Tiefpunkt

Er ist wieder erreicht. Jener Punkt an dem man alles wieder in die Ecke werfen möchte.

Man schaut sich Bilder von Freunden und Bekannten an. Um dann für sich festzustellen. „Alles, was du selbst gemacht hast ist Schrott. Nichts als Schrott.“

Ich bewege mich eher zurück als das es Fortschritte gibt. Motive so nichts sagend. Bildaufbau.. ach vergessen wir es doch.

Jeden Tag die Kamera in der Hand. Jeden Tag die Hoffnung, doch nun endlich wieder ins Fahrwasser zu kommen. Dann mal wieder Tage ohne einen Gedanken an die Fotografie, um wieder Kraft zu finden. Um wieder kreativ zu werden. War ich schon jemals kreativ?

Alles stellt sich gerade infrage. Wie soll es weiter gehen? Womit mach ich weiter? Eine neuerliche Pause von der Fotografie wurde unweigerlich das Ende bedeuten. Zwei Pausen waren schon die dritte würde dann dauerhaft.

Wer hat den die Kraft nach Jahren wieder von vorne anzufangen? Wenn der Motiv Blick verloren gegangen ist. Ich hab ihn nach der Pause immer noch nicht so wieder wie vor der Pause, die bis 2013 ging.

Wo will ich hin? Fragte ich im letzten Blog mich selbst. Es gab keine Antwort, weil es keine Antwort geben kann. Zu schlecht finde ich meine Arbeiten selbst. Ohne WOW ohne Idee ohne alles.

Can´s of Art. Ja das war ein kurzer Augenblick der Kreativität. Doch nur ein kurzer. Man hätte mehr draus machen können. Sagte man mir. Ja ich hab die Chance scheinbar wieder verspielt.

Gleich läuft eine Frist ab. Doch selbst das wollten die Menschen nicht.

Vor der Fotografie hatte ich ein anderes Hobby. Für das ich brannte. Was ich liebte. 10 Jahre lang hab ich dieses betrieben. 8 Jahre mit Erfolg und dann? Die letzten Jahren waren nur noch mittelprächtig. Andere hatten meine Art kopiert und mehr Erfolg. Meine Zeit war scheinbar abgelaufen.

Geschichte wiederholt sich sagt man. Bin ich wieder in den letzten zwei Jahren? Ich möchte es nicht sein. Doch es fühlt sich so an. Der Tiefpunkt. Noch immer brennt das Feuer der Leidenschaft für die Fotografie. Doch ich komm nicht über das untere Mittelmaß heraus.

Ist Mittelmaß schlecht? Wahrscheinlich nicht. Doch kann ich es nicht ertragen wenn sie hinter meinen Rücken davon reden. Das ich es doch nicht kann. Womit sie im Moment recht haben könnten.

Doch was soll ich machen? Weiter knipsen, um irgendwann aus dem Tal herauszukommen. Und mich dabei über mich selbst ärgern?

Oder noch verbissener ans Werk gehen?

Ich hab keine Ahnung und keinen Plan. Alles, was ich weiß, es kann so nicht weitergehen.



11 Kommentare

  1. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Ideen und Kreativität nicht zu erzwingen sind. Vielmehr muss man dem Zeit geben und selbst, wenn man meint, es läuft gerade ganz nett, dann melden sich die inneren Zweifler, zeigen mit den Fingern auf nicht optimale Ecken und man hadert mit den vermeintlichen Fehlern.
    Was mir gerade hilft, ist, nicht weiter als bis zur nächsten Straßenecke zu gucken und einen Fuß vor den anderen zu setzen. Ich kann nicht alles beeinflussen, habe Grenzen und natürlich fehlen mir auch Fähigkeiten. Entwicklung ist ein Prozess, neues kommt durchs Tun, nicht durchs Denken. Wohin es geht, ist offen, das wird sich zeigen. Päuschen sind doch okay. Wenn ich nicht schreibe, zeichne ich. Zeichne ich nicht, fotografiere ich. Fotografiere ich nicht, schreibe ich wieder mehr. Und dabei versuche ich die Zuversicht nicht zu verlieren, dass das alles schon wiederkommt, wenn der Kopf frei ist.
    Ich drück dir die Daumen, dass du bald aus dem Tal raus bist.
    Liebe Grüße
    Alice

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    • Danke Alice,
      Fotografieren und Schreiben. Beides geht so Hand in Hand. Ein zusätzlichen ausgleich hab ich nicht. Wenn bei beidem keine Idee mehr vorhanden ist, wird es blöd.

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  2. Mit Druck geht es eh nicht, die Freude daran ist der Antreiber.
    Ich hoffe du hast es nicht als Kritik gesehen, sondern als kreativer Anstubser wie vielseitig die Idee sein könnte.
    LG, Nati

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      • Vielleicht brauchst du einfach nur neuen Input?!
        Ein neuer Ort, etwas völlig anderes unternehmen, ….
        Einfach mal raus aus der Tretmühle Alltag.

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  3. Dann mach eine Pause!
    Ich mache auch eine.
    Ohne Pausen geht es nicht.
    Ist doch gar nicht schlimm.
    Jeder andere der einen Marathon oder einen Iron Man Lauf gemacht hat macht auch eine Pause.
    Ohne kannst du eh nicht, aber jetzt geht es halt gerade mal nicht.
    Lade deine Frau zum Essen ein und genieße das Leben.
    Die Fotografie kommt schon noch wieder, nur jetzt ist die Luft gerade raus.
    Alles wird gut! 🙂

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    • Ich hab das Gefühl, wenn ich jetzt eine Pause mache, komm ich aus der nie mehr heraus. Und das will ich auch nicht. Teufelskreis nennt man das wohl.

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      • Das ist kein Teufelskreis.
        Du kannst auch nicht täglich dein lieblings Eis essen und hoffen das es dir nicht schadet. Irgendwann hängt es dir zum Hals raus und du kannst es nicht mehr sehen.

        Bei mir ist auch gerade die Luft raus. Naja seit knapp zwei Monaten. Ich mache mir keine Sorgen darum ob ich je wieder Fotos mache. Natürlich werde ich wieder welche machen. Ich muss nur wieder Lust drauf haben. Ich will, soll und kann von der Fotografie nicht leben. Sie soll mein Leben schmücken. Dafür muss ich doch nicht zwanghaft fotografieren und mich mit Krams belasten.
        Mach einfach eine Pause. Du brauchst die und die Fotografie vielleicht auch. Das kommt schon zurück. Wir sind immer noch Fotografen. 😉

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