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Der Sensor.. oder man jagt das Falsche

Der Fotograf ist als solches, ist ja ein schwieriges Gebilde von Technikabhänigkeit im Zusammenspiel mit Ausreden aller Art. Dieses kann man sehr schön bei Fotografen erleben die im Hobbybereich unterwegs sind. Der berühmte Satz.

„Mit einer Vollformatkamera könnte ich das auch. Da wären meine Bilder auch besser.“

Okay das waren leider 2 Sätze. Doch die Aussage und ich meine eigentlich die Ausrede kennt ein jeder. Ich möchte behaupten das es ein jeder selbst einmal diese Worte selbst im Mund hatte. Was eigentlich absolute Unsinn ist.

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MFT oder APS-C oder Vollformat ? Welcher Sensor war hier an der Arbeit?

Für die meisten Hobbyfotografen ist der Sensor eigentlich nur zweitrangig. Es kommt nur auf den persönlichen Geldbeutel an. Wichtig ist es das richtige Glas, also das richtige Objektiv für den Moment der Aufnahme auf der entsprechenden Kamera zu haben.

Den so eignet sich ein Objektiv was für eine Vollformat gedacht ist nicht unbedingt an einer APS-C Kamera. Passen tut die Linse an die Kamera. Nur die Brennweiten verschieben sich und auch in der Blende müßte man ein wenig nachrechnen. Doch das ist nicht das Problem. Den auch mit einer APS-C Kamera kann ich bei geeigneten Objektiv einen Unschärfeverlauf bekommen, welches landläufiger Meinung nur eine Vollformatkamera hinbekommen kann. Die Lösung ist schlicht und einfach. Abstand zum Objekt und Abstand zum Hintergrund.

MFT oder APS-C oder Vollformat ? Welcher Sensor war hier an der Arbeit?

Selbst der Einwand. Vollformat ist schärfer ist doch nur eine Ausrede der meisten Hobbyfotografen. Den auf einer MFT (Micro-Four-Thire) Kamera mit der richtigen Linse, bekomme ich knackscharfe Bilder. Schraube ich auf eine Vollformat diese gern beworbenen Reisezoomlinsen 18 – 270mm Brennweite bei 3,6 – 5,6 Blenden. Werde ich nie oder nur wenige richtig guter knackscharfe Bilder bekommen. Auf die Linse kommt es an. Immer. Nur? Nein.

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MFT oder APS-C oder Vollformat ? Welcher Sensor war hier an der Arbeit?

 

Egal welchen Sensor man in seiner Kamera hat. Sieht man das Motiv nicht, kann nicht mit Licht umgehen oder Licht lesen. Wird es auch nicht mit der ultrateuren Sony Alpha 9, Nikon DX4 oder Canon 1DX bessere Bilder geben.

Ich zeigte Euch, wenn ihr bis hierher gelesen habt 3 Bilder. Gut es sind 3 unterschiedliche Themen. Aber kann mir jemand, sagen was mit welchem Sensor aufgenommen worden ist?

Teures Gerät mit 50MP Sensoren und mehr, brauchen nur Fotografen die besondere Bilder für ihre Kunden abliefern müssen. Man nennt sie auch Profis. Und selbst davon gibt es viele die nicht mit den ganz großen Sensoren arbeiten.

Für den Hobbyfotografen sind es oft nur billige Ausreden. Wenn er weniger gute Bilder macht.

 

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6 Kommentare zu „Der Sensor.. oder man jagt das Falsche

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  1. Hallo Jürgen, deshalb hatte ich auch den Hobbyfotografen erwähnt 😉 Die „alten“ Fotografen waren zu anaolgen Zeiten schon mit Mittelformat unterwegs. Wer viele Pixel für seinen Beruf braucht der muß es einsetzen.Die meisten Hobbyfotografen die sich öfters mal Profi nennen. Brauchen weder Voll noch Mittelformat.
    VG Lars

  2. Hallo Lars,
    wer von der Fotografie leben muss stellt naturgemäss andere Anforderungen an seine Technik…und je nach Arbeitsgebiet müssen es da 50-100MP sein, Vollformat ist Pflicht und Mittelformatsensor manchmal Bedingung…ich möchte keine Doppelseite für eine Hochglanzzeitschrift mit einer 20MP Kamera fotografieren, da reichen mir die Reserven nicht. Und wenn die Bilder dann noch bei 200% retuschiert werden müssen ist man über jeden Pixel mehr glücklich….Da gibt es übrigens unabhängig von der Digitaltechnik auch schon früher Beispiele zu : ich hatte eine Sinar 4/5 inch Plattenkamera für die wichtigen Motive…klar konnte man auch von einem guten KB Bild drucken….aber sicherer war das grosse Format. Daran hat sich in der Berufsfotografie bis heute nichts geändert (Spezialgebiete wie Unternehmensberichte z.B mal aussen vor, die brauchen manchmal aus Handlungsgründen auch kleinere Sensorformate, drucken dafür auch keine Plakatwände)
    LG Jürgen

  3. Es gibt zahllose unscharfe Bilder verschiedener Fotografen, die dennoch eine gestochen scharfe Aussage treffen und mindestens ebenso viele gestochen scharfe Bilder, deren Aussage total verschwommen ist. Das Equipment ist nur zweitrangiges Werkzeug und Mittel zum Zweck. Ich stieg auf mft um. Alles andere erschien mir groß, schwer, unhandlich, teuer und meinen Zwecken nicht entsprechend – hast Du bereits umfassend beschrieben.
    Btw. Die Brennweite ist feste Größe. Es wird durch die unterschiedlichen Sensorgröße ein entsprechend anderer Bildausschnitt abgebildet/aufgenommen. Der Bildausschnitt wird beschnitten – wird also vergleichbar mit … (f*cropfaktor)

Und was sagst du dazu :)

von Anders Noren.

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