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Rund um Krefeld

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Freitag Abend. Den ganzen Tag war das Wetter ziemlich durchwachsen. Pünktlich zum Abend reißt der Himmel auf, die Luft vom Regen des Tages gereinigt. Gibt es ein wunderbares Licht.

Ich muß das ausnutzen, pack die Fotoausrüstung in den Arbeitskombi und rolle los. Irgendwo um Krefeld herum soll es ein Mohnblumenfeld geben. Grobe Adresse ins Navi und losgeht es. Zwischendurch eine ortskundige Fotografin eingeladen und die letzten Informationen von einen Freund eingeholt.

Wir parken den Wagen am Straßenrand, packen die Rucksäcke auf die Schultern und marschieren los. Doch wir finden nichts. Kurzer Hilferuf bei dem Freund per Handy abgesetzt. Wenig später sendet er eine grobe Karte mit den Daten.

Moderne Technik kann auch von Vorteil sein. Und so erreichen wir das Mohnblumenfeld noch rechtzeitig. Zu gleich ärger ich mich ein wenig über meine Ungeduld. Vor den Hilferuf waren wir nur 100 Meter entfernt, jedoch in die falsche Richtung unterwegs.

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Am Feld angekommen heißt es sich etwas beeilen. Die Sonne steht schon tief und wirft lange Schatten über das Feld. Ein Standort ist schnell gefunden, da sich unerwartenderweise nur 2 andere Fotografen anwesend sind. Stativ aufgebaut, Bildausschnitt gewählt, klick. Mhhh geht so, ist nicht schlecht aber irgendwas fehlt. Weitwinkelobjektiv mit ND Filter auf die Kamera. Klick. AHHHH. Sehr schön. So wollte ich das doch haben. Und so entsteht ein Bild nach dem anderen. Mal nach rechts mal nach links geschwenkt, mal mehr Himmel mal weniger. Bis die Sonne hinter den Wolken und Bäumen verschwindet. Und ich den ND Filter gegen einen Grauverlaufsfilter wechseln. Und hier kommt dann wieder das böse erwachen. Wer billig kauft , kauft zweimal. Damals hatte ich keine Ahnung wann und wo ich diese Verlaufsfilter einsetzen werde, aber ganz Mann, ich muß die Dinger haben. Jetzt wo ich sie mehr und mehr einsetze. Sehe ich in aller deutlichkeit, das die Qualität zu Wünschen lässt.

Als die Sonne weg ist, die Feuchtigkeit aus dem Boden steigt, packen wir ein und wandern langsam Richtung Auto. Unterwegs erklären wir einen Anfängerpäarchen noch ein paar Grundregeln der Fotografie. Meine Fotofreundin bietet ihr Unterstützung an. Ich würde es auch machen, nur als Mann sieht das immer aus, als würde man die Frau anbaggern. Und so lasse ich der Fotofreundin gerne den Vortritt.

Der Abend ist noch jung, jedenfalls von Gefühl her und so verlagern wir den Standort an den Rhein. Es gibt da ein Motiv was ich schon lange einmal fotografieren wollte. Mit der Ortskundigen an der Seite, viel Motivation und einer inzwischen wärmenden Jacke. Geht es auf Nachtwanderung am Rheinufer. Es dauert ein wenig bis ich den richtigen Standort gefunden hab. _MG_4083

Und zwischendurch findet sich ein Motiv was eigentlich nicht auf dem Plan stand. Ich hatte in dem Moment meine eigene Kamera im Rucksack, während meine Freundin hier griffbereit am Gurt trug. Frech wie ich manchmal bin, hab ich mal kurz ihre genommen, Blende, Iso und Zeit verstellt und ein Bild mit ihrer Kamera gemacht. 😉 Danach hab ich mir dann doch selber ein Spot gesucht um vernünftig arbeiten zu können.

Die Nacht brach mit der Blauen Stunde herein und ich konnte mich endlich um das eigentliche Motiv kümmern. Stativ aufgebaut, Weitwinkel drauf. Tiefen Standpunkt gesucht, und bequem auf einen Stein gesetzt.

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So kann ein Freitag enden. Das man dabei über das Leben als solches nachdenkt ist eine netter Nebenschauplatz.

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5 Kommentare zu „Rund um Krefeld

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von Anders Noren.

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