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social media und doch einsam

Willst du heutzutage ein wenig Erfolg als Fotograf haben. Und ich kann jetzt nur von dem Standpunkt als Fotograf sprechen. Dann helfen dir die sozialen Netzwerke sehr.

Vor 15 Jahren sah das noch ganz anders aus. Da gab es nur wenig wo man seine Werke zeigen konnte. Meist schickte man Bilder an ein Magazin und war auf Gedeih und Verderben auf die Redaktion ausgeliefert. War das Bild gut, so wurde es abgedruckt. Hatte man eine Serie an Bildern, die der Redaktion gefielen. So gab es vielleicht ein Miniportrait zwischen Werbung und Produktvorstellung.

Dann tauchten die ersten Fotoplattformen auf. Hier konnte man seine Werke der breiten Masse schnell und einfach zeigen. Ein Quantensprung für viele Hobbyfotografen, die nun die Möglichkeit hatten, nicht nur der eigenen Familie, den Kollegen aus dem Fotoclub, die Bilder zu zeigen.

Die Welt dreht sich schnell, manche meinen sie dreht sich immer schneller. Die Möglichkeiten haben sich geändert. Man ist heute in der Lage seine Werke den Menschen rund um  den Globus zu zeigen.  Doch es hat seinen Preis.

Die Netzwerke, den man so angehört, wollen gefüttert werden. Am besten ständig, mit immer neuen Ideen, mit immer mehr Qualität. Und so geht eine nicht unbeachtliche Menge an Zeit und Energie ins Land, wenn man als Fotograf ein ganz  wenig Erfolg haben möchte.

_MG_2124-BearbeitetDie Idee ist entwickelt. Das Bild gemacht und entwickelt. Und jetzt kommt die Arbeit als solches. Facebook,die eigene Homepage, der eigene Blog, Instagram, Twitter, Fotocommunity, 500pix, youpic, Modelkartei, Printrest und wenn möglich auch youtube. Alles muß, alles soll mit dem Werk gefüttert werden. Damit eine breit Masse an Leuten das Bild sehen kann. Damit man gesehen wird um vielleicht einen kleinen Auftrag zu ergattern. In jedem der verschiedenen Sozialen Medien muß das Bild hochgeladen werden, Titel und Schlagwörter müssen geschrieben werden, es muß einsortiert werden. Da gehen pro Plattform schon einmal schnell 5 – 10 Minuten ins Land.

Dann ist man präsent, dann wird man gesehen. Und wenn man gut ist oder den Leuten die Arbeiten gefallen, dann baut sich das Netzwerk auf. Pro Plattform ein Netzwerk. Gut oftmals kann man diese einzelnen Netzwerke zusammen verknüpfen. Doch es sind im Grunde einzelne Netzwerke.

Und während man seine Netzwerke füttert sitzt man meist alleine an PC und tippt, kopiert, bearbeitet, verschlagwortet, schreibt Texte. antwortet auf Kommentare und ist trotz des digitalen Netzwerkes allein.

_MG_2112-BearbeitetAllein mit Bits und Bytes, gefangen im Netzwerk der digitalen Freunde. Und das ist der Preis den man zahlt für ein wenig Erfolg.

„Erfolg macht einsam“ der Spruch ist heute mehr präsent als früher. Früher zeigte es den Neid der anderen. Heute ist es neben dem Neid noch die Zeit die man alleine verbringt, obwohl man doch so gut vernetzt ist.

Und dann kommen die Speaker, Youtubestars, Motivationstrainer ins Spiel. Die dir sagen, wenn du mehr Erfolg haben willst, dann fütter die sozialen Medien mehr. Mach Werbung für dich, zeig dich , mach mehr und noch mehr.

Und du machst es, den sie waren und sind ja erfolgreich. Doch du wirst einsam. Erfolg ist nicht planbar. Erfolg ist auch eine Reihe von Zufällen.

Deshalb möchte ich dir eines mit auf dem Weg geben. Teile deine Zeit besser ein. Soziale Kontakte in der realen Welt sind langlebiger, als jedes soziale Netzwerk in der digitalen Welt. Erfolg macht einsam und social media noch mehr.

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Ein Kommentar zu „social media und doch einsam

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von Anders Noren.

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