Verlogen und verloren

Vielen Dank ihr Bundesrichter in Karlsruh das es, für viele Familien keinen Sonntag mehr geben wird. Damit ihr Richter und Gesetzesversteher auch Sonntags frische Brötchen rund um die Uhr in eure Mäuler stopfen könnt.

Vielen Dank ihr Volksvertretter, euch ist das Volk doch vollkommen egal. Mögen sich Eure Väter und Großväter im Grabe umdrehen. Verkauft ihr doch mit gierigen Händen ihr Vermächtniss.

Vielen Dank ihr Medien, das ihr alles für eure Werbepartner macht. Ja kein falsches Wort, und niemals eine andere Meinung als die Werbepartner und Parteivertreter. Ihr habt schon lange eure Aufgabe verloren.

Vielen Dank ihr profitsüchtigen Unternehmer mit der Scheinheiligkeit einer Schlange. Das eigene Unternehmen als Familienfreundlich bewerben. Um dann die Mitarbeiter Sonntags in die Betriebe zitieren. Wer nicht kommt fliegt raus.

Vielen Dank an alle vierzig , fünfzig jährigen Menschen in diesem Lande. Die den eigenen Kindern und Engel die Zukunft verbauen. Müßt ihr in eure Leiber auch Sonntags mit frischen Brötchen stopfen. Um die fetten Leiber dann im nächsten 24/7 Fitnesstempel wieder in Form zu bekommen.

Vielen Dank an alle oben genannten Menschen in diesem Land. Das der Sonntag langsam zum Regelarbeitstag verkommt. Habt ihr vergessen wie schön die Sonntage eurer Kindheit waren?

Ohne Lärm von Lieferdiensten. Mit Mutter und Vater Sonntags am Essenstisch. Mit gemeinsamen Besuchen bei den Großeltern. Mit Ruhe und Erholung am Wochenende.

Vielen Dank dafür das Ihr unbedingt am Wochenende shoppen und frische Brötchen fressen müßt.

Man kann sich nur dafür schämen, wie die durch harten Arbeitskampf der Alten, erreichten Freiheiten . Durch die heutigen 30 – 50 Jahrigen mit Füssen getretten werden.

Mit Geld kann man keine Liebe der Familie kaufen. Niemals

6 Kommentare

  1. Guten Abend Lars,
    ist mal wieder ein Beitrag zum Nachdenken und ich muss wieder ein paar Zeilen dazu schreiben. Du siehst die Entscheidung aus Familiensicht, verständlich und nachvollziehbar.
    Aber die Zeiten ändern sich und bleiben anders und nicht immer gut.
    Soweit, so gut. Ich habe 12 Jahre im Einzelhandel gearbeitet. Also darf und kann ich ein Wörtchen dazu schreiben. Am Anfang soweit alles prima. Arbeit mit wenig Geld, achso, ich sollte und musste froh sein einen Job zu haben, so wurde es mir verkündet. Damals gab es keine Diskussionen ob ich da Lust zu habe. Halb Sieben unter der Woche war Feierabend. Der Tag? Am Arsch! Es gab den Ausgleichstag für den Samstag, den Rolltag. Suuuuuper! Freunde, Freundin, arbeiten. Dazu musste ich alles auf den Tag schieben was ich an Besorgungen machen musste. Keine Zeit für nix. Samstag zum Glück um 14.00 Uhr Feierabend. Gegen 15.00 Uhr war ich dann vom Parkplatz endlich runter. Dann gab es den Rundumschlag. Die Ladenöffnungszeiten wurden geändert mit dem Erfolg, keine Zeit für gar nix mehr! Ich hab öfters über 12 Stunden gearbeitet, für einen Hugerlohn dazu. Aber das ist ein anderes Thema. Dazu kamen die Öffnungszeiten an den Sonntagen, die Arbeit dort war „freiwillig“. Ich hab mich dagegen gewehrt. Ich hab geschimpft und gezetert, interessierte damals keinen, ich musste ja froh sein einen Job zu haben! Natürlich. Ich hab dann hoch gepockert und hatte eben das Glück dann einen normalen Job in dem Unternehmen zu bekommen, mir wäre es egal gewesen, drei Monate Sperre, Arbeitslos. Aber wenigstens wieder ein Leben.
    Zu deinen Worten kann ich nur sagen, Beruf kommt von Berufung. Mache ich den Job im Atelier für Backkunst, dann gehört der Sonntag wohl dazu. Möchte ich das nicht, dann lass ich es. Ein Job muss und sollte Spaß machen, so finde ich.
    Und noch nen Spruch zum Abend, solange Kapital vor dem Wohl des Menschen steht, wird sich niemals nicht etwas ändern. Dazu lassen sich viele Menschen einfach zu viel gefallen, einerseits weil ihnen nix anderes übrig bleibt und anderseits weil sie lieber nix sagen und alles hinnehmen. Irgendwie haste ein blödes Thema angegangen, es brodeln blöde Erinnerungen in mir……..
    Grüße
    Günter

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    • Lieber Günter, es tut mir unendlich Leid Mit diesem Thema alte Wunden bei dir aufgerissen zu haben. Ich mag leider die Situation in der heutigen Zeit nicht. In der es sich nur noch alles um Geld und Macht dreht. Ich glaube da bin ich dir ein Bierchen schuldig.

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  2. Ganz schön viel Herbstblues. Bei all dem, was du gerechtfertigt anprangerst vergiss nicht, dass zwischen all dem Mist, der tagtäglich produziert und praktiziert wird, das Leben stattfindet mit durchaus auch schönen Momenten. Das verdient Beachtung.
    Zum Sonntag habe ich eine etwas andere Einstellung, andere Erfahrungen gemacht. Mein
    Vater war Polizist – da gab es selten freie Sonntage, mein Jüngster ist Koch und muss fast immer Sonntags arbeiten, die Freundin ist Hotelmanagerin gewesen. Es gibt jetzt schon jede Menge Berufe, in denen auch am Sonntag gearbeitet werden muss: in Krankenhäusern, Altenheimen, bei Pflegediensten, am Flughafen, bei der Bahn.
    Lach mal wieder!

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    • Es ist keinHerbstblues. Überhaupt nicht. Ich sehe nur für mich den Zusammenbruch der Familie. Durch Leute den es nur ums Geld geht. Das es wichtige Berufe gibt, welche auch am Wochenende arbeiten müssen. Ist verständlich. Und auch sehr wichtig. Da geht es um das Allgemeinwohl. Nur mit Öffnungszeiten im Verkauft 24/7 ist es nur zum Wohl der Konzerne. Was ich mich an der Stelle immer wieder frage. Warum nehmen die Deutschen es einfach so hin? Erkennen sie die Änderungen nicht ? Oder ist Ihnen die Zukunft egal? Und glaub mir. Ich kann fast nur noch lachen über das was tagtäglich an Nachrichten über uns herein bricht. Man kann sich kritisch mit der gegenwärtigen Gesellschaft auseinander setzten und dabei immer noch seinen Humor behalten. Ist Humor doch der Knopf. Der Verhindert das und der Kragen platzt.

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      • Dann is gut. Man muss einfach auch mal an was anderes denken, sonst wird man ja irre. Die Familie als Fix- und Ruhepunkt wird ja schon seit Jahren demontiert durch die prekären Arbeitsverhältnisse und die dadurch entstandene Fremdverwaltung der Kinder. Es gibt genügend, die von 7.00 Uhr morgens bis halb sechs am Abend in der Betreuung sind – auch den größten Teil der Ferien über. Am Wochenende brechen dann sämtliche Schulprobleme der Woche auf. Die wenigsten Familien kommen wirklich zu Ruhe und Gemeinschaft.
        Ich persönlich brauche gar keine Einkaufsmöglichkeiten Sonntags oder am späten Abend.

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  3. Ganz schön viel Herbstblues. Bei all dem, was du gerechtfertigt anprangerst vergiss nicht, dass zwischen all dem Mist, der tagtäglich produziert und praktiziert wird, das Leben stattfindet mit durchaus auch schönen Momenten. Das verdient Beachtung.
    Zum Sonntag habe ich eine etwas andere Einstellung, andere Erfahrungen gemacht. Mein Vater war Polizist – da gab es selten freie Sonntage, mein Jüngster ist Koch und muss fast immer Sonntags arbeiten, die Freundin ist Hotelmanagerin gewesen. Es gibt jetzt schon jede Menge Berufe, in denen auch am Sonntag gearbeitet werden muss: in Krankenhäusern, Altenheimen, bei Pflegediensten, am Flughafen, bei der Bahn.
    Lach mal wieder!

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