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Licht und Metall II

IMG_1425

Hier die etwas andere Variante. Bei dem Bild habe ich den Blitz indirekt eingestellt. Das blanke Metall wurde mit dem Reflektionslicht von der Decke beleuchtet.

Verwendet wurden:

Kunststoffbox

schwarze Fotopappe

Pergamentpapier

Doppelseitiges Klebeband

Löffel

Gabel

zwei Aufsteckblitze Yongnou YN560 III

Fernauslöser Yongnou YN560-TX

Als erstes hab ich eine der schmalen Seitenwände aus der Kunststoffbox heraus geschnitten. Mit einem größeren Cuttermesser geht das sehr gut. Man sollte jedoch dabei immer sehr vorsichtig sein. Lieber mehrmals über die Schnittlinie gehen, als abrutschen und sich dabei ernsthaft verletzten. (Autor übernimmt keinerlei Gewähr.)

Mit den Doppelseitigen Klebeband wird nun die schwarze Fotopappe an die verbliebenen Seiten geklebt. Damit vermeidet man Streulicht an den Rändern.

Mit zwei kleinen Stücken doppelseitigen Klebeband, befestigt man jetzt den Löffel oder die Gabel an den Boden der Box.  Nun wird die Box mit der Öffnung nach unten auf den Fototisch gestellt. Durch die entfernte Seitenwand kann man jetzt sehr gut einen der Aufsteckblitze in die Box legen. Den Kopf dabei auf 45° stellen. Die Streuscheibe wird vor den Blitzkopf gelegt, und die Streulichtblende heraus gezogen.

Das Pergamentpapier wird nun oben auf die Kiste gelegt. Darauf der Löffel oder die Gabel. Möglichst deckungsgleich zu den angeklebten Gegenstück.

Nun kann man die Kamera zusammen mit dem Fernauslöser auf ein Stativ montieren.  Der zweite Blitz kommt, 30cm versetzt, neben die Kamera.

Nach der Auswahl des Bildausschnitt, experimentiert man noch ein wenig mit der Leistung der Blitze. Der untere Blitz soll dabei das Hauptlicht liefern um einen schönen Schatten von unten auf das Papier zu projizieren. Der zweite Blitz ist zum Aufhellen nötig. Wie weit sich die Leistungseinstellung von den Blitzen unterscheiden müssen, liegt ein wenig an den Räumlichkeiten. Bei hohen Decken ist mehr Leistung von dem Aufhellblitz nötig.

Lasst euch Zeit beim Aufbau des Set. Versucht auch unterschiedliche Blenden und Leistungseinstellung bei den Blitzen.

Wer seine Kunststoffbox nicht zerschneiden will, kann diese auch auf ein paar Bücher stellen. Sinn und Zweck ist es, besser an den Blitz von dem Hauptlicht zu kommen. Ohne das ganze Set zerlegen zu müssen. Ggf muß das Hauptlicht in der Position angepasst werden. Damit der untere Schatten paßt.

Ich hatte am Anfang versucht das Besteck direkt an das Pergamentpapier zu kleben bzw auf zu legen. Je nach Besteck wird das ganze sehr schwer und zieht bzw drückt sich nach unten. Man muß das Papier schon ganz massiv spannen damit es straff bleibt.

Wer ein schönes altes Besteck hat sollte dieses verwenden. Da die Formen noch ein wenig besser sind.

Am Schluß bleibt mir nur noch zu sagen „Ausprobieren macht am meisten Spaß“.

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5 Kommentare zu „Licht und Metall II

Gib deinen ab

      1. Erst dachte ich an Bildbearbeitung. Deine Erklärung dazu ist gut. Sie ist geeignet, sich inspirieren zu lassen, selbst zu experimentieren und ein Konzept zu erdenken. Danke

      2. Hallo, ich versuch so wenig wie möglich mit Photoshop & Co zu machen. Gut manche Sachen gehen nicht anders. Und das ist oft auch legitim. Aber mir macht es mehr Spaß das Set soweit aufzubauen, das die Bilder mit wenig Nacharbeit auf dem Sensor landen. Versteh mich nicht falsch, ich hab nichts gegen gute Nacharbeit. Sie ist ein Teil des Fotografierens geworden. Ich bin nur zu faul dazu, stundenlang man PC die Bilder nachzubearbeiten. Es freut mich aber wenn dir meine Anleitung gefallen hat und die dich dazu bewegt selbst zu experimentieren.

      3. Meine Bilder zeigen ausschließlich das, was mir geboten wurde. Ich stelle eigentlich nichts. Mit Licht kann man in viele Richtungen experimentieren – entfesselt blitzen, auch bei Tag beispielsweise, um Formen und Strukturen herauszuarbeiten. Das ist interessant für mich. In letzter Zeit bin ich immer mit kleinstem Besteck unterwegs – D.h. nur mit der Kamera und der montierten Festbrennweite. Kompositionen, wie sie in Photoshop erstellt werden, sehe mir manchmal an, selbst erarbeiten wollte ich sie nicht. Die Bearbeitung bei mir, ist streng genommen eine Verarbeitung der Rohdaten. Ab und an orientiere ich mich an Silver Efex und versuche, die Erscheinung in der Entwicklung zu erreichen.

Und was sagst du dazu :)

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von Anders Noren.

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