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3….2….1….Splash (making of)

Da euch das Splash Bildchen gefallen hat. Und ein Leser nach einem Making of gefragt hat. Möchte ich euch zeigen wie die Bilder entstanden sind. Eigentlich mit Hausmittel sowie einen Lichtformer der besonderen Art.

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Setaufbau ohne Wasser 🙂

Wie ihr erkennen könnt, ist der Aufbau von unserem Splashset recht simpel. Eigentlich schon fast zu einfach, wenn man es genau betrachtet. Keine teuren Lichtformer, keine Reflektoren. Doch fangen wir mal ganz langsam an.

Das Aufstellen von dem Fototisch, in meinem Fall ein wackliger Tapeziertisch, muß ich nicht extra erwähnen. Darauf legen wir ein Stück schwarze Pappe. Für den Hintergrund verwenden wir auch schwarze Pappe. Wer ein großes Stück noch hat, kann dieses auch als Hohlkehle legen. Ich habe nur in den letzten Wochen reichlich von der Pappe gebraucht und oft auch zerschnitten. Das ich jetzt nur einzel Stücke verwenden kann.

Doch ob man zwei einzelne Stücke oder ein großes Stück verwendet, spielt am Ende keine Rolle. Auf diese Pappe kommt nun ein durchsichtiges Behältnis. Wer ein altes jedoch nicht zerkratzes Aquarium hat, der ist in einer glücklichen Lage. Ich hab für dieses Set eine Plastikbox von 1:24 Carrera Autos verwendet. Welche noch von meinem alten Hobby Slotracing übrig geblieben ist. Abraten möchte ich euch vor dickwandigen eckigen Blumenvasen. Damit hatte ich, vor langer Zeit, die ersten Splash Bilder gemacht.

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Die ersten Splash Bilder.. weit weg von perfekt.

Durch das recht dicke Glas, entstehen Streulichter von den Systemblitzen. Die ihr wenig unter Kontrolle bekommt. Was wir als angehende Splashfotografen brauchen, ist ein Behälter aus Glas oder Kunststoff, welcher dünne und gerade Seitenwände hat. Dabei ist natürlich zu beachten. Das die Hauptsichtfläche möglichst wenig bis gar keine Beschädigung und Kratzer hat.

Sollte, wie in meinem Fall, der Behälter schräge Seitenwände haben. So kann man dieses damit ausgleichen. Das man eine Gegenstand unter die Pappe legt, welcher so hoch ist. Um die Sichtscheibe vertikal gerade platzieren zu können. Unter die Pappe deshalb, damit man kein farbiges Streulich von dem Gegenstand bekommt.

Im nächsten Schritt kümmern wir uns um die Lichtformer. Ich hab dazu keine Mühen und keine Kalorien gescheut, eine Packung Stapel Chips zu vertilgen. An der leeren Dose schneiden wir, ich hab das Brotmesser aus der Küche verwendet, den Boden ab. Das jetzt entstandene Rohr teilen wir zusätzlich mittig.

Über die meisten Systemblitze passt jetzt unser DIY Lichtformer mit leichtem Druck. Wer es ganz genau machen möchte, kann vorher die Rohre noch mit schwarzer Pappe innen verkleiden. Um Streulich von der silberen Beschichtung in den Rohren zu vermeiden.

Die hübschen Lichtformer, drücken wir an der Austrittsöffnung noch ein wenig zusammen, um unser Licht ein wenig zu bündeln. Jetzt legen wir unseren Blitz mit den Lichtformern neben das Gefäß. Grob in die Mitte, und mit einem leichten Winkel nach vorne.

Im nächste Schritt wird die Kamera mit dem Blitzauslöser aufgebaut. Dabei sollte man versuchen die Mitte der Linse in etwa der Wasserlinie zu bekommen. Was wir später aber immer noch korrigieren können.

Jetzt können wir das Wasser in das Gefäß einfüllen. Ein Trichter ist dabei zwar nicht zwingend notwendig, er erleichtert euch jedoch einiges bei der Putzerei. Und putzen müssen wir die ganze Zeit ständig. Ein Microfasertuch sollten wir schon dabei haben.  Okay Wasser in unser Gefäß. Dabei schauen wir, das wir 1/3 – 1/2 der Füllhöhe nicht überschreiten. Füllen wir mehr Wasser in das Gefäß, spritzt es hinterher umso besser aus dem Gefäß. Nur nicht auf dem Bild.

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Blick von oben, Das rote Viereck ist ein Klebestreifen der die untere Pappe fixiert.

Die Blitze stellen wir jetzt auf maximalen Zoom ein. Um ein recht gut gebündeltes, hartes Licht zu bekommen.

Ein recht helles Hilfsmittel (Bleistift / Fliegenklatsche / Zollstock) halten wir jetzt in die Mitte des Gefäßes. Damit wir manuell den Zoom und die Schärfe einstellen können. AF wird euch nicht helfen, ganz im Gegenteil. Im nächsten Schritt stellen wir die Kamera auf Selbstauslöser mit x sec Verzögerung ein.

Und ab jetzt wird es lustig. Mit einer Hand den Auslöser an der Kamera drücken. In der anderen Hand die Würfel über dem Gefäß. Im richtigen Moment müßt ihr nun die Würfel einfach fallen lassen. Es kommt dabei auf die Höhe eurer Hand, sowie auf das Gewicht der Würfel an. Einen Richtwert kann ich euch dabei leider nicht geben.

Ab jetzt besteht der restliche Abend, ich hab es am Abend gemacht. Aus fluchen, Würfel aus dem Wasser fischen, das Glas putzen und schauen, was man wie verändern muß. Um die Bilder zu bekommen, die man sich vorgestellt hat. Achtet dabei auch auf die Umgebung des Gefäßes. Besonders wenn ihr zuviel Wasser in den Behälter habt. Nach 15 Minuten schwimmt die ganze Umgebung.

Zum Schluß bleibt mir nur zu sagen:

„Ausprobieren macht am meisten Spaß“

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5 Kommentare zu „3….2….1….Splash (making of)

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  1. Sehr cool, besten Dank für die Erläuterungen! Was mir dabei sehr gut gefällt: Du erklärst schön wie man das mit „Hausmitteln“ relativ einfach angehen kann. Blöderweise habe ich nur einen Blitz aber auf Kurz oder Lang muss ich das auch mal testen!
    LG
    Martin

    1. Es muss nicht immer die Profiausrüstung sein. Aber man darf auch nicht erwarten das man solche bilder mit dem Handy machen kann.

  2. Ganz toll, deine Erzählung über Setaufbau & co. Da kann man viel lernen. Irgendwann möchte ich auch mal diese Spalsh-Aufnahmen machen.

Und was sagst du dazu :)

von Anders Noren.

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