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Wenn es mal richtig daneben geht

Splash.. Ich wollte Splashbilder machen. Motive im Zusammenspiel mit Wasser haben ein besonderen Style. Das es nicht einfach würde, hatte ich in zahlreichen Videos gesehn. Besonders dann wenn man nicht im Besitz einer Lichtschranke ist. Aufgeben gibt es nicht, na jedenfalls nicht beim Fotos machen.

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Bei den Fotos mit den Früchten war es nach vielen Versuchen relativ schnell. Bis das Gemüse im richtigen Moment im Wasser war als die Kamera auslöste. Ich hatte es mir einfacher vorgestellt wenn man mit 10 sec Auslöserverzögerung  arbeitet.  Wasser ins Glas , Blitze eingerichtet, Fernauslöser für die Blitze eingerichtet. Bis dahin war es realtiv leicht. Um den Focus an der Kamera einzurichten, hab ich einfach ein Lineal ins das Glas gestellt.  Und dann ging es auch schon los.  Auslöser drücken, 10 sec abwarten und bei der letzten Sekunde die Frucht fallen lassen. Mal hab ich zu früh losgelassen, mal zu spät. 40 Bilder  hab ich gebraucht und 5 davon waren so wie ich es gerne wollte.  Dazu gab es noch ein weiteres Problem was ich erst im Laufe des shootings gemerkt habe. Man hebt den Arm mal höher und mal tiefer. Ich mußte wirklich darauf achten den Arm in der gleichen Höhe zu halten. Als ich das machte war es viel viel besser.

Tage später packte mich der Übermut. Obst und andere Gemüse waren schon gut im Kasten. Ich hatte schon gute Bilder. Aber jetzt wollte ich etwas was in Richtung Werbefotografie geht. Quassi DAS Werbebild was der Hersteller gerne haben würde (oh man was kann man naiv sein, als ob es dieses Bild noch nie einer gemacht haben könnte)

Gut, also den gleichen Aufbau wie bei den Früchten. Inzwischen kannte ich mich ja aus. Der Aufbau war fix gemacht. Doch statt der Früchte  sollte dieses Mal meine Armbanduhr ins Wasser fallen. Edelstahlgehäuse, Edelstahlarmband und Wasserdicht bis 10m Tauchtiefe.  Und dann ging es los. Versuch um Versuch. Zwischendurch hab ich vorsorglich 80 Aufnahmen gelöscht und das Arbeitszimmer trocken gelegt. Früchte fallen quasi sanft ins Wasser. Eine schwere Armbanduhr allerdings sehr viel schneller und härter.  g=9,81m/s2 ist halt auch nicht bei kurzen Fallhöhen zu unterschätzen.

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Nur ein Bruchteil der letzten Sekunde ist entscheidend ob die Aufnahme klappt. Das nächste Problem ist auch wie die Uhr auf der Wasseroberfläche auftrifft. Daraus bestimmt sich die Drehung welche die Uhr dann vollzieht. Wenn also das Timing meiner Augen-Finger passte, Dann war nicht gesagt ob die Uhr auch im Schärfebereich war. Oder Ob sie nicht vollkommen weggedreht war.  Nach 1 Stunde und gefüllten 300 Bildern war dann Feierabend. Und ich der Erkenntnis reicher ohne Lichtschranke ist es ein Ding der Unmöglichkeit schwere Objekte im Wasser richtig gut abzulichten.

Warum ich diesen Eintrag poste ? Ich bin der Meinung das man auch seine Missgeschicke zeigen sollte. Damit andere von den Fehlern lernen können. Keiner ist sofort perfekt und ich erst recht nicht.

P.S. Aus den besten Einzelbildern wurde dann am Ende ein Composing gemacht. So lerne ich noch Photoshop besser kennen und am Ende war es ein fast brauchbares Bild.  Sobald  ich zu einer Lichtschranke gekommen bin, werd ich das ganze noch einmal versuchen. Dann aber im Keller mit einer großen Abdeckplane um den Aufnahmetisch. Splash ist wirklich Splash und Wet 🙂

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2 Kommentare zu „Wenn es mal richtig daneben geht

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von Anders Noren.

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