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Bastei .. die Schönheit der Natur

Samstag morgen 3:30h ist die Nacht einfach vorbei. Kein Lärm kein Geräusch wecken mich. Nein einfach die Tatsache das nach 6 Stunden Schlaf die Nacht immer vorbei ist. Und ich am Vorabend früh müde war und daher sehr zeitig ins Bett gegangen bin.

4:30h wäre der Wecker eh losgegangen,also steh ich auf. Nach einer kurzen Katzenwäsche, man will ja die anderen nicht wecken, schleich ich mich leise inklusive Fotoausrüstung aus dem Haus. 3:45 Uhr fahre ich los von Freital nach Lohmen. Durch die A17 und eine Schnellstraße durch Pirna bin ich nach 25 min in Lohmen. Bis zur Bastei sind es nur wenige Augenblicke. 4:15 Uhr stell ich das Auto auf dem Berghotel eigenen Parkplatz ab, um diese Zeit so mein Plan wird wohl keiner kontrollieren ob ich Hotelgast bin oder nicht. Dazu hat das Auto ja ein Kennzeichen aus den gebrauchten Bundesländern. _MG_3279-Bearbeitet

Schnell packe ich den Fotorucksack auf den Rücken und marschiere los. Vor zwei Tagen hatte ich mir eine Stelle ausgesucht, von der ich mir einen schönen Spot verspreche. Als ich die letzten Stufen auf den Ferdinandstein steige, bin ich maßlos überrascht. Auf der Aussichtsplattform stehen schon 6 Fotografen inkl. Stative. Für mich als 6. ist kein Platz mehr. Und so geh ich den Weg langsam zurück, es ist inzwischen hell die Sonne ist schon aufgegangen doch die Basteibrücke liegt noch im Schatten. Also hab ich noch etwas Zeit um einen neuen Standpunkt zu finden._MG_3282-Bearbeitet

Nachdem ich ein Bild der Basteibrücke gemacht habe sehe ich zwei Leute in der Felsenburg Neurathen. Irgendwie müssen die ja hereingekommen sein, geht es mir durch den Kopf und so mach ich mich auf den Weg. Am Ende der Basteibrücke mach ich noch ein Bild runter ins Elbtal. Es ist einfach traumhaft. Schnell noch ein Bild gemacht, zum Glück ist das Weitwinkelobjektiv pünktlich aus Hongkong angekommen. Jetzt ist es im ersten wichtigen Einsatz.

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In der Felsenburg sind nur zwei Personen, ein Fotograf und seine Frau. Daher gibt es für mich genug Platz um meinen Spot zu finden. Stativ aufgebaut, Kamera drauf, alles gut ausrichten. Als ich fertig bin kommen die ersten Sonnenstrahlen über den Felsen der Gegenseiten hervor. Und beleuchten die Bäume oberhalb der Bastei. Ab jetzt gibt es kein Halten mehr. Der Auslöser klickt und klickt. Keinen Moment will ich verpassen. Zwischendurch baue ich die ActionCam noch schnell auf ein zweites Stativ auf.  Das Timelapevideo läuft ab da von alleine.

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Nach 30 Minuten so kurz nach 5 Uhr morgens hab ich alles was ich haben wollte. Dazu hat mir eine kleine Gruppe Bergsteiger die Zeit verkürzt. Auf den Felsen, wo sie hinauf geklettert sind, sind wir als Kinder auch hoch. Mit weitaus weniger Ausrüstung, heute würde ich es auch besser machen wollen. Ich packe alles zusammen und verlass die Felsenburg, am Ausgang werfe ich noch ein paar Euro in die Kasse des Vertrauens. Und frag mich ob die anderen Fotografen die erst den Ferdinandfelsen belagert hatten und dann in die Felsenburg kamen. Auch was in die Kasse geworfen haben, Schweizer Franken sind ja auch was wert.

Normalerweise bin ich ja ein Fotograf der anderen nicht im Bild stehen will, doch als ich auf der Basteibrücke ins Elbtal blicke. Ist mir alles egal. Kamera aufgebaut und Bilder gemacht._MG_3318-Bearbeitet

Die Sonne macht die Luft warm, die an der Feuchtigkeit der Wiesen leckt. Frühnebelfelder im warmen Licht. Ich mache Bild für Bild, kann mich nicht losreißen von dem Anblick.

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Ein Aufblick den ich erst nach 47 Jahren meines Lebens erleben darf. Ein Ausblick den ich nie mehr vergessen werde. So wunderschön, so einmalig. Gut es ist Heimat, da sieht man es alles ein wenig anders. Doch irgendwie muß ich Recht haben, wenn so viele andere Fotografen auch an dem Ort Bilder machen.

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Ich reiß mich von den Anblick los. Die Fotografengruppe auf den Ferdinandstein ist verschwunden und tummelt sich jetzt in der Felsenburg. Der richtige Zeitpunkt um mich auf den Weg zum Ferdinandstein zu machen.

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Bis auf einen jungen Fotografen ist es leer. Wir sprechen uns ab, keiner steht dem anderen im Weg. Und jeder kommt zu seinen Bildern. Ich bin überglücklich, hab langsam Hunger und Cola zum Frühstück ist auch nicht das wahre. Kurz vor 6 Uhr bin ich wieder am Auto. Pack mein Zeug ins Auto und verlass Lohmen, mit einem Glücksgefühl auf der einen und einem schlechten Gewissen auf der anderen Seite. Den es könnte sein, das mein bester und älteste Freund wenige 100m weiter in Garten seiner Eltern noch den Schlaf der Gerechten schläft. Und keine Ahnung hat das ich da bin. Falk, beim nächsten mal wenn ich da bin melde ich mich auf alle Fälle.

Und mit Engel und Teufel auf den Schultern verlass ich diese Elbseite und fahre nach Bad Gottleuba auf der Spur der Vergangenheit.

 

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7 Kommentare zu „Bastei .. die Schönheit der Natur

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  1. Schöne Aufnahmen und ein heŕliches Licht. Ich glaube, einen einsamen Fotostandort auch am frühesten Morgen in der Sächs. Schweiz zu finden, ist ziemlich aussichtslos. Da ist die Dresdner Szene schon lange unterwegs. Habe auch vor, im Herbst mal mit Biwaksack ein paar Stellen zu besuchen. Bin nur noch nicht ganz schlüssig, wo….

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von Anders Noren.

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