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Die Macken des Künstlers

Es soll ja Künstler geben die nur unter bestimmten Bedingungen wirklich kreativ arbeiten können. So soll es Maler geben, die nur in einer klaren Vollmondnacht ihre Werke erstellen können. Oder Schriftsteller die nur in der Einsamkeit der Toscana zu Höchstleistung fähig sind.

Ich möchte mich jetzt nicht als Künstler bezeichnen, obwohl es schon eine kreative Arbeit ist, welche ich da in meiner Freizeit mache. Ob es die Fotografie ist, das Schreiben der Shortcrime oder der längeren Kurzgeschichten alles braucht einen gewissen Rahmen. Also die richtige Umgebung und die richtige Stimmung.

Gemerkt hab ich es in den letzten Wochen. Als der Herbst mit Regen, Wind und Kälte im Land einzog. In dem Moment wurde es weniger mit dem Schreiben, ja massiv weniger. Den bis dato hatte ich immer unterm Vordach im Garten auf der Bank gehockt und geschrieben.

Frische Luft, ein schöner Kaffee und ein paar Nikotinstängelchen ließen die Finger fast von alle über die Tastatur fliegen. Die Geschichten und Erlebnisse sprudelten nur so aus mir heraus. Schreibblockade was ist das ?

Doch das Wetter wurde schlechter, der Aufenthalt unter dem Vordach wurde mehr und mehr ungemütlich. Schnell raus zum rauchen und schnell wieder rein. Das ganze ohne Laptop und ohne Getränke.

Dann gab es einen Zeitraum in dem ich eines der unzähligen Fast Food Restaurant als Schreibstube verwendet habe. Nicht weil es so schön da ist. Oder weil das Essen so sehr mundet. Es war die Tatsache das ich Fahrdienst für die talentierte Tochter hatte. Und ich nicht ständig hin und her fahren wollte. Und so überbrückte ich den Zeitraum mit schreiben in einem dieser Fast Food Tempel.

Das Projekt der Tochter ging zu Ende und damit auch mein Besuch in dem Burger Laden.

Und seitdem hab ich doch ein paar Schwierigkeiten die Texte zu schreiben. Nicht das es an Ideen fehlen würde. Es ist keine Schreibblockade. Es ist eher der Zustand, das es von der Umgebung nicht so richtig passt.

Aus welchen Gründen auch immer, kann ich am Schreibtisch nicht die kreativen Ideen irgendwie nicht zu Papier bringen. Auf dem Sofa liegen mit dem Lappi auf dem Bauch finde ich nach einer Weile recht unbequem.

Und so probiere ich seit Wochen aus, wie und wo ich am besten schreiben kann. Wo ich die eine oder andere Ziggi rauchen kann und dabei warm und trocken sitze.

Der Platz ist leider nicht so einfach zu finden. Besonders deshalb, weil ich nicht mehr in der Wohnung rauche. Der Versuch im Bastelkeller zu rauchen und zu schreiben führte zu einer langen Diskussion mit der Regierung. Dazu ist dieser im Moment noch mehr als unaufgeräumt.  Mehr Lagerraum als Kreativcentrum. Ohne wirkliches Tageslicht, den ich habe auch festgestellt, das ich in den frühen Morgenstunden am besten schreiben kann.

Und so suche ich den Platz, wo ich schreiben, rauchen und  Kaffee trinken kann. Wo ich eine gewisse Ruhe finde. Die innerliche Ruhe meine ich, meine Muse.

Jetzt weiss ich das viele Autoren und andere Kreative hier mitlesen. Oder die Fotos betrachten. Daher meine bescheidene Frage.

Habt ihr auch solche oder ähnliche Probleme? Braucht ihr eine bestimmte Umgebung für Eure kreative Arbeit?

 

 

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3 Kommentare zu „Die Macken des Künstlers

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  1. Es ist wohl auch nicht nur der Platz. Sicher auch der richtige Zeitpunkt. Mir fällt das Arbeiten in der Nacht leicht. Irgendwann wach werden, eine Idee haben und los geht es. Ich fühle mich ungestört kann dann kaum aufhören.

Und was sagst du dazu :)

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von Anders Noren.

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