Gewerkschaft

Der Deutsche Michel, der unmündige Wahlpöbel. Mit einer Selbstachtung eines Polypen. Wobei damit der Polyp noch beleidigt wird. So ehrlich sollte man schon sein.
Fleißig ist der Deutsch schon lange nicht mehr. Japaner und Chinesen haben den Deutschen den Rang abgelaufen. Überhaupt die Asiaten sind um ein vielfaches fleißiger.

Was der Deutsch allerdings wunderbar kann, ist fleißig meckern, maulen, streiten und bezahlen. Fleißig meckert er über Ökozuschläge, meckert über immer steigende Mietpreise. Meckert über dies und jenes. Und am liebsten über sich selbst. Die rechten meckern über die linken. Fahrradfahrer über Fußgänger. jeder über jeden. doch niemals über die Obrigkeit. Und wenn dann nur verhalten.

Der Deutsche meckert am liebsten schön anonym im Internet. Da kann er seinen Unmut freien lauf lassen. Eine andere Chance hat er eigentlich auch nicht. Sind doch die Vereinigungen, welche die Möglichkeiten zu Änderungen hätte. Nichts anders als weichgespülte Obrigkeitsfolger.

Oder wie soll man die Gewerkschaften sonst bezeichnen. Des deutschen Gewerkschaften sind doch kaum noch in der Lage außer ein paar Taler mehr in die Lohntüte zu bringen, etwas anderes auf die Beine zu stellen.

Die Gewerkschaften des deutschen Wahlpöbels stehen doch nur medienwirksam auf den Demos gegen Rechts in erster Reihe. Sonst findet man die Vorsitzenden eher in den Puffs rund um den Globus. Wo sie sich von den anstrengenden Arschkriechen erholen müssen. Um sich in Urlaub mühsam die braune Halskrause zu entfernen.

Deutsch Gewerkschaften haben sich schon lange davon losgesprochen für ihre Mitglieder das Beste herauszuholen. Was über Arbeitszeiten und Entlohnung hinausgeht.

Wo waren die deutschen Gewerkschaften als die Umweltpauschale eingeführt wurde. Wo waren die Demos als der Zusatzbeitrag für die Krankenkassen eingeführt wurde? Wo fanden die Demonstrationen statt, die gegen die Versteuerung der Rentenbezüge gerichtet waren.

Die Funktionäre der deutschen Gewerkschaften hängen ihr Fähnlein gut in den Wind. Ein lukrativer Posten im Aufsichtsrat eines Konzernes ist besser als den Kampf auf der Straße. Wo waren die kritischen Stimmen der Gewerkschaften als staatliche Aufgaben auf die Privatwirtschaft übertragen worden?

Es gab sie einfach nicht. So wie Parteien den Wahlpöbel so schnell über den Tisch ziehen. Dass der Wahlpöbel es als Nestwärme empfindet. Genauso schnell ignorieren die Gewerkschaften die Nöte und Sorgen ihrer Mitglieder außerhalb der Betriebe und Werke. Was auch ein logischer Prozess ist. Sind Gewerkschaftsfunktionäre nicht selten in den großen Parteien eingetragen.

Klappt die Karriere in der Politik nicht, dann geht es über den Umweg Gewerkschaft doch wunderbar vorwärts.

Doch eine Gewerkschaft ist davon fast ausgenommen. Die für Lehrer und Erzieher. Die sind ganz schnell in ihren Forderungen. Weniger Arbeitszeit, betriebliche Laptops und Tablets und Homeoffice sind nur ein paar Forderungen in den letzten Monaten.

Das braucht zwar keine Lehrer, die bekanntlich eine 40 Stundenwoche haben. Wobei ihrer Stunde bekanntlich nur 45 Minuten lang ist. Doch haben wollen Lehrer alles das, was in anderen Branchen üblich ist. Ob sie es brauchen oder nicht. Nur gegen die oft dümmlichen Verordnungen des Staates erheben sie auch keine Stimme.

Doch zurück zu den Gewerkschaften. Ach was haben es die Franzosen gut. Die haben noch Gewerkschaften die den Namen verdienen. Die legen für die Bevölkerung auch mal schnell das ganze Land lahm. Dafür zwingen die französischen Gewerkschaften die Regierungen aller Couleur ihre Vorhaben zu überdenken. Und oftmals fallen zu lassen.

Und die deutschen Gewerkschaften? Streiten sich lieber intern und gegenseitig. Als für ihrer Mitglieder und damit auch für die gesamte Bevölkerung etwas zu erreichen. Bis heute hat man kein Wort von Frank Werneke gehört. Um gegen die Abschaffung der Meinungsfreiheit in den sozialen Netzwerken vorzugehen.

Betriebsräte, Gewerkschaften und Politiker alles die gleiche Mischpoke. Vor den Wahlen aktiv, danach nur noch lauwarme Luft. Mit dem ständigen Blick auf den eigenen Geldbeutel.

Wann besinnen sich die deutschen Betriebsräte und Gewerkschaften wieder daran. Das es nicht nur um Arbeitszeitmodelle und Gehaltserhöhung geht. Was nützt es den Arbeitnehmern, wenn sie 20 Euro brutto mehr in der Lohntüte haben. Doch Einvielfach mehr an Energiepreisen bezahlen müssen.

Scheinbar haben einige der Funktionäre vergessen. Das die Arbeitnehmer landauf landab im Winter nicht in kalten Wohnungen hausen können, wollen oder gar müssen.

Wann erkennen  Betriebsräte das die vermeintlich guten Angebote der Konzernleitung. Doch nur zu bedingungslosen Steigerung der Produktivität gedacht sind.


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3 Kommentare

  1. Da stimme ich dem Günter mal zu! Gewerkschaften – in meinem Fall IG Metall: Seit über 12 Jahren habe ich schon keinen Cent MEHR gesehen. Alles was dazu nötig war, Chef tritt aus dem Arbeitgeberverband aus und Schluss ist es mit den paar Prozenten mehr. Auch auf meine immer wiederholte Frage, wieso das so einfach möglich ist, konnte mir der Betriebsrat nie eine Antwort geben. Geschweige denn, dass Aktionen gegen dieses Handeln anberaumt wurden. Wurde, glaube ich, auch erst einmal bei einem Streik erwähnt, dass man dagegen etwas tun müsste, sollte. Mir kommt es so vor, als seien die nur noch zahnlose Papiertiger.

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  2. Hm, das können die Deutschen natürlich auch ganz fein: Selbstironisch sein bis zum Abwinken. Was Gewerkschaften angeht – die sind mittlerweile so riesig, die können sich ja fast nicht mehr bewegen. Und der kleinste gemeinsame Nenner ist vermutlich der Euro mehr in der Lohntüte. Ich bin allerdings froh, als Freie in der Gewerkschaft zu sein: Deren Rechtsberatung ist Gold wert. Denn auch wenn ich meine Angelegenheiten gegen große Auftraggeber selbst durchfechten muss, hilft mir die Unterstützung der Gewerkschaftsleute weiter.

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  3. Soooo, zum Wochenende also tatsächlich noch ein heißes Thema.
    Gewerkschaften, da kann oder könnte ich ein Liedchen zu pfeifen und singen.
    Wenig schönes und gutes, andere Geschichte.
    „Überhaupt die Asiaten sind um ein vielfaches fleißiger“, in vielen Dingen, treffend.
    Dazu fällt mir eine kleine Anekdoten ein, schon ewig her.
    Autoverrückt war ich ja schon immer und ich kann mich noch dunkel dran erinnern wie Toyota ins Land kam. Wir haben sie nicht ernst genommen, die Toyotas und Mitsubishis dieser Welt….
    Der Preis überzeugte und ein Japaner stand dann umgehend in der Garage.
    Heute sind sie führend, sie haben fleißig gelernt und nu sind wir es, die lernen müssen.
    Treffend dein Text!
    Klasse!
    Grüße
    Günter

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