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Halde Hoheward..Abstecher in den Pott

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Am Mittwoch Abend hol ich meinen Freund Stefan ab. Mittwoch Abend ist wieder die geplante spontane Tour angesagt. Wer sich jetzt frag wieso geplant und spontan, dem sei kurz gesagt. Das unsere Touren irgendwann mal aus einer spontanen Fototour entstanden sind. Damals wollten wir das Gasometer in Oberhausen aus einem ganz bestimmten Blickwinkel fotografieren. Das einzigste was wir an dem Abend geschafft hatten, war ein stundenlanger Spaziergang in Oberhausen. Mit anschliessenden Besuch bei einer Fastfoodkette, den wir hatten den Standpunkt nicht gefunden.  Doch aufgeben gilt nicht. Deshalb trafen wir uns eine Woche später um einen neuen, diesmal erfolgreichen Anlauf zunehmen. Bei diesen zweiten Treffen wurde das nächste geplant. Aus spontan wurde geplant und aus einer Bekanntschaft wurde eine Freundschaft. Ungeplant 😉

Jedenfalls, um auf das ursprüngliche Thema zurück zu kommen. Starteten wir Mittwoch Abend Richtung Herten um die Halde Hoheward zu erkunden. Bis heute frag ich mich, warum wir beiden Supersportler meinen keuchend und schnaufend die Halden hoch kraxeln müssen. 🙂 Es scheint der Ausblick zu sein, wenn man den einmal oben ist.  Frei nach dem Motto „Das Bild ist das Ziel“ 😉

Wir waren gut vorbereitet, jedenfalls hatten wir schon bevor wir losfuhren die Navidaten zur Hand. Was auch nicht immer der Fall ist, bei uns. Und so kamen wir rechtzeitig vor Sonnenuntergang am Parkplatz zu Fusse der Halde an._MG_4109

Auto geparkt, Rucksack umgeschnallt und los ging es. Über 500 Stufen hinauf. Hört sich einfacher an als es in Wirklichkeit ist. Nach gefüllten 490 Stufen habe ich beschlossen den etwas weiteren aber weniger steilen Kurvenweg zu benutzen.

Wir sind auch nicht direkt zum Gipfel durch gelaufen sondern haben nach 2/3 uns entschlossen zu der Sonnenuhr zu gehen. Die sich ein wenig unterhalb des Hauptplateau befindet.

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Diese Sonnenuhr ist nichts anderes als ein Obelisk an einem großen gepflasterten Platz mit diversen Markierungen auf dem Boden. Ob und wie diese Uhr dann wirklich die Zeit anzeigt, ab ich nicht geprüft. Es war dazu schon zu dunkel, außerdem wollte man ja Fotos machen.

Die Halde Hoheward ist der Astronomie gewidmet. Die Sonnenuhr auf den einen, das  Horizont-Observatorium auf dem Hauptplateau. Zu unserem Pech war das Observatorium mit einem Zaun abgesperrt. Scheinbar die Vorbereitung für die „Extra Schicht“. Ein Kulturfestival im Ruhrgebiet.

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Und so liefen wir über die Wege der Halde nach der Suche auf schöne Motiven, spektakulären Sonnenuntergangsbilder und fotogenen Mitmenschen. Um es an dieser Stelle kurz zu machen. Ich hab nix gefunden was mich aus den sprichwörtlichen Socken gehaun hätte. Hier ein paar Felsbrocken, da ein Mäuerchen. Ansonsten wenige ansehnliches. Es gab ein paar Sonnenuntergangsbilder, doch die reichen nur als Vorlagen für Composingarbeiten. Denn es fehlt immer etwas im Vordergrund. Und eine aus Drahtgeflecht und dicken Steinen gebaute Mauser reicht da wirklich nicht. Allem in allem war es in meinen Augen wenig erfolgreich- Der Ausblick den man bei Aufstieg hatte auf Herten hatte war nett aber mehr auch nicht. Und die am Rand im Schatten liegenden Fördertürme der alten Zechen verleiten einen auch nicht zu Freundenstürmen. Der Abstieg zum Parkplatz war dann recht schnell erledigt.

Bei dem kam mir allerdings die Frage in den Sinn, wieso so viele Pottler abends auf die Halde gehen? Ganze Scharen von Menschen kamen uns entgegen. Von Liebespaaren, über Teenegruppen bis zu den Sportlern. Okay letztere versteh ich noch. Viele Meter kann man an den Halden laufen ohne die heimatliche Siedlung zu verlassen.

Das dritte Highlight, wenn man die Sonnenuhr und das Observatorium als solche bezeichnen möchte. Hatte ich von oben nicht zusehen bekommen. Es sollte noch die Drachenbrücke an der Halde sein.

Auf der Fahrt nach Düsseldorf. dort wollten wir noch den Kö-Bogen besuchen. Fanden wir die Brücke mehr durch Zufall.  Und so wurde das Auto schnell geparkt. Und der Abend an der Halde fand für mich persönlich noch einen guten Abschluß.

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Auf dem Weg ins Dorf an der Düssel, kamen wir in Oberhausen vorbei. Uns viel ein das man uns sagte. Im Olga Park wäre im Sommer Wasser in einem künstlichen Bachlauf. Genau den Bachlauf den wir bei der ersten, der damals noch spontanen, Tour gesucht und nicht gefunden hatten. Und so haben wir einen kurzen Abstecher dahin gemacht. Um das Bild vom Gasometer mit Spieglung in dem Bachlauf (bei vollem Wasser) zu machen. Den die Nacht war klar und warm. Doch wie so vieles im Pott, wurde es gebaut um es dann nicht mehr zu pflegen. Bachlauf ohne Wasser. Nur nackter Beton.

 

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von Anders Noren.

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