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Fotowettbewerbe.. die neue Art an kostenloses Bildmaterial zu kommen.

Immer wieder sieht man in den verschiedenen Portalen den Aufruf das man seine Bilder in den einen oder anderen Wettbewerb stecken soll. Oftmals wird auch mit Preisen von dem Portalbetreiber oder Sponsoren geworben. Doch wen man sich ein wenig mit den Wettbewerben beschäftigt sieht man schnell wohin die Reise geht.
Ein Blicken die Richtlinien der Portale oder des Wettbewerbs zeigt um was es wirklich geht.
Die Möglichkeit der Agenturen und Firmen preiswert an neue Bilder zu kommen. So preiswert das es kostenlos ist.
Nehmen wir mal als Beispiel Manfrotto. Die Firma macht einen Wettbewerb, als Preis wird für die ersten 3 Plätze ein Stativ bereitgestellt. Die meisten Fotografen werden bei den Anblick des Preises eine feuchte Hose bekommen.
Für ein Bild was sie einstellen, die Chance auf ein Preis der 3. 4 500 Euro kostet, haben. Und so stellen mal schnell 50 60 Fotografen weltweit ihre Arbeiten in den Wettbewerb ein.
Manfrotto ist mit einmal in der glücklichen Situation 50 bis 60 Bilder inklusive aller Bildrechte zu erhalten. Bildrechte die der ursprüngliche Rechteinhaber, also der Fotograf, einfach und ohne darüber nach zu denken abgegeben hat. Mit keiner Möglichkeit daran etwas zu ändern.
Gehen wir mal von einem Bildpreis von 20 Euro aus. Sind das bei 60 Bildern mal locker 1200 Euro die gespart worden sind. Es sind aber meist weitaus mehr Bilder die bei den Wettbewerben eingestellt werden.
Wen jemand jetzt sagt, jaaa da muß man aber die Kosten für die Preise abziehen.Stimmt. Nur kostet es für den Hersteller nicht das was es für den Endkunden kostet.

Ein kleines Beispiel abseits von der Fotografie. Wenn man bei einem Optiker sich eine neue Brille aussucht. Möglich eine Marke. Kostet das nackte Gestell mal lockere 300 Euro. Einkaufen tut der Optiker das gute Stück für weit unter 100 euro. Der Hersteller der Brille bezahlt keine 10 Euro für die Fertigung der Brille in Fernost inkl Transport und Zoll.

So oder ähnlich wird es auch bei Manfrotto sein. Also ist der Preis für Manfrotto selbst minimal bei maximaler Sparpotenal.

Und was lernen wir daraus. Für ein kleinen Preis verkaufen wir unsere Bilder für nix. Einfach für lau. Ja wir verschenken sie sogar. Und nur 3 Teilnehmer werden bezahlt. Nun das ist erst einmal für den einzelnen nicht schön. Nur richtig übel ist es für die Fotografen die von ihren Ideen und Arbeiten leben müssen. Denn den werden dadurch die Aufträge entzogen.

Und es gibt noch weitere Beispiele, so veranstalten gerne irgendwelche Stadtsparkassen ähnliche Wettbewerbe. Und auch hier geht es nur um die Gewinnmaximierung durch kostenlose Einsendung der Bilder.
Und richtig glücklich sind die Redaktionen der Zeitungen und Zeitschriften. Den sie müssen die Bilder ja nicht teuer bei Stockagenturen kaufen. Für nur eine Variante der Veröffentlichung. Nein auch sie bekommen, die Bilder für lau.

Doch leider gibt es überall und immer mehr Leute auf der Welt, die nur über ihren eigenen Tellerrand schauen können. Die einfach zu beschränkt sind um zu erkennen, was sie mit ihrer Geilheit nach Likes anstellen.
Würden wir alle, Profis und Hobbyisten. Unsere Bilder mit sehr beschränkten Rechten und kleiner Auflösung in die Portale und sozialen Netzwerken posten. Und das gute Material in den Stockagenturen zeigen. Ja dann könnten alle ein wenig von den Stück Kuchen bekommen.

Es ist wie immer im Leben. Der persönliche Egoismus macht viele kaputt.

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7 Kommentare zu „Fotowettbewerbe.. die neue Art an kostenloses Bildmaterial zu kommen.

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    1. Kann man sagen ja. Nur nicht jeder ist der englischen Sprache so mächtig das man die letzten Advokatischen Winkelsätze verstehen kann. Und die Übersetzungsprogramme sind da auch weniger Hilfe. Und mal Hand auf das Herz. Wer liest dich das kleingedruckte wirklich durch, wenn ein 500 Euro Preis winkt 🙂

      1. Ich habe mir zur Gewohnheit gemacht, bei Wettbewerben, Ausschreiben und sonstigen Verlockungen, die Bedingungen genau zu lesen. Wenn ich die Bedingungen nicht verstehe (weil in Englisch, Arabisch oder sonstige unverständliche Worte) beteilige ich mich nicht. ☺️ ☺️☺️

Und was sagst du dazu :)

von Anders Noren.

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