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Abkehr von der Peoplefotografie …

…in den letzten Wochen kam der Gedanke oft. Mich von der Peoplefotografie und im speziellen der Aktfotografie abzuwenden. Es gab zuviele Auslöser, welche mich immer näher zu dem Schritt brachten.

Das Hauptargument war dabei, die Unverschämtheit. Mit dem die selbst ernannten Profimodels auftretten. Das reicht von kurzfristigen Shootingabsagen, da der Hamster wieder im sterben liegt. Über Unpünktlichkeit, weil das Navi versagt hat. Schlechte Vorbereitung, sei es beim Make Up oder der Outfits. Bist zum ändern der Vertragsbedingung. Wo plötzlich aus TFP ein Pay Shooting wird.

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Dazu kommen noch Forderungen die jenseits von Gut und Böse liegen.  Keine 10 Shooting haben diese „Profimodels“ in 4 Jahren zusammen. Aber Forderungen wie Mädels und Jungs, die seit über 10 Jahren wöchentlich vor der Kamera stehen. Posing und Mimik lernt man nicht bei 4 5 Shootings. Das braucht deutlich länger. Auch wenn Freund oder Freundin nach dem ersten Shooting, davon reden. Wie toll die Bilder sind und das Model das unbedingt beruflich machen sollte.

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Ein weiterer Grund ist die Instagram Fotomanie. Man merkt immer mehr, das Qualität bei den Instagram Models nur wenig Wert hat.  Aufwendig produzierte Bilder sind für diese Models, nichts wert. Es muss schnell gehen. Beim Sport, beim Essen, beim Shopen.. schnell ein Handybild für Instagram. Qantität statt Qualität. Die x000 Follower müssen gefüttert werden. Schlechte Selfis mit Deppenzepter oder verwackelte Handyvideos, alles besser als Fotokunst.

 

Noch schöner sind dann die Setcards der Models. Dabei ist es egal ob männlich oder weiblich. Im Portfolio sieht man Standart Bilder, meist noch mit Standartposen. Die Hand im Haar mit Duckface. Nichts was einem vom Hocker haut. Und dann die Aussage „Ich shoote nur mit Fotografen die mein Nivau erreichen.“ Welches Nivau fragt man sich dann. Oder was auch gerne genannt wird, „Ich shoote Akt nur mit Fotografen, welche ich persönlich kenne. Und mit den ich mehrere Shootings hatte.“ Was nichts anderes bedeutet. Bevor Model sich frei macht, darf Fotograf sehr tief in die Tasche greifen. Geht gar nicht.

Auch schöne Aussagen oder Ansagen sind. „Ich stehe nur noch für außergewöhnliche Bildideenen zu Verfügung“, „Ich shoote nur noch an außergewöhnlichen Plätzen“. Denn wenn man dann als Fotograf eine außergewöhnliche Idee hat. Ist es schnell vorbei mit der Bereitschaft. Das gleiche gilt bei außergewöhnlichen Plätzen. Der abgeschiedene Waldweg oder die kaum bekannte Lichtung geht noch. Aber spätestens wenn man Strand vorschlägt ist es vorbei. Bei unseren so beliebte Models. Der Renner sind ja Lost Places, jenne verlassene Orte. Und kein Model kommt auf den Gedanken wie gefährlich diese Orte eigentlich sind.

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Derjenige, bei dem der Fußboden in einem Lost Places schon einmal nachgegeben hat. Wird es tunlichs vermeiden, weiter Lost Places zu besuchen.

Dies sind nur ein paar Gründe, die mich veranlassen. Die Peoplefotografie zu reduzieren. Und nur noch mit Models zusammen zu arbeiten, welche ich persönlich kenne. Oder mit den ich schon zusammen gearbeitet habe. Man kann nicht alle Models über einen Kamm scherren. Das wäre nicht fair.

Ganz aufgeben werde ich diesen überaus schönen Bereich der Fotografie nicht. Jedoch mir sehr genau die Models aussuchen.

 

 

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2 Kommentare zu „Abkehr von der Peoplefotografie …

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  1. Kann es sein, Lars, dass es an irgendwelchen Algorithmen bei IG liegt: Ein Bild von hervorragender Qualität gepostet: zig Likes!
    100 schlechte Bilder gepostet: zig Follower mehr… und die zählen, wenn ich an die Kohle will, die sich ein Möchtegern-Influencer fürs Nixtun verspricht.

  2. Ich meine manchmal, ich hätte es schwer mit der Tierfotografie. Zu mir kommt kein Tier freiwillig. Es kostet viel Zeit und Geduld. Aber das ist bei allen Fotografen so. Vielleicht ist es doch nicht so schlecht, wenn ich mir sage … Schuster bleib bei Deinen Leisten.

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