Kreativität oder Style

Immer und immer wieder hört man als junger, jung im Sinne von neuer, Fotograf. Du musst deinen eigenen Stil finden. Musst dich von der Masse der Fotografen absetzen. Mußt einen Wiedererkennungswert haben.

Man tut sich damit am Anfang sehr schwer. Den was ist der eigene Stil? Was ist die eigenen Bildsprache. Gibt es doch Millionen von Fotografen und Fotogräfinnen auf dieser schönen Welt. Und damit wird sich der eigene Stil irgendwo wiederholen.

Doch ist es der richtige Weg. Seinen Stil treu zu bleiben. Und immer und immer wieder die gleiche Bildsprache sprechen?

Je länger ich mich mit dem Thema beschäftigt habe. Um so mehr vertrete ich im Moment den Standpunkt. Dass der eigene Stil die Kreativität bremst.

Ist man doch versucht, immer die gleiche Bildsprache zu sprechen. Egal wie das Motiv auch ausschaut. Verlässt man den Pfad des ganz persönlichen Stils und beginnt kreativ zu arbeiten. Beginnt die persönliche Entwicklung. Ohne den Bereich der Fotografie zu wechseln.

Diese Entwicklung kann man jedoch nicht in Form von Workshops erhalten oder gar bekommen. Workshops sind gut um ein Einblick in verschiedene Techniken oder Verfahren zu bekommen. Workshops vermitteln Grundlagen. Workshops bringen aber keine persönliche Kreativität.

Kreativität bekommt man nur, wenn man am Ball bleibt. Wenn man Bilder macht. Seine Bilder. In seiner Sichtweise. Und nicht die Kopie von „angesagten“ Fotografen.

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Aktportrait

4 Kommentare

  1. Ich weiß sehr genau was mein derzeitiger Stil ist. Denn ich weiß sehr genau was mir gefällt und warum.
    Das schöne daran ist, dass sich mein Stil weiterentwickelt, denn vor 20 Jahren hatte ich einen anderen Stil. Es bedeutet, dass ich in 20 Jahren wiederum einen anderen Stil habe, von dem ich heute noch nichts weiß.
    Extrem schlimm wäre es, wenn er sich gar nicht verändert, dann habe ich mich nämlich nicht in meiner Persönlichkeit weiterentwickelt. Wohin sich, dass alles entwickeln soll kann ich aber heute schon beeinflussen unter Berücksichtigung der Vergangenheit.

    Der Stil ist somit genauso wenig fest und starr, wie das Leben selbst.

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  2. Oh Mann! Schwierig! Schriftsteller haben ihren Stil. Stephen King, Henry Miller, 🙂 ja auch Charles Bukowski. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die jemals etwas anderes schreiben würden, als das was sie schreiben. Und wenn, dann unter einem anderen Psydonym. Ist auch gut so. Ich würde mir keinen Miller kaufen der Danella Schwuchtelkram schreibt… 🙂 Nur mal so.
    Vielleicht muss man auch seinen „eigenen“ Stil immer wieder neu erfinden? Ohne das aufzugeben was ihn letztendlich ausmacht. Ein wenig krude geschrieben, ich weiß, aber ich weiß im Moment nicht wie ich es sonst ausdrücken sollte. Denn ich finde es schon interessant, Fotografen an ihrer „Handschrift“ erkennen zu können. Auch wenn schon alles irgendwann einmal otografiert worden ist, so sieht es im Nachhinein doch immer wieder anders aus. Just my two Cent… 🙂

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  3. Guten Abend Lars,
    ich finde dass du beides für dich gut umsetzen kannst.
    Du hast ein gutes Händchen bei der Führung der Models und setzt deine Idee um.
    Mir gefällt das so und ist für mich ein fotografisches Ziel an dem ich für mich arbeite.
    Der Stil sollte aber wirklich die Kreativität nicht behindern.
    Die Kunst eines schönen Fotos ist die Idee, die Umsetzung und die Kreativität.
    Es gehört viel Mut und auch Verrücktheit dazu alles unter zu bringen.
    Geht raus und probiert es und euch aus.
    Einer deiner Hilfestellungen.
    Es bleibt eben nicht einfach sein „Ding“ zu machen aber ansonsten könnte es eben jeder.
    Bleib einfach deinem Stil treu und bleib neugierig.
    Grüße
    Günter

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