17.761

Sonntags im Rheinland. Der klein dicke Fotomacher trifft sich auf der Rheinseite ohne Kappelchen mit einem guten Freund. Ausgerüstet mit der kleinen feinen MFT Kamera, Regenjacke und langer Hose soll es auf eine kleinen und sehr feine Fotorunde durch die Innenstadt von Köln gehen.

Und so zogen zwei los. Jeder nur eine Festbrennweite auf dem Gehäuse montiert. Was die ganze Sache nicht immer einfacher macht. Auf meiner Olympus hatte ich das 1,8 45 mm Linse montiert. Einfach das für mich beste Objektiv für Streetphotography.

Zoom war aber vorhanden. Die eigenen Füße waren der Zoom. Manchmal ein wenig nervend. Jedoch dieser Fußzoom hat den Vorteil, das man sich viel mehr mit dem Bildaufbau beschäftigt. Klingt komisch, ist aber so.

Mein Thema an dem Tag war Street. Nur Street nichts anders. Gesichter in der Enge der Großstadt. Ein wunderbares Thema, auch wenn es oft kontrovers diskutiert wird. Um es an der Stelle direkt zu sagen. Für mich ist es Kunst und Dokumentation zugleich.

Die Kunst, das Gesicht eines Menschen ganz natürlich abzulichten. Ohne Pose, ohne künstliches Licht, ohne vorher zu fragen. Weil das alles kaputt machen würde. Es wäre nicht mehr das Gleiche. Der Mensch würde sich anders verhalten. Wahrscheinlich verstoße ich gegen 1.000 Rechtssprechung in diesem Land. Persönlichkeitsrecht und DSGVO sind da als Erstes zu nennen. Und ob ich mich nicht strafbar mache, weil ich einfach Kunst erstelle.

Meine Art von Fotokunst aus dem öffentlichen Raum. Alles das kann ich Euch beim besten Willen nicht mehr erklären. Mit dem Thema beschäftigen sich inzwischen mehr Rechtsanwälte und Gerichte als Fotografen. Was mehr als ärgerlich ist. Da es immer mehr den Anschein hat, es würde nur noch ums Geld gehen. Nicht um die Bildkunst.

Mir kommt dabei gerade eine interessante Frage in den Sinn. Unterliegt man den europäischen DSGVO Unsinn wenn man die Bilder im außereuropäischen Ausland veröffentlicht?

Wie dem auch sei. Der Spaziergang durch die große Stadt an Rhein. Endete nach 17.760 Schritten in einem wunderbaren Biergarten. Mit einem leckeren Essen, den einen oder anderen Kaltgetränk und einem wunderbaren Gespräch.

Fazit des Tages. Ich brauch neue Hosen. Cargohosen mit annehmbaren Hosenbeinen. Für Regen und Sonne geeignet. Den entgegen aller Wetter Apps kam gegen Mittag keine Regen dafür die Sonne durch die Wolken. Und es wurde sommerlich warm.


An dieser Stelle freue ich mich gerne über eine kleine Radlerpende. Die Energielieferant bei schönen warmen Sommerwetter. Per Paypal einen Euro für ein Radler.


 

14 Kommentare

  1. Ich veröffentliche erstmal. Im normalen Extremfall wird man erst schriftlich darauf hingewiesen, dass ein Bild entfernt werden soll.

    Das macht man dann.

    Kompliziert wird es erst, wenn du mit einem Street Werbung für eine Ausstellung machst, mit der eine Gewinn Absicht verbunden ist.

    Insgesamt habe ich die Erfahrungen gemacht, dass sich einige wenige „besonders gute Gutmenschen“ gerne damit drohen und ihren besonderes talentierten Anwalt von der Kette zu lassen. Scheitert meist an der Tatsache, dass ein Richter Recht spricht und erst sehr genau festgestellt werden muss, ob und wie genau, die abgebildete Person in ihrer Würde herabgesetzt, entehrt oder Beleidigt bzw. Diffamiert wird. Als nächstes muss der Kläger nachweisen wann genau, dass Bildwerk entstanden ist und wie schädlich der Fotograf gehandelt haben muss. Wenn es dann ein Zeitdokument ist und eine Begebenheit dokumentiert, auf der eine Person über die öffentliche Straße geht, wird es sehr schwierig eine Entwürdigung festzustellen. Machst du jedoch mit demselben Bild Werbung auf einem Plakat, um auf einer Ausstellung Geld zu verdienen, dann muss eine Einwilligung vorliegen.

    Also gib Gas, um sicher zu gehen ohne Spenden aufruf am Ende und dir wird wirklich niemand den Kopf abreißen. Eventuell wirst du nicht mal Aufsehen erregen.

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    • Was in meinem Fall bedeute. Bildband fällt aus. Da mit einem solchen ja eine Gewinnabsicht unterstellt werden könnte.
      Es wird ja keiner Glauben das ein Bildband zum Selbstkostenpreis angeboten wird. Auch wenn dem so ist.

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      • Ein Bildband mit dokumentaiven Charakter z. B. „Das Jahr 2020 in Bildern“ als Sammelband ist hingegen völlig in Ordnung.
        Da gibt es halt nur 10 Stück. Mit persönlicher Widmung und mindest Preis.
        Dann ist es wieder Kunst…
        Man muss nicht nur in der Fotografie kreativ sein, sondern auch in allen anderen Bereichen der Fotografie und des Lebens.

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      • öhhm … ähnliche Bilder ja. war mal eine ganze Serie vom Weststrand. Wobei es schon eine Bezug zum Text hat. Da ich momentan nicht sagen kann ob ich die Streetbilder zeigen werden, zeigen kann und zeigen darf. Da muss ich noch ein wenig Rechtsbeistand befragen 🙂

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      • Weil ich den Eindruck habe. Das die Lage sich verschoben hat. Und ich im Moment besser um Klärung bemüht. Bis dahin kommen nur Bilder aus der Konservendose

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      • Scheint mehr ein europäisches Problem zu sein. Selfies und Storys in den sozialen Medien sind dabei kein Problem. Vielleicht verstehe ich das alles nicht mehr so richtig.

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      • Ich habe mich damit noch nicht auseinander gesetzt. Versuche immer Bilder ohne fremde Personen hinzubekommen. Wenn es unmöglich ist, wie bei der Hängebrücke, dann wenigstens Unkenntlich.

        Irgendwelche Regeln/ Gesetze wird es aber für diese Art von Fotografie geben.

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