Abfahrt war eine Stunde früher als sonst, da wir uns vorgenommen hatten. Von der Halde den Sonnenuntergang über dem Ruhrgebiet fotografieren wollten.

Am Zielort angekommen, gab es ein kleines Problem mit dem Weg. Zwar standen Schilder doch die kamen uns etwas merkwürdig vor. Stefan sprach einen Radfahrer an um nach den Weg zu fragen. Der Herr war so freundlich uns auf einen anderen Parkplatz zu schicken, da eine Brücke gesperrt ist.  Auf den anderen Parkplatz angekommen, ging es auch direkt los. Hinweisschilder oder Wegweiser leider Fehlanzeige. Also sind wir auf gut Glück die 158 Höhenmeter hoch gelaufen.

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Dunst über Oberhausen

Oben angekommen, gab es leider keine richtig gute Sicht. Ein Dunst lag über dem Pot, wie ein feiner Nebel. Wolken waren am Horizont.

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Auf dem Display sah es aus wie ein Schmutzfleck

Wir haben dann trotzdem noch ein paar schöne Bilder gemacht. Leider ist es auf der Halde selber sehr karg.

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Bergarena. man sieht wie kahl es ist.

Auf den obersten Plateau ist kein Baum, kein Strauch, kein Grün. Nur kahle Steine. Eigentlich wollte ich ein Timelap Video bis in die Dunkelheit drehen, doch auf Grund des sehr kalten Wind und der schlechten Sicht, hab ich das nach 2 Stunden angebrochen.

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ActionCam aus China im Einsatz

WIr haben dann zusammen gepackt und uns auf dem Rückweg gemacht. Und hier gab es dann wieder die Problemchen mit den fehlenden Wegweisern. Irgendwann haben wir uns dann dazu entschlossen den mörderischen Downhill Weg der Fahrradfreaks zu benutzen. In stockfinsterer Nacht ein übles Abenteurer und dazu gefährlich.

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Ruhrgebietromantik
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Sonnenuntergang zwischen den Totems

Heute Abend mußte ich noch einmal in den örtlichen Supermarkt.  Und während meine Tochter und ich so durch die Obst und Gemüseabteilung schlendern. Sehe ich doch eine kleine Schale mit frischen Himbeeren. Und da sie durch Zufall im Angebot waren, gab es kein halten mehr.

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Ich wollte die Himbeere ganz schlicht abbilden. Aber nur ein paar Himbeeren waren dann doch zu langweilig. Und so wurde eine Glasplatte hingelegt. Ein Löffel unter Zuhilfenahme von einem Strohhalm und Knete in Position gebracht. Das ganze mit Dauerlicht von vorne oben beleuchtet.

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Und dann fing die Spielerei an. Mal mit Wasser benetzt. Und dann noch Puderzucker drüber.

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VIEL Puderzucker. 🙂

Was ich damit zeigen möchte. Food geht auch mit einfachen Mittel. Wirkungsvoll wie ich finde.

 

Sonntag.26 März 2017 nach einer kurzen Nacht, fahre ich los zu einem Fotografen/Model Stammtisch im Duisburger Innenhafen. Eigentlich so das ich eine Stunde vorher da bin, damit ich noch ein paar Bilder von dem weniger fotografierten Teil machen kann.

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Duisburg Innenhafen

Das Wetter ist recht gut, sonnig nicht zu warm. Eine gute Jacke kann man gut vertragen. Nur das Licht ist mehr als bescheiden, irgendwie hängt noch Frühnebel in der Luft. Man merkt halt das es noch nicht richtig Frühling ist.

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Duisburg Innenhafen

Kurz vor 11 ist trotzdem recht wenig los, so das man Glück hat und es laufen einem nicht ständig Leute ins Bild. Merkwürdigerweise, fotografiert jemand mit dem Handy, bleiben die Leute stehen oder gehen drum herum. Sobald aber eine Kamera auf einem Stativ steht, kennen sie keine Freunde mehr und latschen voll durch. Kann man verstehen , muß man aber nicht.

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Duisburg Landesarchiv

Vom Timing bin ich gut dabei. 10 vor 12 bin ich pünktlich am Treffpunkt und schreib der X-tremlady eine Whatsapp wo ich die Truppe finden kann. Nach zwei Runden durch das Lokal finde ich niemanden. Sehe weder x-tremlady noch ihren Mann. 10 Minuten, 20 Minuten vergehen. Leider keine Antwort. Dafür kommt eine Gruppe aus dem Lokal wo einige Fotorucksäcke dabei haben. Jedoch erkenne ich niemanden. Nach 30 Minuten beschließ ich die Sache abzubrechen. Hat so keinen Sinn mehr.

Kaum im Auto schau ich mir den Chatverlauf mit X-tremlady genauer an. Treffpunkt 11Uhr.. OHHHH Ich war rechtzeitig und doch unpünktlich. So ein Mist. Etwas kleinlaut mach ich mich auf den Weg in Richtung zu Hause.

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Hückelhoven Ratheim Adolfosee

Auf der Fahrt fällt mir ein, das eine kleine Truppe von Fotografen heute in Ratheim um den Adolfosee wandern will. Da der See nur 10 Minuten von meiner Homebase entfernt ist, beschliesse ich kurz entschlossen hin zu fahren. So groß ist der See nicht um sie zu finden.

Also Vollgas.

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Bundesmüll

Angekommen, Auto geparkt, Rucksack geschultert und los gelaufen. Und promt hab ich sie gefunden. Keine 5 Minuten nach meiner Ankunft. Zu meiner Freude war meine Kumpel Konrad Saturnring, Wänne ES  und Michael Straeten mit am Start. Und so fand der Tag für mich noch einen guten Abschluss.

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Er hatte keine Lust mehr auf schwimmen

Ein wenig Quatschen, Fotos von dem und jenen machen. Und einen Kaffee trinken. Das die Themenbandbreite heute sehr vielfältig war ist ein positiver Nebeneffekt.

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Sonnetanken am Adolfosee

Wäre ich nicht so schusslich am Anfang gewesen, dann gäbe es jetzt andere Fotos zu sehen. Im Übrigen hat sich X-tremlady 15 Minuten nach meiner Abfahrt in Duisburg gemeldet. Do da war ich schon zu weit weg um umzukehren. Und so haben wir uns zum nächsten Stammtisch verabredet. Da werde ich dann zur richtigen Uhrzeit ankommen.

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Wasserwanderer auf der Rur ohne H

Versprochen.

 

 

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Unsere nächste U-Bahn Tour führte uns nach Düsseldorf. Wir hatten gehört das die Stationen der Wehrhahnlinie besonders sehenswert wären. Und da In Düsseldorf alles ein wenig anders ist. Haben wir uns im Vorfeld eine Foto.- und Drehgenehmigung von der Rheinbahn besorgt.

Der ganze Vorgang war zum Glück in 3 Emails erledigt. Wir hatten an einem 2 Tagen für jeweils 4 Stunden Zeit um die Bilder zu machen.

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Am Bahnhof Düsseldorf-Bilk wurde das Auto geparkt. Nachdem wir uns ein Ticket gekauft hatten, stiegen wir in die nächstbeste Bahn ein.

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Wir führen bis Station Wehrhahn, diese ist wie Bilk oberirdisch. So konnten wir uns einen kurzen Überblick der einzelnen Station verschaffen.

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Ein wenig ernüchternd war es allerdings schon. In Gelsenkirchen und Essen sind die Stationen an den Bahnsteigen sehr unterschiedlich. In Düsseldorf sind die Bahnsteige nahezu gleich. Bis auf ein paar Bauabweichungen gleichen sie sich, dafür sind die Zwischenetagen unterschiedlich.

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gibt es im „Pot“ die eine oder andere dunkle Stelle, ist es in der Landeshauptstadt  sehr stark ausgeleuchtet.

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Und mit, für mein Empfinden, sehr kalten Licht. Die Stationen wurden von verschiedenen Künstlern gestaltet. Wer sich dafür interessiert, dem empfehle ich eine Suche bei Google, oder einen Besucht auf Rheinbahn.de.

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Sehr interessant war die Videowand auf einer Station, zeigt sie doch was gerade an der Oberfläche passiert. Warum das Bild mit verschiedenen Grafiken bepinselt wird, entzieht sich meinem Verständnis oder meinem Kunstgeschmack. Hübsch anzuschauen war es trotzdem, wenn es sich auch nicht wirklich gut fotografieren lies.

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Es war aber eines der Highlights auf der Tour, wenn auch zwei andere Ereignisse noch intensiver waren.

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DIe Zwischenetagen waren oder besser sind das, was die Stationen in Düsseldorf von anderen Stationen unterscheidet.

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Alle sehr Postmodern, sehr glänzend. gerade letzteres lässt einen oft verzweifeln. Da die Spiegelungen stark sind. Oder von überall Licht herkommt.

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Nett anzusehen ist es. Und für das persönliche Sicherheitsgefühl auch positiv.

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Und einen weiteren positiven Aspekt gab es noch. Die Rolltreppen fuhren leise und gleichmässig. Im Gegensatz zu Essen, wo so manche Rolltreppe seltsame Geräusche von sich gab, und die Aufzüge nicht besonders Vertrauen ausstrahlten wenn man mit ihnen fuhr. Doch sie machten Ihre Arbeit, bei unseren Besuchen zuverlässig.

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Überhaupt scheint man bei der Rheinbahn ein Faibel für Videowände zu haben.

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Die Züge waren sehr sauber, ruhig und schnell. Waren auch ein vieles moderner als das fahrende Gerät in Gelsenkirchen und Essen.

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Abschliessend kann man sagen. Die Bahnhöfe in Düsseldorf auf der Wehrhahnlinie, sind alle sehr clean. Sehr modern doch es fehlt ihnen irgendwie der Charme den man auf anderen Strecken in anderen Städten sieht. Es ist modern, künstlerisch und doch unpersönlich.

Jetzt ist Sommerpause, außer das Wetter macht uns einen Strich durch unsere Tourplanungen. Denn eigentlich war die ganze U-Bahn Fotogeschichte nur aus der Not heraus geboren.  Im Herbst wird es dann noch einen Besuch der anderen Strecken geben. Und es steht noch ein Besuch in der größten Stadt an Rhein an.

Hier geht es zum Teil 1

 

An meine Kindheit im Osten der Republik hab ich noch viele Erinnerungen. JA es war nicht alles schlecht im Osten.

Freundschaft wurde groß geschrieben und wird es auch heute noch. Nur leider wird dieses im Laufe der Generationen auch irgendwann einmal vorbei sein. Doch das ist ein ganz anderes Thema, ob ich dieses hier irgendwann einmal wieder aufgreifen werde, steht noch in den Sternen.

Wie dem auch sei. In der Schulzeit gab es im real existieren Sozialismus für alle Kinder die Möglichkeit einen Teil der Ferien in Ferienlagern zu verbringen. Meist war dieses von den einzelnen VEB Kombinaten betrieben.

Der Sinn dieser Ferienlager, war natürlich, einen guten kommunistischen Bürger zu erziehen, damit muß man früh genug anfangen und es darf sich nicht nur auf die Schule begrenzen. Aber irgendwie hat das jedenfalls in meinen Ferienlagern nie geklappt. Jedenfalls nicht in den Wochen, wo ich als Kind ein Teil des Ferienlagers war. Im Sommer waren wir 2 Wochen, später 3 , im Winter 1 Woche in einem dieser Ferienlager. Es war eine sehr gute Zeit. Man könnte es auch als Superjellezig, der Kölner mag mir die falsche Schreibweise verzeihen, aber so war es.

Frühsport. ja mal die ersten 2 Tage. Danach wollten die Studenten die uns betreuten doch lieber selber ausschlafen. Der morgendliche Fahnenappell war auch nur in den ersten Jahren ein fester Bestandteil der ersten 2 Tage.

Dafür nahmen Wanderungen, baden im Sommer, Schlitten fahren im Winter, später dann Party machen die Hauptaktivität ein. Es waren unbeschwerte und freie Wochen in jedem Sommerferien und Winterferien. An Dinge an die man sich gerne erinnert.

Irgendwann war man zu alt, irgendwann war ich in einem anderen Land. Das Leben hatte sich geändert. Doch irgendwann holte die Erinnerung einen wieder ein, an diese schöne Kinder und Jugendzeit.

Und so machte ich mich fast 30 Jahre später auf die Suche nach dem Ort. Um es vorweg zunehmen. Leicht war es nicht. Achtet man als Kind wenig, besonders wenn man in einer Gruppe unterwegs ist, wo der Bus hinfährt. Ich wußte nur noch der Ort hatte etwas mit einem Insekt im Namen.

Zwei Jahre lang, immer wenn wir auf Besuch in meiner alten Heimat waren, suchte ich diesen Ort. Doch es war nie der richtige dabei. Und leider gab es keine Personen mehr, ich hatte die Namen der damaligen Freunde vergessen, die mir einen Tip geben konnte.

Letztes Jahr im Dezember war es dann wieder soweit, ich hatte eine neue Spur. Eine neue Idee. Und so fuhr ich los. Mit wenig Hoffnung das ich den richtigen Ort bei Google Maps gefunden hatte.

Das Navi sagte irgendwann „Rechts abbiegen dann haben sie das Ziel erreicht“. Doch es sah anders aus, nicht so wie ich es noch als Erinnerung im Kopf hatte. Doch ich fuhr die Straße weiter. Und plötzlich war es da, das Gefühl des Angekommenseins. Zwei kleine Kurven und ich war sicher.  Nach 1 km stand ich genau da wo ich die ganzen Jahre hin wollte. An den Ort der Vergangenheit.

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Ferienlager von Micromat

Nur wenig hat sich verändert in den vergangenen Jahren. Die Bäume sind größer, das Dach neuer. Die billige brit. Telefonzelle gab es auch nicht. Doch die Zeit schien still zu stehen. Und auch in mir gab es einen Zeitreise zurück. Ich sehe uns. Wie wir die Treppe hochrannten um unsere Zimmer zu beziehen. Mit 6 – 10 Jungs in einem Zimmer. In Etagenbetten. WC und Dusche auf dem Gang.  Ich glaub, ich verrate nicht neues, wenn ich hier sage, das es nach ein paar Tagen nicht gut in dem Zimmer roch. Egal wir waren Kinder und frei.

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Jedes Jahr bebte das Gebäude unter uns.

Ein Jahr war das Zimmer direkt über dem Eingang, ein anderes rechts neben der Eingangstür, ein anderes im Anbau oben. Der Speisesaal im Anbau unten. Das Essen war nicht wie bei Mama, aber wir sind alle satt geworden.

Oft sind wir im Sommer 2 – 3mal in die CSSR  (Tschechoslowakei) gewandert. Und später an Nachmittag natürlich wieder zurück. Und weil wir Kinder nie kontrolliert wurden, Trugen wir in unseren Rucksäcken das gute Böhmische Bier von unseren Betreuern. Das dabei die eine oder andere Flasche zu Bruch ging. Ja das war der Lohn für unsere Schlepperei. Heute undenkbar. Damals einfach nur eine lustige Randgeschichte.

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Natürliche Flaschenbierkühlanlange

Komischer Weise gingen die Flaschen immer nach einer Runde kühlen im Bach gegenüber von unserem Ferienlager zu Bruch wenn sie leer waren. 🙂 Nein wir haben sie nicht zerschlagen. Aber irgendeine Ausrede muß man ja haben wenn es weniger Flaschen waren :).

Bis heute kann ich nicht sagen. Ob unsere Betreuer den Schwindel wußten oder wirklich annahmen das es Verluste beim Transport gab. Es war auf alle Fälle eine WINWIN Geschichte.

An dieser Stelle möchte ich aufhören. Sonst würde dieser Blog eine Reise in die Vergangenheit.

Falls Ihr auch so schöne Erinnerungen an eure Kindheit hab, schreibt sie ruhig in die Kommentare.